Das Internet wird zukunftsfähig - heute ist "World IPv6 Day"

08. Juni 2011
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Bei all dem Rummel um die Fähigkeiten, Anwendungen und Social Media-Applikationen im Internet gerät manchmal etwas in den Hintergrund, dass das Internet auch eine technische Plattform benötigt. Die muss zudem gehegt und gepflegt werden. Just der heutige 8. Juni 2011 spielt dabei eine große Rolle, denn heute findet der erste weltweite Feldtest zum Internet-Standard der Zukunft statt, dessen Organisator die Internet Society (ISOC) ist.

An diesem Tag sind viele große Webseiten auch über den neuen Standard IPv6 (Internet Protocol Version 6) abrufbar. Die Liste der deutschen Teilnehmer an diesem Test ist unter www.ipv6council.de/ipv6day#c2122 verfügbar.

Der IPv6-Tag soll Anbieter und Anwender von Internet-Software und -Diensten motivieren, ihre Produkte und Services an den neuen Standard anzupassen. Dieser wird heute bereits in einigen lokalen und regionalen Netzen eingesetzt, einen weltweiten Testlauf hat es allerdings noch nie gegeben. Der 8. Juni soll Hinweise geben, wo aktuell Engpässe bei der Kommunikation auftreten und welche Teilnetze noch um das neue Protokoll ergänzt werden müssen. Die neuen IPv6-Adressen sind nötig, damit die zukünftigen Dienste in Bereichen wie Heimvernetzung, E-Energy oder Car-To-Car-Kommunikation umgesetzt werden können. Anders gesagt: Nur mit IPv6 kann das "Internet der Dinge" Realität werden, in dem jedes Gerät vom PC über den Kühlschrank bis zu Ihrem Auto eine eigene, feste IP-Adresse besitzt. Denn der Nachschub für die bisherigen Internet-Adressen ist bald erschöpft. Voraussichtlich Ende 2011 gibt es bei den Regionalorganisationen der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) keine freien Adressen im IPv4-Standard mehr.

Der neue IPv6-Standard ist nicht kompatibel mit dem herkömmlichen Standard IPv4. Dieser wurde bereits 1980 eingeführt und verfügt über eine 32-stellige Binärzahl-Adresse. Auf dieser Basis können 4,3 Milliarden unterschiedliche Adressen vergeben werden (232). Der Nachfolge-Standard IPv6 verwendet 128 Stellen. So können künftig 340 Sextillionen Internet-Adressen vergeben werden (2128). Eine Sextillion ist eine Zahl mit 36 Nullen. Für uns Anwender ist zu beachten, dass nur noch Hardware und Programme angeschafft werden sollten, die den neuen IPv6-Standard unterstützen. Aktuell sind in Deutschland noch längst nicht alle Internet-Provider in der Lage, ihren Kunden Services auf Basis von IPv6 anzubieten. Vorreiter sind die deutschen Bundesbehörden: Der Bund hat bereits IPv6-Adressblöcke für sich und die Länder reserviert. 

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