So retten Sie Ihr Smartphone vor dem Totalschaden durch Flüssigkeiten

17. April 2019
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, Komponenten, News & Trends, Windows Tuning & System, Linux Tuning & System, Android, Multimedia ...

Smartphones fallen in Pfützen, in die Badewanne, ins Handwaschbecken und volle Eimer. Wasserschäden gehören zu den häufigsten Ursachen für Smartphone-Totalpannen. Mit diesen Tipps und Tricks haben Sie gute Chancen, Ihr Mobiltelefon vor dem nassen Tod zu retten.

Statistiken vieler Versicherungen und Werkstatterfahrung zeigen: Die größte Gefahr für Ihr Smartphone geht von Flüssigkeiten, insbesondere Wasser aus. Die Gerätehersteller wissen das und schützen daher immer häufiger Neugeräte vor dem Eindringen von Staub und Flüssigkeiten. Das erkennen Sie an der Geräteunterstützung der meist angewendeten Schutzklasse IP67 (International Protection, 6 = staubdicht, 7 = Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen), die Sie der Gerätebeschreibung oder Werbung des Herstellers entnehmen. Weist ihr Gerät diese Unterstützung nicht auf, führen Sie bei einem Wasserschaden die folgenden Schritte durch:

1. Reagieren Sie schnell

Nehmen Sie Ihr Mobilgerät schnellstmöglich aus dem Wasser heraus, um weiteren Schaden einzudämmen. Wenn Ihr Smartphone eingeschaltet ist, schalten Sie das Gerät sofort aus. Wenn Sie Ihr Smartphone schnell ausschalten, reduzieren Sie die Gefahr, dass Kurzschlüsse die Elektrik des Geräts irreparabel beschädigen. Halten Sie dazu die Ein-/Aus-Taste fest, bis das Menü Geräteoptionen eingeblendet wird und tippen dann auf Ausschalten.

2. Zerlegen Sie das Smartphone

Wischen Sie Ihr Smartphone mit einem saugfähigen Tuch von außen trocken. Dann öffnen Sie die rückseitige Abdeckung. Hinweise hierzu finden Sie in der mitgelieferten Schnellstartanleitung Ihres Geräts. Je nach Ausführung nehmen Sie den Akku, die SIM-Karte und eine eventuelle Speicherkarte heraus und legen die Teile auf ein trockenes Tuch. Akku und Speicherkarten lassen Sie nun unabhängig vom Mobilgerät trocknen.

3. Trocknen Sie Ihr Mobilgerät

Wenn sichtbar Flüssigkeit eingedrungen ist, schalten Sie das Gerät nicht wieder ein, bevor es völlig trocken ist. Die Gefahr, Kurzschlüsse und damit irreparablen Schäden auszulösen, ist sonst sehr groß. Beim Trocken setzen Sie folgenden Trick ein: Sofern vorhanden, legen Sie das Smartphone und die Teile in Silikagel, das Sie als Trockenmittelbeutel beispielsweise in Baumärkten bekommen. An diesem Link finden Sie weitere Infos zum Schutz empfindlicher Elektrik und Elektronik mit Silikagel und Tipps zum kostenlosen Bezug von Silikagel.

Wenn kein Silikagel zur Hand ist, nehmen Sie einen Kochbeutel Reis und schneiden Ihn an der Oberseite auf. Legen Sie das Mobilgerät und die Teile hinein und verschließen den Beutel wieder. Der getrocknete Reis nimmt dann im Laufe von 1 bis 2 Tagen die Restfeuchte aus dem Gerät auf. Wenn das Geräteinnere auch nach 2 Tagen noch immer feucht wirkt, versuchen Sie es mit einem Föhn oder Haartrockner vorsichtig zu trocknen. Nehmen Sie dabei nur die geringste Heizstufe.

4. Nehmen Sie Ihr Mobilgerät wieder in Betrieb

Erst wenn Ihr Mobilgerät vollständig trocken ist, versuchen Sie es wieder in Betrieb zu nehmen. Legen Sie dazu zunächst nur den Akku ein und schalten das Gerät an. Wenn es dann ein normales Betriebsverhalten zeigt, legen Sie auch wieder SIM- und eventuelle Speicherkarte ein und nehmen das Gerät wieder wie gewohnt in Betrieb.

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