Was bringen Ihnen die Automatik-Funktionen?

22. Oktober 2008
Torsten Kieslich Von Torsten Kieslich, Bildbearbeitung ...

Fehlt es Ihrem Foto an Kontrast, ist es zu hell oder zu dunkel oder weist es gar einen Farbstich auf, hat Photoshop immer das richtige Werkzeug parat. Doch welches ist am besten geeignet: Die Tonwertkorrektur oder doch besser die Gradationskurven? Probieren Sie doch einmal die Automatik-Korrekturen, die wir Ihnen hier vorstellen. Damit lösen Sie viele Probleme mit einem Klick - so wie bei unserem mißglückten Urlaubsfoto.

Werfen Sie einen Blick auf das Histogramm

Als Erstes überprüfen wir den Helligkeitsumfang im Histogramm, das Sie über das Fenster-Menü aufrufen. Stellen Sie in der Palette über den Menüknopf die Erweiterte Ansicht her und wechseln Sie im Kanal-Menü zu Farben. Dann öffnen Sie das Menü erneut und gehen auf die Kompakte Ansicht. Das Histogramm enthüllt sofort die ganze Misere unseres Fotos:

  • Ganz links gibt es keinerlei Ausschläge, das Bild hat offenbar keine echten Tieftöne.
  • Auch ganz rechts tut sich nichts – helle Lichter fehlen im Bild. Eine Aufnahme mit einem solchen Histogramm sieht zwangsläufig flau aus.
  • Zudem ist unser Beispielbild etwas blaustichig: Der Blauüberhang im Histogramm deutet auf ein unausgewogenes Farbgleichgewicht hin.

Sie könnten nun lange mit Tonwertkorrektur oder Farbbalance tüfteln. Doch manchmal reicht eine schnelle Automatik: Ein Klick – und das Bild erscheint deutlich verändert. Sie müssen dieses Ergebnis ja gar nicht sofort speichern.

Die drastische Veränderung durch die verschiedenen Automatiken zeigt Ihnen aber allemal, was in der Datei drinsteckt und in welche Richtung eine genauere Korrektur noch gehen könnte.

Wie wirkt der Auto-Kontrast?

Rufen Sie mit (Strg)+(M) die Gradationskurven auf und klicken Sie auf Optionen. Exakt dieselben Optionen sehen Sie übrigens auch beim Dialogfeld Tonwertkorrektur.

Testen Sie zuerst die Vorgabe Schwarzweiß-Kontrast verbessern. Das Bild sieht deutlich kontrastreicher aus, wirkt aber weiterhin allzu
bläulich.

Dieselbe Wirkung liefert auch ein direkter Menübefehl ohne den Umweg über Gradationskurven oder Tonwertkorrektur: Wählen Sie Bild, Anpassen, Auto-Kontrast. Das Untermenü Anpassen heißt dabei je nach Photoshop-Version auch Anpassungen oder Einstellungen.

In allen Fällen erleben Sie das Gleiche: Photoshop verstärkt den Kontrast, wahrt aber die Farbstimmung. Darum hat Blau im Histogramm weiterhin die Nase vorn. Bei unserem Bild ist das nicht optimal – aber das Dialogfeld bietet ja noch andere Optionen.

Testen Sie die Auto-Farbe

Klicken Sie zur Abwechslung einmal auf Dunkle und helle Farben suchen. Die Bildwirkung ändert sich drastisch: Der Blaustich ist weg, fast wirkt das Foto ein wenig rötlich. Die neue Rot-Betonung hebt vor allem den Sandstrand besser hervor.

Diese Funktion erreichen Sie direkt und ohne den Umweg über Gradationskurven oder Tonwertkorrektur über Bild, Anpassungen, Auto-Farbe. Photoshop gleicht hier den Farbstich aus: Sie sehen im Histogramm, dass Rot bis auf die Position von Blau vorrückt. Die Kontraste bleiben dagegen eher gewahrt, das Histogramm rückt nicht ganz entschlossen bis zu den äußersten Rändern vor.

Die Funktion wird unserem Bild schon eher gerecht, aber da gibt es noch eine weitere Option.

Die Auto-Tonwertkorrektur

Also – testen Sie Kontrast kanalweise verbessern. Diese Vorgabe ändert die Bildwirkung abermals: Hier korrigiert Photoshop Helligkeit wie auch Farbstimmung, also eine Zusammenfassung der beiden vorherigen Optionen. Das Histogramm dehnt sich so weit aus wie bei der ersten Variante, aber diesmal dominiert nicht allein Blau. Und auch für diese Funktion gibt es einen direkten Menübefehl: Er heißt Bild, Anpassungen, Auto-Tonwertkorrektur.

Diese Funktion wirkt oft stärker als die anderen beiden Optionen. Sie verändert besonders drastisch Bilder mit eindeutigen Farbschwerpunkten, zum Beispiel Sonnenuntergänge.

Verfeinern Sie die Wirkung noch, indem Sie auf die Option Neutrale Mitteltöne ausrichten klicken. Leichte Farbstiche soll Photoshop so zu Neutralfarben hin wegbiegen.

Sehr deutlich fällt die Änderung meist nicht aus. Bei unserem Bild verschwindet eine gewisse Tendenz zu Cyan (Grünblau) aus dem Meerwasser und den Wolken. Umgekehrt verschiebt sich das Blau des Himmels allerdings einen Tick in Richtung Magenta (Purpurrot).

Wollen Sie diese Änderung noch öfter anwenden?

  1. Dann gehen Sie auf Als Standard anwenden und dann auf OK.
  2. Jetzt klicken Sie in Gradationskurven oder Tonwertkorrektur nur noch auf Auto und erhalten exakt die gewünschte Automatikverbesserung.
  3. Sie sind jetzt in der Gradationskurve. Hier verfeinern Sie das Bild bei Bedarf weiter.
  4. Dann klicken Sie auch hier auf OK.

Eindrucksvoll: So schnell frischen Sie die Farbstimmung und die Kontraste mit Adobe Photoshop deutlich auf!

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