ALEXA im Alltag: So hören Amazon-Mitarbeiter Ihre Gespräche mit!

23. April 2019

Erfahren Sie hier, was Amazons Lautsprecher wirklich mithört und wie Sie sich davor schützen können

Digitale Sprachassistenten wie Siri oder Alexa können im Alltag sehr hilfreich sein. Denn damit lassen sich viele Haushaltsgeräte steuern und erleichtern Ihnen das Leben. Ob Kaffee kochen, Staubsauger einschalten oder Rasen mähen - alles geschieht über die Sprachsteuerung. Dennoch schauen viele Verbraucher mit Skepsis auf die Sicherheit und Datenschutz - und das zu Recht! Im April 2019 bestätigte Amazon einen Bericht von Bloomberg, dass einzelne Aufzeichnungen angehört, abgetippt und später zur Verbesserung der Sprachsteuerung genutzt werden. In diesem Beitrag erfahren Sie, ob Sie davon betroffen sind und was Sie dagegen unternehmen können.

Was ist genau passiert und wer ist betroffen?

Betroffen sind alle Nutzer von Amazon Echo. Amazon bestätigte, dass einzelne Aufzeichnungen von den Mitarbeitern angehört und abgetippt werden. Diese dienen allerdings lediglich zur Verbesserung der Sprachsteuerung. Alle Informationen würden streng vertraulich behandelt. 

Wie funktioniert die Sprachsteuerung?

Die Lautsprecher besitzen je nach Generation und Ausführung bis zu 7 Mikrofone. Damit wird ermöglicht, dass die Geräte auf Kommandos aus unterschiedlicher Entfernung reagieren können. Dafür ist Alexa (die Bezeichnung für die Sprachsteuerung) immer empfangsbereit, was laut Amazon aber nicht bedeutet, dass alles aufgezeichnet wird. Denn Amazon unterscheidet zwischen zwei unterschiedlichen Phasen, dem passiven Mithören und dem aktiven Aufzeichnen. Der Lautsprecher wartet permanent auf das Aktivierungswort - je nach Einstellung reagiert er auf "Alexa", "Echo", "Amazon" oder "Computer". Laut Amazon schaltet das Gerät erst dann in den Aufnahmemodus. 

So schränken Sie das Mithören von Alexa ein:

  • Auf den Leuchtring achten: Sobald das Aktivierungswort ausgesprochen wurde, beginnt der Ring blau zu leuchten. Wenn Daten übertragen werden, bewegen sich die Lichtpunkte im Kreis.
  • Mikrofon zeitweise ausschalten: Sie können die Sprachsteuerung auch manuell ausschalten. Auf allen Geräten gibt es einen Knopf mit durchgestrichenen Mikrofon, den Sie zum Ausschalten nutzen können.
  • Sprachsteuerung per Knopf: Die Modelle ohne Bildschirm haben auf der Oberseite mittig einen Knopf zum bedienen. Hält man diesen Knopf gedrückt, werden die Befehle von Alexa direkt entgegen genommen. Diese Funktion ist auch beim ausgeschalteten Mikrofon nutzbar. 
  • Regelmäßig überprüfen, was übertragen wird: In der Alexa-App haben Sie die Möglichkeit Ihre Aufzeichnungen anzuhören, zu bewerten und zu löschen. So gelangen Sie zu den Aufzeichnungen: Starten Sie die Alexa-App, klicken Sie auf Menü, anschließend auf Einstellungen und Verlauf. Dort wählen Sie die entsprechende Liste aus. 
  • Vom Strom trennen: Wenn Sie Alexa nur zu bestimmten Zeiten nutzen möchten, lassen Sie das Gerät ausgeschaltet und schalten Sie nur für die Dauer der Nutzung ein. Ein großer Nachteil hierbei ist, dass Sie Alexa nicht mehr spontan nutzen können.

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Bildquelle: www.computerwissen.de

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