Den Router einrichten und funktionstüchtig machen

27. Februar 2015

In vielen Haushalten ist das kabellose Surfen im Internet über einen WLAN Router mittlerweile Standard. Mithilfe eines WLAN Routers können über Funk mehrere Computer und andere Geräte (z.B. Fernseher, Drucker) mit dem Internet verbunden und untereinander vernetzt werden. Die Alternative zur WLAN Verbindung ist eine Vernetzung via Kabel, hier gibt es die Optionen mit oder ohne Modem. Hinweise zum Kauf und Einrichten eines Routers, mögliche Fehlerquellen und einige Lösungsvorschläge werden in diesem Artikel thematisiert.

Kauf und Einrichtung eines Routers

Auf Online-Portalen gibt es meist eine große Auswahl an Routern, eine Reihe von Testberichten finden sich unter dem Link für Router im Test (2014 / 2015). Hier wird unter anderem erläutert, worauf beim Kauf eines Routers generell zu achten ist, wie zum Beispiel die Ausstattung oder die Übertragungsrate. Eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf ist die Frage, wie die Verbindung zum Internet im Haushalt hergestellt wird. Zunächst ist zu klären, ob ein Modem im Haushalt vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, ist die Anschaffung eines Routers mit integriertem (DSL) Modem zu empfehlen. Da der preisliche Unterschied zwischen einem Router mit und ohne WLAN gering ist, empfiehlt sich der Kauf eines WLAN Routers. Damit kann auf zusätzliche Kabelverbindungen verzichtet werden. Wer auf ein Gerät (z.B. Kabelmodem) für die Herstellung der Internetverbindung angewiesen ist, kann sich die Kosten für einen WLAN Router mit Modem sparen.

Die Geschwindigkeit der Datenübertragung ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Beim Kauf eines WLAN Routers sollte auf die angegebene Datenrate geschaut werden. Diese wird sowohl in der Brutto-Datenrate als auch im Datendurchsatz angezeigt. Falls die tatsächliche Übertragungsgeschwindigkeit dauerhaft hinter der vom Internetprovider vereinbarten Geschwindigkeit zurück bleibt, sollten Verbraucher einen Geschwindigkeitstest ihres Internetanschlusses durchführen. Die Bundesnetzagentur bietet einen solchen Test an. Mit diesen handfesten Fakten sollten Kunden im Anschluss dann den Provider kontaktieren, das Problem schildern und die Daten durchgeben. Einige Anbieter bieten nach einer Prüfung den Wechsel in günstigere Tarife oder die Auflösung des Vertrages an. 

Wenige Schritte zur Einrichtung des Routers

Der nächste Schritt ist die Einrichtung des Routers. Diese lässt sich in der Regel mit wenigen Handgriffen erledigen und ohne großes Know-how bewerkstelligen. Benötigt werden ein Netzwerkkabel, das standardmäßig mit dem Router geliefert wird, die Zugangsdaten des jeweiligen Internet-Providers (Deutsche Telekom, Vodofone, O2 etc.) sowie einen Webbrowser (z.B. Firefox, Internet Explorer, Google Chrome). Die folgenden Schritte beschreiben die Konfiguration des Routers:

  1. Computer und Router mit einem Netzwerkkabel verbinden, damit auf das Konfigurationsmenü des Routers zugegriffen werden kann.
  2. Webserver aufrufen. Moderne Router verfügen in der Regel über einen eingebauten Webserver. Zum Öffnen die IP-Adresse eingeben, die sich üblicherweise im Handbuch oder auf der Rückseite des Routers befindet.
  3. Die Zugangsdaten für das Anmelden im Administrationsmenü eingeben. Diese befinden sich im Regelfall ebenfalls im Handbuch oder auf der Rückseite des Routers.
  4. Ist die Wahl auf einen WLAN Router gefallen, ist die WLAN-Funktion bei der Anlieferung des Geräts oft ausgeschaltet. Diese Funktion aktivieren und den höchsten Sicherheitsstandard auswählen.
  5. Im letzten Schritt müssen die vom Internetprovider verfügbaren Zugangsdaten eingegeben werden, damit sich das Modem vom Router beim Internet-Provider einwählen kann. Damit ist die Konfiguration abgeschlossen und das Surfen im Internet kann beginnen. 

Klassische Fehlerquellen und Lösungsansätze – Reichweite des Routers überprüfen

Es gibt einige Gründe, warum die Herstellung der Internetverbindung mit oder ohne WLAN Router nicht funktioniert. Zunächst sollte das Endgerät, also der Computer oder Laptop aus- und anschließend wieder angeschaltet werden. Wenn es weiterhin Probleme beim Verbindungsaufbau gibt, ist der Router neu zu starten. Eine weitere mögliche Fehlerquelle sind Funkprobleme aufgrund einer zu geringen Reichweite. Wände aus Stahlbeton wirken beispielsweise abschirmend und schwächen das WLAN-Signal. Hier bieten sich zwei Möglichkeiten: Entweder einen WLAN-Repeater kaufen, der das Signal verstärkt oder den Router neu positionieren. Der beste Standort ist zentral in der Wohnung oder in der Nähe der Zimmer, in denen die jeweiligen Endgeräte benutzt werden (z.B. Tablet-Computer oder Smartphone) bzw. stehen (z.B. Computer). 

Hardware-Probleme: Treiber aktualisieren und MAC-Filter überprüfen

Bei einigen Laptop-Modellen funktioniert die Verbindung zum WLAN erst, wenn diese über einen Schalter oder eine Tastenkombination aktiviert wird. Des Weiteren kann es vorkommen, dass die Treiber von einem anderen Programm oder durch eine nicht korrekt durchgeführte Installation beschädigt sind. Ist dies der Fall, müssen die aktuellen Treiber auf der Webseite des Herstellers des WLAN-Routers heruntergeladen werden. Infos über das Modell des WLAN-Routers liefert der Gerätemanager, das Programm lässt sich z.B. über die Windows-Suche finden. Der Name des WLAN-Moduls sollte unter „Netzwerk Adapter“ stehen.

Wenn alle bisherigen Aspekte überprüft worden sind, die Verbindung aber immer noch nicht funktioniert, kann eine weitere Ursache der sogenannte MAC-Filter sein. Hierbei handelt es sich um einen Zugangsschutz zum Netzwerk, genauer gesagt um eine 48-bit-lange MAC-Adresse, die nur Geräten mit dieser Adresse Zugang zum jeweiligen Netzwerk gestattet. Wenn ein neuer Router angeschlossen wird und der MAC-Filter aktiv ist, kann es vorkommen, dass keine Verbindung zustande kommt. Dieses Problem kann gelöst werden, indem der MAC-Filter ausgeschaltet oder eine neue MAC-Adresse eingetragen wird. Bei einem Windows-Betriebssystem wird die MAC-Adresse durch folgende Schritte angezeigt:

  1. Durch das gleichzeitige Drücken der Tasten „Windows“ und „R“ öffnet sich ein Feld mit dem Befehl „Ausführen“.
  2. Wird der Befehl „cmd“ eingegeben und die Eingabe mit einem Klick auf „OK“ bestätigt, startet die Windows-Konsole.
  3. Den Befehle „ipconfig /all“ eingeben und mit „Enter“ bestätigen.
  4. Es taucht eine Tabelle mit einer Reihe von Ergebnissen auf, die in mehrere Abschnitte unterteil sind. Die MAC-Adresse befindet sich im Regelfall im zweiten Abschnitt und trägt den Titel „LAN-Verbindung“.
  5. Unter dem Aspekt „Physische Adresse“ oder „Physikalische Adresse“ verbirgt sich die MAC-Adresse.

MAC-Adresse einfach ändern

Die Beschreibung der Schritte hat gezeigt, dass das Anzeigen der MAC-Adresse eine Reihe von Einstellungen benötigt. Um diese Adresse zu ändern, gibt es für Windows 7 beispielsweise den „ChangeMAC-2013“, ein Tool, das keine Installation erfordert. Das Tool wird von der Hersteller-Webseite heruntergeladen. Nach dem Starten des Tools wird der Benutzer aufgefordert den Netzwerk-Adapter für die LAN-Verbindung anzugeben. Dieser Eintrag befindet sich im bereits genannten Geräte-Manager unter dem Stichwort „Netzwerkadapter“. Durch das Eingeben einer beliebigen 48-stelligen Zahlenkombination ist die neue MAC-Adresse eingerichtet.

 

Bildquellen:

Bild 1: pixabay.com © stux (CC0 1.0)

Bild 2: pixabay.com © succo (CC0 1.0)

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