Das Ende der SD-Karte?

01. November 2012

"Technik-Unsinn aus der Steinzeit-Ära des Computers" - so bezeichnet Google die Verwendung von SD-Karten: Matias Duarte, verantwortlich für die Benutzerführung unter Android, hat SD-Karten deshalb eine klare Absage erteilt.

 So würde zwar jeder Nutzer SD-Karten prinzipiell für eine gute Sache halten. Doch die Nutzung sei viel zu verwirrend - wo landet die Musik? Wo landen die Videos und wo landen die Fotos? Was passiert mit den Daten, wenn die SD-Karte ausgewechselt wird?

Fragen über Fragen, mit denen sich die Nutzer nach Ansicht von Google nicht beschäftigen wollen. Deshalb verzichtet der Konzern bei seinen Nexus Smartphones und Tablets auf einen Slot für Speicherkarten. Stattdessen will Google auf andere Art und Weise dafür sorgen, dass genügend Speicherplatz zur Verfügung steht. Und jetzt wird dieses Thema auch für Nutzer eines iPhones oder Smartphones mit Windows Phone interessant: Denn Google will verstärkt darauf drängen, dass Daten mit Google Drive online in der Cloud gespeichert werden.

Setzen Smartphones künftig verstärkt auf Online-Speicher?

Andere Anbieter könnten diesem Trend folgen, während mobile Datentarife noch längst nicht auf dass exzessive Abrufen von Musik und Videos vorbereitet sind. So forciert auch Apple mit iCloud die mobile Speicherung von Daten, die dann von jedem Ort der Welt abgerufen werden können. So bequem diese Möglichkeit auch ist, so sehr geht sie an der Realität in vielen Ländern weltweit vorbei – auch in Deutschland kommt es für viele Nutzer nicht in Frage, all ihre Musik und Videos ausschließlich online zu speichern. Dazu sind die Daten-Tarife noch zu teuer und häufig wird auch nach Erreichen einer relativ niedrig gehaltenen Freimenge die Geschwindigkeit deutlich gedrosselt.

Falls auch noch andere Hersteller dem zweifelhaften Vorbild von Google folgen, dann könnten problemlos erweiterbare Smartphones schon bald nur noch ein Relikt jener Zeit sein, die Google als Steinzeit-Ära bezeichnet. Stattdessen sind wir auf Online-Speicher angewiesen, für die wir im Extremfall auch noch monatlich zahlen, anstatt einfach eine SD-Karte in unser Smartphone zu schieben. Die Zeiten, in denen Android-Nutzer noch über das iPhone lachen konnten, weil es keinen Speicherkarten-Slot hat, sind jedenfalls vorbei.

Und Microsoft könnte sich durch diesen Schritt ebenfalls ermutigt fühlen, seine eigene Online-Festplatte SkyDrive als Alternative zu Speicherkarten etablieren zu wollen. Es bedarf schon einer grotesken Mischung aus Mut und Dreistigkeit, um potenziellen Kunden den Verzicht auf SD-Karten als Komfort verkaufen zu wollen, wie es Google derzeit probiert. Aber beim zweiten Blick zeigt sich oft die wahre Absicht, die dahintersteckt – und diesen zweiten Blick werfen wir für Sie.

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