Motherboard - in das Gehäuse einsetzen

27. Juli 2008
Reiner Backer Von Reiner Backer, Windows, Hardware, Linux ...

Bei teuren Motherboards sind die Steckerleisten vorzüglich beschriftet

Bevor Sie das Motherboard in das Gehäuse einsetzen, sollten Sie alle Laufwerke einbauen. Das geht natürlich auch nachträglich, kann jedoch später eine kniffelige Sache werden, da der große CPU-Kühlkörper die Schächte teilweise verdeckt.

1.       Vor dem Einbau des Motherboards überprüfen Sie die Halterungen für das Board im Gehäuse. Die meisten Gehäuse sind für ATX-Motherboards konfiguriert, jedoch sind gerade bei üppig bestückten Motherboards die Löcher nicht immer an der vorgesehenen Stelle.

2.       Entfernen Sie nun den Einsatz für die externen Anschlüsse an der Rückseite des Gehäuses und bauen Sie hier den zu Ihrem Motherboard gehörenden Einsatz ein. Achten Sie auf den korrekten Sitz. Sonst kann es sein, dass beim späteren Einbau des Motherboards ein paar Millimeter fehlen.

Tipp! Das benötigte Montage-Kleinmaterial ist nicht im Lieferumfang neuer Motherboards enthalten. Es wird vielmehr mit dem PC-Gehäuse geliefert. Fehlende Teile finden Sie im Elektronikversandhandel, z. B. bei www.conrad.de.

3.       Stellen Sie zuerst sicher, dass möglichst viele Distanzstücke im PC-Gehäuse so sitzen, dass sie genau in die Befestigungslöcher des neuen Motherboards hineinpassen.

4.       Außer Kunststoff-Distanzstücken muss mindestens ein Metall-Distanzstück dabei sein, um den Massekontakt des Motherboards mit dem Gehäuse zu gewährleisten. Kontrollieren Sie, ob das hierfür verwendete Bohrloch wirklich Kontakt mit der Masse des Motherboards hat. Das für den Massekontakt notwendige Bohrloch ist auf dem Motherboard und auf der Schemazeichnung in den dazugehörigen Unterlagen besonders gekennzeichnet.

5.       Während die Kunststoffhalterungen das Board selbsttätig festhalten, müssen Sie für den Massekontakt eine Metallschraube eindrehen. Verschrauben Sie immer nur handfest.
Wenn Sie nur Metall-Distanzstücke verwenden, müssen Sie darauf achten, dass alle Schrauben − bis auf die für den Massekontakt − isoliert werden. Dazu liegen den Montage-Kleinteilen dünne Kunststoffringe bei.

6.       Setzen Sie nun vorsichtig das neue Motherboard ein. Achten Sie dabei auf die Blechstücke an der Blende für die externen Anschlüsse der Gehäuserückseite. Diese sollten Sie nicht verbiegen.

7.       Stecken Sie zuerst die Stromversorgung für das Motherboard auf. Achten Sie darauf, dass die Arretierung einrastet.

8.       Verbinden Sie dann die zusätzlichen Stromversorgungen, beispielsweise die für die CPU und die für eine leistungsstarke Grafikkarte. Wenn Sie die zusätzliche CPU-Stromversorgung vergessen, kann dies irreparable Schäden für das Motherboard und die CPU zur Folge haben.

9.       Verbinden Sie nun alle Motherboard-Anschlüsse mit dem Frontpanel. Anzahl, Bezeichnungen und Positionen der Anschlüsse unterscheiden sich je nach Motherboard. Der wichtigste Anschluss von allen ist im folgenden Beispiel mit „SPWR“ beschriftet. Hier wird der Schalter der Gehäuse-Frontseite angeschlossen, mit dem Sie Ihren PC ein- und ausschalten.

10.    Besitzt Ihr Gehäuse an der Frontseite Anschlüsse für Audiogeräte, USB oder Firewire-Ports, schließen Sie diese nun an. Dazu verwenden Sie zusätzliche Steckerpfosten auf Ihrem Motherboard. Auch deren Position finden Sie auf der Schemazeichnung in Ihrem Handbuch.

11.    Schließen Sie die Laufwerke an. Die Beschriftung der jeweiligen Ports ist auf den Motherboards eher versteckt und schlecht zu entziffern. Im Handbuch zu Ihrem Motherboard ist sie aber meist sehr deutlich erkennbar.

12.    Nun bleibt noch der Anschluss der Lüfter, der je nach System sehr unterschiedlich ist. Gehen Sie daher besonders vorsichtig vor und prüfen Sie ganz genau, welche Lüfter mit dem Motherboard zu verbinden sind und welche direkt vom Netzteil versorgt werden.
Neben der Stromverbindung des CPU-Lüfters müssen Sie wahrscheinlich noch ein oder zwei Gehäuselüfter anschließen. Wählen Sie auch hier nach Möglichkeit große Lüfter mit 120 mm Durchmesser. Diese sind wesentlich leiser als 80-mm-Lüfter bei gleicher Leistung, passen aber leider nicht in jedes Gehäuse.

13.    Setzen Sie nun Ihre Grafikkarte und die übrigen vorhandenen PCI-Karten, zum Beispiel für den TV-Empfang, in den passenden Slot.
Benötigt Ihre Grafikkarte eine zusätzliche Stromversorgung, vergessen Sie dies nicht. Näheres dazu finden Sie im Handbuch der Grafikkarte.

14.    Als Letztes bleibt nun noch der Anschluss weiterer Schnittstellen. Meist sind schon zwei oder vier USB-Ports fest in die Schnittstellenleiste an der Motherboard-Rückseite integriert. Es bleibt aber in aller Regel dennoch etwas zu tun, da sechs oder acht USB-Ports heute Standard sind. Zusätzlich müssen Sie möglicherweise auch noch Verbindungen zur Firewire-Schnittstelle oder zu den erweiterten Audioanschlüssen herstellen. Die dafür nötigen Anschlussstecker werden oft auch als Slotblenden für leere PCI-Steckplätze verwendet. Richten Sie sich hier nach den Montageempfehlungen des Herstellers.

15.    Alle wichtigen Anschlüsse sind nun durchgeführt. Kontrollieren Sie vor dem ersten Testlauf, ob noch offene Kabelenden übrig sind oder ob sich Schrauben im Gehäuse selbstständig gemacht haben. Diese könnten sonst Kurzschlüsse auslösen.

16.    Schließen Sie nun noch die Tastatur, die Maus, den Monitor und das Stromkabel an. Verbinden Sie den PC mit dem Stromnetz und drücken Sie den Power-on-Schalter an der Gehäusefront.

Tipp! Nach einem ersten erfolgreichen Testlauf sollten Sie die Kabel mit Kabelbindern zusammenbinden und falls möglich an den Rand verlegen. So gewährleisten Sie einen optimalen Luftstrom im Gehäuse.

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