Raucherentwöhnung per App: Neue Smokerstop-App hilft kostenlos gegen die Tabaksucht

24. Juni 2015
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Wirksame Medikamente zur Raucherentwöhnung sind in den allermeisten Fällen altersbeschränkt, zudem mit einer Kostenhürde verbunden. Das wird nun mit der kostenlosen App "Smokerstop" anders. Die leitliniengerechte Entwöhnung durch einen Arzt sollte zwar an erster Stelle bei der Raucherentwöhnungs-Therapie stehen, die Smokerstop-App kann die Therapie jedoch sinnvoll ergänzen oder nötigenfalls sogar ersetzen.

700 Medizinstudenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz engagieren sich für rauchfreiere Klassen mittels interaktiver Aufklärung in über 150 Schulen. Nachdem vor wenigen Monaten die Smokerface App von der Initiative herausgebracht und auf allen Sendern der ProSiebenSat1 AG vorgestellt wurde, kommt jetzt das Entwöhnungspendant Smokerstop: Beide Apps sind für alle Altersgruppen geeignet, kostenlos und auf der Grundlage von Erkenntnissen der Präventionsforschung konzipiert worden. Smokerface lässt die Nutzer einen Selfie von sich machen: Dieser Selfie wird dann grafisch bearbeitet und zeigt die kurz- und langfristigen Folgen des Rauchens auf dem eigenen Gesicht. Smokerstop hilft dem motivierten Raucher nun, das Aufhören erfolgreich zu meistern.

So funktioniert es: Der Nutzer wird durch die App individuell bei der Entwöhnung unterstützt - er gibt sein eigenes Rauchverhalten und seine eigenen Ziele ein. Auf dieser Basis bekommt er individuelle motivationale Botschaften zugesendet. Gleichzeitig kann er in Echtzeit zuschauen, wie sich sein eigener Körper nach dem Rauchstop erholt. Dazu gibt es wissenschaftlich untermauerten Rat, welche Strategien die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen und die Zunahme von Gewicht verhindern.

"Viele Fans der Smokerface App waren motiviert mit dem Rauchen aufzuhören und haben mich gefragt, wie sie das erfolgreich schaffen können. Wirksame Medikamente zur Entwöhnung sind in den allermeisten Fällen altersbeschränkt, zudem mit einer Kostenhürde verbunden und auch Gruppentherapie ist in Deutschland nicht flächendeckend verfügbar. Die Apps, die es schon gibt, konnte ich nicht guten Gewissens empfehlen, zudem kosten sie meist Geld", so Medizinstudent Titus Brinker (24), der auch seit einem Jahr als Dozent für Tabakentwöhnung an der Universität Gießen tätig ist.

"In deutschen Unikliniken - aber auch im Ausland - wird sich oft keine Zeit für Tabakentwöhnung genommen, obwohl es bei vielen Erkrankungen, wie zum Beispiel dem Herzinfarkt, der wichtigste Faktor für die Fünf-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit ist.", so Brinker. Gründe keinen Entwöhnungsversuch am Patienten zu starten gibt es viele, unter anderem auch eine nicht vorhandene Ausbildung, ein sehr häufiger Grund ist jedoch Motivation und Zeit - die fehlt den gestressten Klinikärzten oft. "Die leitliniengerechte Entwöhnung durch den Arzt sollte an erster Stelle bei der Therapie stehen. Ist hierzu nicht die Zeit oder Bereitschaft da, empfehle ich den Ärzten in diesen Situationen einfach individualisiert die kostenlosen Apps zu empfehlen - das dauert nur wenige Sekunden." Die Installation der Smokerstop-App erreichen Sie an folgenden Quellen:

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