Aktuelle Trends im Bereich der Bürogeräte – Mobile Printing, Managed Print Services und mehr

06. Februar 2015

Es gab Zeiten, da kamen Büros einzig mit einem Telefon als technisches Gerät aus. Zugegeben: Das liegt nun wirklich schon sehr lange zurück. Irgendwann hielten dann Faxgerät und Computer Einzug in die betrieblichen vier Wände. Mit dem Zeitalter des Computers kamen – und kommen – aber auch immer mehr Geräte. Drucker, Scanner und Kopierer gehören zur Standardausrüstung. Doch wohin geht der Trend in den kommenden Jahren?

Sind Drucker, Scanner und Kopierer schon out? Das Multifunktionsgerät im Kommen

Seit einigen Jahren befinden sich diverse Geräte unterschiedlicher Hersteller und in verschiedenen Preiskategorien auf dem Markt, die Multifunktionsgeräte genannt werden – sie stellen eine mittlerweile sehr gängige Alternative zu einzelnen Gerätschaften dar, denn dabei handelt es sich um Drucker, Scanner und Kopierer in einem Gerät. Was für den Hausgebrauch im kleineren Format schon eine ganz Weile bei den Nutzern beliebt ist, hat im letzten Jahr auch die Büroräume immer mehr für sich gewinnen können. In Österreich wurden beispielsweise laut IDC im Jahr 2014 gleich 65% mehr Multifunktionsgeräte angeschafft als im Jahr zuvor. Ein Großteil davon ging an betriebliche Einrichtungen. Auch in Deutschland haben die Geräte laut einer Marktstudie von GFK Temax ein Wachstum von über eine Milliarde Euro verursacht.

Ein Gerät dieser Art spart nicht nur Platz, sondern auch Gelder, die ansonsten für die Anschaffung der einzelnen Geräte, deren Strom- und Zubehörkosten hätten investiert werden müssen. Der Nachteil hierbei ist allerdings, dass wenn zum Beispiel der Drucker kaputt geht und zur Reparatur muss auch automatisch Kopierer, Scanner und eventuell Fax – denn auch ein Fax ist bei vielen Multifunktionsgeräten bereits integriert – betroffen sind.

Die entsprechenden Funktionen sind also sicherlich noch immer gefragt und werden nach wie vor gebraucht, die Geräte selbst sind aber insgesamt kostengünstiger und praktischer als ein Gesamtpaket zu haben.

Groß im Kommen

Neben Geräten sind aber auch Möglichkeiten und Dienstleistungen immer beliebter geworden, die Privatnutzern bisher noch gar nichts oder nur wenig sagen. Folgende Trends führen dabei die Liste an:

  1. Managed Print Services
    Geld sparen ist für Betriebe ein großes Thema. Es belaufen sich die Druckkosten deutscher Betriebe im Jahr auf 30 Milliarden Euro. Darunter fallen Kosten für das Papier, die Drucker selbst und die Tinte, ein großer Teil wird aber auch durch Service, Verwaltung und Betriebskosten erzeugt. Hier kann mithilfe eines Managed Print Service Geld gespart werden, rund 10-30% der Druckkosten können so eingespart werden.

    Mithilfe eines Dienstleisters werden beim Managed Print Service Druckvorgänge besser kontrolliert und analysiert, was eine Optimierung für den betreffenden Betrieb darstellt. Mithilfe dieser Analyse wird zum Beispiel häufig festgestellt, dass ein Unternehmen gar nicht die vorhandene Anzahl an Druckern bräuchte und somit an der Stelle die ersten Einsparungen gemacht werden können. Auch Tinten- und Tonerstände werden auf diese Art überwacht, sodass diese entsprechend rechtzeitig ausgetauscht werden können.

    Auch ist es möglich, Druckaufträge, die an defekte Drucker gegeben worden sind, automatisch an ein anderes Gerät umzuleiten. So kommt es nicht zu einem Auftragsstau und derjenige, der den Druckauftrag in Arbeit gegeben hat, bekommt sein Dokument in jedem Fall, selbst wenn der Drucker am Platz zunächst repariert werden muss.
  2. Mobile Printing
    Mobile Printing ist ein Trend, der vor allem für diejenigen interessant ist, die viel unterwegs sind. Mithilfe einer App kann schnell und einfach ein Dokument vom Smartphone oder Tablet an einem entsprechenden Drucker ausgedruckt werden.
    Hierzu ist entweder eine Cloud-Verbindung oder WLAN notwendig. Fotos oder Dokumente können schwarz-weiß oder auch in Farbe gedruckt werden, sogar Scannen ist möglich. Einen speziellen Treiber bedarf es dabei nicht. So ist es möglich, an Ort und Stelle ein Dokument auszudrucken. Ist der Außendienstmitarbeiter zum Beispiel bei einem Kunden und hat ein wichtiges Formular im Büro vergessen, kann dieses von einem anderen Mitarbeiter per Mail auf das Smartphone gesendet werden und der Außendienstmitarbeiter druckt es direkt beim Kunden vor Ort aus. Aufgrund der immer mehr verbreiteten Technologie der Smartphones und Tablet-PCs wird sich das Mobile Printing in den kommenden Jahren wohl immer weiter durchsetzen.
  3. Energieeffizienz
    Wie bereits erwähnt, wird Energieeffizienz immer häufiger auch in Büros groß geschrieben. So geht der Trend nicht nur zu Multifunktionsgeräten, sondern auch zu einem Büro, das mit so wenig Papier wie möglich auskommt. Nicht alle Dokumente müssen mehr ausgedruckt werden, vieles wird digital gespeichert. Auch müssen nicht mehr von allen Papieren Kopien in Ordnern abgelegt werden, einscannen tut es oftmals auch.
    Außerdem spielt Tinte bei Druckvorgängen eine große Rolle. Tintenstrahldrucker verbrauchen beispielsweise bis zu 80% weniger Energie als Laserdrucker. Die Tintenpatronen zum Nachfüllen sind zudem um einiges kostengünstiger als die Toner, die für einen Farblaserdrucker vonnöten wären. Laserdrucker haben zudem den Ruf, bei jedem Druck giftige Substanzen auszustoßen. Dies ist vor allem in einer betrieblichen Einrichtung, in der viel gedruckt wird, ein ganz klarer Minuspunkt. Eine weitere Variante, die ebenfalls mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, ist außerdem die Nutzung von sogenannten Rebuilt-Tonern, denn sie stellen eine günstige Alternative zu den teuren Originalkartuschen dar. Dabei handelt es sich um wiederaufbereitete Toner, bei denen beispielsweise Verschleißteile wie die Magnetwalze ausgetauscht werden, sodass ein Kompromiss zwischen Ressourcenschonung und Qualität bei einem günstigen Preis erwirkt werden kann. Auf der Anbieterwebseite www.rebuilt-toner-berlin.de, laut dem mit Rebuilt-Tonern bis zu 75 Prozent der Kosten gegenüber Originalprodukten eingespart werden können, gibt es weitere Informationen.
  4. Kann der 3D-Drucker zu einem neuen Trend werden?
    Streng genommen ist der 3D-Drucker keineswegs ein Drucker und ähnelt diesem auch in technischer Hinsicht nicht, nichts desto trotz soll er aufgrund seines Namens jedoch keinesfalls bei den Drucker-Trends fehlen. Über 3D-Drucker wurde bereits viel berichtet und geschrieben. Zahlreiche Nutzer sind vollends begeistert von dieser neuen Technologie. Schichtweise werden bei dieser Maschine Werkstücke aufgebaut, sodass letztendlich ein dreidimensionales Objekt entsteht. So wird er mittlerweile in den Bereichen Architektur und Modellbau eingesetzt, um Prototypen zu erstellen, in der Raumfahrt- und Zahntechnikindustrie sogar serienmäßig. Allerdings ist der 3D-Drucker kein Gerät, das in Zukunft in vielen Büros anzufinden ist, sondern wird stattdessen eher in vielen handwerklichen Berufen wie auch in der Wissenschaft und Forschung anzutreffen sein.

 

 Abbildung 1: pixabay.com © niekverlaan

Abbildung 2: pixabay.com © metalurgiamontemar

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