Praxiswissen Android Geräteanschluss per USB-OTG

14. Januar 2015
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Moderne Android-Mobilgeräte unterstützen USB-OTG. Es ist allerdings unter Anwendern noch wenig bekannt, wie die Betriebsvoraussetzungen dieser Schnittstelle sind und was man Nützliches damit anfangen kann.

Seit Android Version 3.1 wird seitens des Betriebssystems USB-OTG (Universal Serial Bus - On-the-Go) unterstützt. Die technische Besonderheit dabei: USB-OTG ermöglicht eine direkte Kommunikation zwischen USB-Geräten, ohne dass ein zentraler USB-Host-Controller technisch vorab festgelegt ist, so wie es im USB-Standard ursprünglich festgelegt war. Mit der USB OTG-Erweiterung kommunizieren Geräte direkt miteinander, indem eines der beiden eine eingeschränkte USB-Host-Funktionalität bereitstellt. Um mit einem Android-Smartphone- oder Tablet USB-OTG zu nutzen, ist folgendes Praxiswissen nützlich:

  1. Zunächst einmal muss neben dem Android-Gerät auch das Mobilgerät hardwareseitig vom Chipsatz her USB OTG unterstützen. Das ist bei den neueren Geräten ab ca. 2012 meist der Fall, lässt sich aufgrund der vielen Hersteller und Geräte aber kaum verallgemeinern. Im Zweifel testen Sie mit der kostenlosen Android-App „USB-OTG-Checker“ die Kompatibilität. Wenn auf Ihrem Mobilgerät eine ältere Android-Version vorliegt, können Sie vielleicht mit einem Firmware-Update die Kompatibilität zu USB-OTG seitens des Betriebssystems herstellen.
  2. Für den Geräteanschluss ist ein spezielles USB-Connector-Kabel (UST-OTG-Kabel) erforderlich. Speziell bei modernen Tablets ist es teilweise schon im Lieferumfang, was dann auch gleich klarstellt, dass das Gerät USB-OTG unterstützt. Muss das Kabel beschafft werden, bietet es der Zubehörmarkt in zwei Varianten an: Als Kabel „Micro-USB Stecker zu USB-Buchse“ und in der Version „Mini-USB-Stecker zu USB-Buchse“. Sie erhalten diese Adapterkabel für wenige Euro im Fach- und Onlinehandel.
  3. USB-OTG ist besonders für Smartphones und Tablets interessant, die sich nicht per Speicherkarte erweitern lassen. Denn beispielsweise können Sie Musikstücke, Bildersammlungen oder Filme auf einem USB-Stick speichern und dann auf dem Android-Mobilgerät abspielen, ohne den wertvollen internen Speicher damit zu belasten oder eine teure Mobilfunkverbindung zu einem Cloud-Speicher nutzen zu müssen, die zudem ja deutlich weniger Speicherkapazität als ein moderner USB-Stick bietet.
  4. Es werden von USB-OTG aber nicht nur Speichergeräte unterstützt. Auch die Bilder einer Digitalkamera können Sie beispielsweise direkt auf Ihr Mobilgerät übertragen, sofern die Kamera mit einem USB-Port ausgestattet ist. Zudem ist prinzipiell auch der Anschluss von USB-Mäusen und -Tastaturen und Controllern für spezielle Peripheriegeräte möglich.
  5. Die Unterstützung der USB-OTG-Schnittstelle ist erst bei neueren Geräten zuverlässig, bei älteren Geräten ist die Unterstützung je nach Hersteller und Gerät „abenteuerlich“. Wenn ein Gerät die USB-OTG-Hostfunktion unterstützt, kann es durchaus sein, dass es zwar möglich ist, ein externes Speichergerät (USB-Stick, USB-Festplatte) schreibend und lesen zu benutzen, andere USB-Peripheriegeräte aber nicht funktionieren. Das ist also im Einzelfall auszuprobieren.

 

 

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