Wie Sie extreme Kontraste bändigen

28. August 2012

In der Natur herrschen oftmals Kontrastunterschiede, die kein Kamerasensor bewältigen kann. Etwa, wenn Sie auf einer hellen Lichtung in den schattigen Wald fotografieren. Oder in einer gotischen Kathedrale Ihre Kamera gegen die hell erleuchteten Fenster richten. Das menschliche Auge hat damit keine Probleme, es verkraftet ungefähr einen Kontrast von 1:1.000.000.

Ihre Digitalkamera kann jedoch nur einen Kontrast von 1:2.000, bestenfalls von 1:4.000 bewältigen. Das ist oft viel zu wenig: Entweder laufen Ihnen die Tiefen zu, also die Schatten im Hintergrund geraten reinschwarz. Oder die Lichter fressen aus, das Innere der Lampe wird als reinweiße Fläche wiedergegeben.

 Ein Ausweg aus diesem Dilemma bietet eine Technik mit der sperrigen Bezeichnung „High Dynamic Range“ (HDR), zu Deutsch etwa „Hoher Kontrastumfang“. Dabei nehmen Sie Ihr Motiv mehrfach auf (möglichst vom Stativ), sodass einmal die Lichter und zum anderen die Tiefen korrekt belichtet sind. In Photoshop vereinen Sie dann die Aufnahmereihe zu einem HDR-Bild, das von den schwärzesten Tiefen bis zu den hellsten Lichtern perfekt durchgezeichnet ist. So richtig gut funktioniert HDR erst mit Photoshop CS3, wir nehmen also hier diese Version. 

So bereiten Sie Ihre Fotos richtig vor

Am besten nehmen Sie Ihr Motiv im RAW-Format auf. Es bietet schon von Haus aus einen höheren Kontrastumfang als das übliche JPEG-Format. Markieren Sie Ihre komplette Belichtungsreihe in Bridge und öffnen Sie die Fotos mit STRG+R in Adobe Camera Raw ACR.

  1. Stellen Sie nun WEISSABGLEICH, SCHÄRFE, DYNAMIK etc. nach Ihren Wünschen ein. Wichtig: Die Vorgaben im Bereich BELICHTUNG dürfen Sie nicht ändern! Belassen Sie es bei der Einstellung STANDARD.
  2. In den ARBEITSABLAUF-OPTIONEN stellen Sie ADOBE RGB und 16 Bit ein.
  3. Nachdem Sie die passenden Einstellungen gefunden haben, klicken Sie auf ALLES AUSWÄHLEN und gleich darauf auf SYNCHRONISIEREN. Schließen Sie die Vorbereitungen mit einem Klick auf FERTIG ab.

Jetzt fügen Sie die Aufnahmen zusammen

Fügen Sie die Einzelbilder nun zu einem HDR-Bild in Photoshop zusammen. Ihre Bilder gelangen auf zwei unterschiedliche Wege in Photoshop:

  1. Markieren Sie alle Fotos, die Sie für Ihr HDR-Bild brauchen, in Bridge. Dann gehen Sie im Menü WERKZEUGE auf PHOTOSHOP, ZU HDR ZUSAMMENFÜGEN.
  2. Oder nehmen Sie in Photoshop aus dem DATEI-Menü AUTOMATISIEREN, ZU HDR ZUSAMMENFÜGEN. Wählen Sie die gewünschten Bilder im Dialog aus und klicken Sie auf OK.

Photoshop berechnet nun Ihr HDR-Bild. Das kann mehrere Minuten dauern, je nachdem, wie viele Fotos in welcher Auflösung Sie in den HDR-Dialog geladen haben. Dann öffnet sich der Dialog ZU HDR ZUSAMMENFÜGEN:

  1. In der Vorschau sehen Sie bereits grob, wie Ihr Bild aussehen wird. Probieren Sie mit einem Klick in das AUSWAHLFELD aus, ob Sie alle Bilder benötigen – in unserem Fall können Sie die ersten beiden Aufnahmen abwählen.
  2. Die BITTIEFE stellen Sie auf 16-BIT-KANAL. Ziehen Sie den Regler WEISSPUNKTVORSCHAU ein wenig nach rechts, sodass das Innere der Lampe kaum noch überstrahlt. Dann klicken Sie auf OK.

Geben Sie nun an, wie Sie Ihr HDR-Bild berechnen möchten: Unter METHODE nehmen Sie BELICHTUNG UND GAMMA. Stellen Sie die BELICHTUNG auf -1,30 ein. GAMMA regeln Sie auf 0,40 hoch.

 Damit ist Ihr erstes HDR-Bild zunächst fertig. Jetzt speichern Sie Ihre Arbeit als PSD-Datei, mit der Sie dann später weiterarbeiten können.

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