Katastrophen, Amoklauf und Terror: Kostenlose Warn-Apps retten vielleicht Ihr Leben

05. Juli 2017
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Immer mehr Kommunen in Deutschland planen den Einsatz von Warn-Apps wie KATWARN, BIWAPP oder NINA. Mit solchen Handy-Apps, die für die Nutzer kostenlos sind, können Kommunen, Polizei und Rettungsdienste Warnungen vor Notfällen oder Katastrophen übermitteln und entsprechende Verhaltensempfehlungen abgeben. Damit ergänzen die Warn-Apps die klassische Alarmierung per Sirene, Lautsprecher- oder Radiodurchsage.

Die Apps bieten für Nutzer auf den ersten Blick alle einen ganz ähnlichen Funktionsumfang, indem sie Warnhinweise vor Unwettern, Hochwasser und Katastrophen für festgelegte Orte oder passend zum jeweiligen Standort des Nutzers anzeigen. Dabei ist NINA, die offizielle Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bereitgestellt wird, rein für die Übermittlung von Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen, Wetter- und Hochwasserwarnungen vorgesehen.

Solche Hinweise sind auch mit BIWAPP und KATWARN zugänglich, außerdem können Städte und Kreise damit noch regionale Warnungen übermitteln, über die Behörden wie jetzt in München im Einzelfall entscheiden. BIWAPP ermöglicht es sogar, noch regionale Verkehrshinweise, Suchmeldungen der Polizei oder Informationen zu Schulausfällen wegen Schnee oder Hitze einzusehen.

Es ist Sache der Kommunen, darüber zu entscheiden, ob sie solche Systeme einsetzen und welche Informationen dann eingespeist werden. BIWAPP und KATWARN sind die einzigen Warn-Apps neben NINA, sie werden jeweils in Lizenz für die Bürger bereitgestellt. Dabei ist BIWAPP, die 2015 gestartete Bürger Info & Warn App, die jüngste Entwicklung auf dem Markt. Die Software wurde von einer Lüneburger Internetagentur in enger Abstimmung mit dem Landkreis Heidekreis und weiteren Kommunen passend für kommunale Bedürfnisse entwickelt. Sie ist bereits in einem Dutzend Städten und Kreisen im Einsatz, bisher vorwiegend im Norddeutschen Raum.

Alle Systeme richten nur geringe Anforderungen an die Smartphones der Nutzer, so dass sie auch auf älteren Geräten laufen (Android, iOS). BIWAPP bietet den Städten und Kreisen als einzige die Möglichkeit, dass Warnungen und Meldungen geräte- und ortsunabhängig per PC, Tablet oder Smartphone von den Behörden bereitgestellt werden können. Dadurch geht in kritischen Situationen keine wichtige Zeit verloren. Außerdem können Warnhinweise gleichzeitig mit dem Versand über die App auch per SMS an die Bürger übermittelt und ebenso per Knopfdruck auf Internetseiten bereitgestellt werden. Neben dem Funktionsumfang bestehen für die Anwender weitere wichtige Unterschiede in der Kostenstruktur.

Für Nutzer ist BIWAPP jedenfalls praktischer, da die App neben der Möglichkeit zur Auswahl und zur Kategorisierung von Warnhinweisen auch noch weitere nützliche Hinweise aus dem Lebensumfeld übermittelt, außerdem ist eine Funktion zum Absetzen von Notrufen vorhanden. Ihre Installationslinks:

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