Die wichtigsten Checkpunkte für den Mainboard-Reparaturaustausch

24. April 2013
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Ist "der PC" defekt, bezieht sich das im Wesentlichen auf das Mainboard. Diese Hauptplatine zu tauschen, ist kein Hexenwerk. Es ist schon eher schwierig, genau das passende Austausch-Mainboard zu besorgen.

Das haben Sie bestimmt schon mal in der einen oder anderen Form gehört: „Der PC ist defekt.“ Allerdings ist diese Feststellung ziemlich ungenau und oberflächlich. Denn ein PC besteht aus kompatiblen Komponenten, die über standardisierte Schnittstellen verbunden sind. Das ist der eigentliche Trick der klassischen PC-Technik, die sich auch nach über 30 Jahren bis heute in den Desktop-PCs findet. Es ist also in nahezu allen Fällen nicht „der PC defekt“, sondern es ist eine ganz bestimmte Komponente defekt, die sich vergleichsweise leicht austauschen lässt.

Wenn überhaupt auf eine Komponente die Bezeichnung „der PC“ zutrifft, dann ist es die Hauptplatine (Mainboard, Motherboard), denn das Mainboard legt die grundlegenden technischen Eigenschaften des Rechners fest. Ist das Mainboard in einem PC hinüber, sind folgende Punkte zu prüfen, um ein gleichwertiges Ersatzmodell für einen Austausch zu erhalten. Nutzen Sie das Handbuch des Rechners oder Mainboards, um die folgenden Faktoren zu identifizieren:

  1. Zunächst ist die äußere Bauform (Formfaktor) entscheidend. In den meisten Fällen werden heute in den mittelhohen Turmgehäusen (Midi-Tower) Hauptplatinen nach dem ATX-Standard eingesetzt. Handelt es sich um ein kleines Turmgehäuse (Mini-Tower), kann es nur ein Mini-ATX-Mainboard sein, das hineinpasst.
  2. Dann geht es an den Chipsatz, sozusagen die „Intelligenz“ auf dem Mainboard. Der Chipsatz ist meist von Intel oder AMD, es gibt aber auch diverse andere Marken. Auch diese Information entnehmen Sie dem Handbuch. Das Mainboard für den Austausch sollte möglichst denselben Chipsatz haben, ist das nicht machbar, dann mindestens vom selben Hersteller. Notfalls kann auch ein Mainboard mit einem anderen Chipsatz eingesetzt werden, das allerdings bedingt eine Windows-Neuinstallation, zudem haben die Veränderungen bei den Schnittstellen dann erheblichen Einfluss auf die angeschlossenen und anschließbaren internen und externen Komponenten.
  3. Nun geht es noch an Details: Ist der Typ des Prozessorsockels derselbe? Ist die Anzahl der Steckplätze für Arbeitsspeicher (RAM) gleich? Sind die Anzahl und der Typ (AGP, PCI, PCI-Express) der Erweiterungssteckplätze (Slots) für Einsteckkarten passend?

Wenn Sie diese Faktoren geprüft haben, sollte einem Reparatur-Austausch des Mainboards nichts im Wege stehen – vorausgesetzt, Sie können ein passendes Ersatz-Board erwerben. Schon bei PCs, die nur wenig mehr als drei Jahre alt sind, kann dies ein Problem werden. In vielen Fällen bieten sich Lösungen beim netten PC-Händler vor Ort, der in der Werkstatt funktionsfähige Boards für Reparaturzwecke vorhält, in manchen Fällen wird man auch bei eBay fündig, das allerdings sollte aufgrund des Restrisikos, speziell beim Kauf von Privat, nur eine Notfallmaßnahme sein.

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