Schlecht programmierte Apps verursachen hohen Smartphone-Akkuverbrauch

11. Juli 2012
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Im Standby sollte Ihr Smartphone Ihnen viele Tage zur Verfügung stehen. Diese nützliche Geräteeigenschaft wird jedoch durch "Akku-Killer-Apps" zunichte gemacht.

Die Dauer des Standby-Zustands ohne erneuten Ladevorgang ist für alle Mobiltelefone eine wichtige technische Eigenschaft. Denn zum einen ist ja jeder Ladevorgang irgendwie lästig, zudem kostet er auch noch Geld in Form der Stromrechnung. Es sollte daher auch das grundsätzliche Bestreben jeder Smartphone-App sein, den Akku des Smartphones zu schonen, und dies sowohl bei aktiver, laufender App als auch im Standby-Zustand des Geräts. Doch bereits mehrere Studien haben nachgewiesen, dass manche Apps im Betrieb des Smartphones geradezu „Akku-Killer“ sind, also den Stromverbrauch in enorme Höhen treiben.

Neu ist nun eine Studie von Forschern der Purdue Universität (West Lafayette) aus dem US-Bundesstaat Indiana, die anhand von Apps für Android-Smartphones nachweist, dass qualitativ schlechte, schlampig programmierte Apps den Smartphone-Akku auch dann erheblich belasten, wenn das Gerät im Stand-By-Modus ist. Das nervt dann nicht nur durch eine kurze Standby-Zeit, zudem sind auch viele Ladevorgänge erforderlich. Das Ergebnis der Forscher: Schon nach nur fünf Stunden kann ein Smartphone-Akku leer sein, auch wenn das Gerät nur im Stand-By, und gar nicht im aktiven Betrieb war.

Ursache hierfür sind die „Wakelock-APIs“ innerhalb von Android (API = application programming interface, deutsch „Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung“). Dies sind Code-Schnittstellen, die das Ausführen von Aufgaben im Standby-Zustand erlauben, beispielsweise das Abrufen von E-Mails. Die Wakelock-APIs können beispielsweise den Prozessor des Smartphones in Betrieb halten, wenn er eigentlich inaktiv sein sollte. Die Purdue-Wissenschaftler untersuchten daraufhin 187 Apps, insgesamt 42 davon waren fehlerhaft programmiert. Aus der Untersuchung kann man als Handlungsanweisungen folgendes Fazit ziehen:

Wenn Sie eine Smartphone-App installieren und der Stromverbrauch steigt spürbar an, prüfen Sie je nach System im Google-play (vormals Google Market) beziehungsweise bei Apple iTunes, ob andere Anwender der App auch über auffallend hohen Akkuverbrauch berichten. Da alle Smartphone-Betriebssysteme sich solcher API-Programmierschnittstellen bedienen, können also schlampig programmierte Apps bei keinem System ausgeschlossen werden. Fällt eine App durch verschwenderischen Umgang mit den Akkuressourcen aus dem Rahmen, prüfen Sie, ob es eine von den Funktionen her vergleichbare App gibt und wechseln nötigenfalls das Produkt.

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