Von der Weitwinkel-Aufnahme zum Panoramabild

21. März 2016
Martin Vieten Von Martin Vieten, News & Trends, Bildbearbeitung, Photoshop Tutorials, Photoshop Elements, Digital Fotografieren, Multimedia ...

Manche Landschaften oder Szenerien sind einfach zu weitläufig, als dass sie auf ein Foto passen könnten. Es sei denn, Sie montieren ein Superweitwinkel-Objektiv an Ihre Kamera – oder gar ein Fisheye, wie bei meiner Aufnahme der Hamburger Stadtansicht.

Das Problem dabei ist: Je größer der Bildwinkel ist, desto schneller kommt Unnützes oder gar Störendes mit aufs Bild. So trägt in meinem Beispiel die Uferbefestigung der Elbe im Vordergrund nichts zur Bildwirkung bei. Und der weit nach oben ausladende Himmel lässt die Aufnahme langweilig wirken.

Die Lösung für diese Unzulänglichkeiten: Schneiden Sie Ihr langweiliges Weitwinkelfoto auf ein interessantes Panoramaformat zu. Am besten nehmen Sie dazu Camera Raw. Mit dem Zusatzmodul von Photoshop entzerren Sie Ihre Aufnahme gleich auch noch und sorgen für eine perfekte Schärfe bis in die Ecken.

Um meine Vorgehensweise nachvollziehen zu können, benötigen Sie Photoshop CS5 oder CS6.

So bereiten Sie Ihr Bild in Camera Raw vor

Los geht‘s – öffnen Sie Ihr Bild in Camera Raw. Dazu haben Sie zwei Möglichkeiten: „

  • Markieren Sie Ihr Weitwinkelfoto in Bridge, dann drücken Sie die Tastenkombination [Strg]+[R]. „
  • In Photoshop nehmen Sie Datei, Öffnen als. Im Dialaog wählen Sie unter Öffnen als die Vorgabe [1] Camera Raw. Klicken Sie die gewünschte [2] Miniatur an, dann klicken Sie auf Öffnen.

Ihr Bild landet in Camera Raw. Hier kümmern Sie sich erst einmal um optimale [3] Grundeinstellungen – dazu klicken Sie auf [4] Automatisch.

Als Nächstes schneiden Sie Ihr Foto aufs das Panorama-Format zu. Dazu klicken Sie auf das Symbol [5] Freistellungswerkzeug. Halten Sie die Maustaste einen Moment gedrückt, bis sich das Optionsmenü öffnet, dann aktivieren Sie [6] Normal.

Wie Sie Ihr Bild zuschneiden

Ziehen Sie nun mit dem Freistellungswerkzeug einen Rahmen von [7] links oben nach [8] rechts unten auf – er sollte in etwa die gesamte Bildbreite erfassen, aber recht schmal bleiben. Sie können den Freistellungsrahmen jederzeit nach Ihren Vorstellungen anpassen:

 

  • „Klicken und ziehen Sie an einer [9] Rahmenkante, um sie zu verschieben und den Freistellungsrahmen so zu vergrößern oder zu verkleinern. „
  • Ziehen Sie im Inneren des Rahmens, um ihn zu verlagern. „
  • Wenn Sie den Rahmen wie hier noch etwas drehen möchten, zeigen Sie zunächst etwas über einen der [10] Eckpunkte – dann ziehen Sie.

Weitwinkel-Foto entzerren – so geht‘s

Da ich mein Foto mit einem Fisheye-Objektiv aufgenommen habe, ist es kugelförmig verzerrt. Aber auch herkömmliche Weitwinkelobjektive verzerren – das beheben Sie jetzt:

 

  1. Wechseln Sie ins Register [11] Objektivkorrekturen. Dort aktivieren Sie [12] Profil und dann [13] Objektivkorrekturen aktivieren.
  2. Probieren Sie, ob die Vorgabe [14] Automatisch Ihre Aufnahme entzerrt. Wenn [15] nicht, machen Sie mit dem nächsten Schritt weiter.
  3. Mein Bild entstand mit einem Fisheye-Objektiv von Minolta. Da für dieses Objektiv kein Korrekturprofil hinterlegt ist, habe ich ein ähnliches Objektiv eines anderen Herstellers gewählt – hier von [16] Nikon das [17] AF-Fisheye.

TIPP: Falls ein „fremdes“ Korrekturprofil nicht richtig funktioniert, können Sie dessen Korrekturstärke anpassen.

Wie Sie lästige Farbsäume entfernen

Drücken Sie die Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[0], um in die 100%-Ansicht zu wechseln. Jetzt lässt sich nicht mehr übersehen: Gerade Weitwinkelobjektive rufen an Kontrastkanten der Bildränder gern deutliche [18] Farbsäume hervor. Sie sind schnell entfernt:

 

  1. Wechseln Sie zu [19] Farbe und aktivieren Sie [20] Chromatische Aberration entfernen.
  2. Falls die Automatik noch nicht perfekt funktioniert, helfen Sie von Hand nach: Geben Sie für Lila-Intensität [21] 5 vor.
  3. Die Grün-Intensität stellen Sie auf [22] 4 ein. Dann verschieben Sie noch den Balken Grün-Farbton auf den Wert [23] 60/80.

Ein kleines Problem bleibt noch: Zu den Rändern hin ist das Bild deutlich [24] unscharf. Das geht zum einen auf das Konto des Weitwinkelobjektivs, zum anderen ist daran die Objektivkorrektur schuld.

So schärfen Sie gezielt die Bildränder

Die Bildränder benötigen also noch eine Extra-Portion Schärfe. Auch das ist für Camera Raw kein Problem:

  1. Wechseln Sie zur [25] Verlaufskorrektur. Dann erhöhen Sie die Vorgabe für Bildschärfe auf [26] 75.
  2. Halten Sie die [Shift]-Taste gedrückt und ziehen Sie einen Verlauf von [27] links nach [28] rechts auf.

TIPP: Damit der problematische Bildausschnitt komplett zu sehen ist, drücken Sie mehrfach die Tastenkombination [Strg]+[-].

Kontrollieren Sie das Ergebnis auch noch in der 100%-Ansicht (Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[0]). Die Bildränder dürften gerne noch schärfer sein – erhöhen Sie daher Bildschärfe auf maximale [29] +100.

Vergessen Sie den rechten Bildrand nicht

Auch der rechte Bildrand soll noch schärfer werden – das Verfahren dazu kennen Sie ja jetzt: Ziehen Sie einen weiteren Verlauf auf, diesmal von [30] rechts nach [31] links. Die Bildschärfe haben Sie ja bereits auf [32] 100 eingestellt, da brauchen Sie jetzt nichts mehr ändern.

Damit ist Ihr perfektes Panoramabild fertig. Klicken Sie in Camera Raw auf Fertig, Ihre Einstellungen werden beim nächsten Öffnen automatisch übernommen. Alternativ übergeben Sie Ihr Bild mit Öffnen an Photoshop, wo Sie Ihr Panorama weiter bearbeiten können.

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