Touchscreen-Missverständnisse – so bedienen Sie resistive und kapazitive Touchscreens

13. Juni 2012
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Die weit verbreiteten Touchscreens arbeiten nach dem resistiven oder kapazitiven Funktionsprinzip. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Bedienbarkeit der Geräte.

Berührungsempfindliche Bildschirme, neudeutsch als „Touchscreens“ beschrieben, sind nicht nur ein Boomprodukt, sie verfolgen einen im Alltag geradezu. Vom Smartphone bis zum All-in-One-PC, von Terminals an Banken, Flughäfen und Bahnhöfen bis zum Kaffeeautomaten, ohne berührungsempfindliche Bildschirme geht wortwörtlich immer weniger. Gerade bei der zunehmenden, geradezu explosionsartigen Verbreitung verwundert es, dass so wenig über die grundlegend unterschiedlichen Funktionsweisen der Touchscreens berichtet wird. Denn Touchscreen ist keineswegs gleich Touchscreen, und die Bedienmöglichkeiten unterscheiden sich in Abhängigkeit von der Technik ganz erheblich. Insbesondere ist zwischen resistiven und kapazitiven Touchscreens zu unterscheiden:

  • Resistive Touchscreens: Bei resistiven Touchscreens basiert die Funktionalität darauf, dass durch den Druck der Berührung an einer Stelle zwischen zwei leitfähigen Schichten eine stellenweise Verbindung hergestellt wird. Die Namensgebung dieser Touchscreens ist auf das englische Wort resistivity für elektrischer Widerstand zurückzuführen. Denn der elektrische Widerstand der Druckposition wird gemessen, und daraus die Bedienposition abgeleitet. Resistive Touchscreens sind von der Bedienung her unkompliziert, denn sie können mit bloßem Finger, mit einem Eingabestift oder beliebigem anderen Instrumentarium bedient werden, solange nur ein Druck auf den Touchscreen ausgeübt wird.
  • Kapazitive Touchscreens: Das ist bei kapazitiven Touchscreens ganz anders, denn bei dieser Bedienart spielt der Druck auf die Display-Fläche keine Rolle. Ein kapazitiver Touchscreen ist mit einer Schicht durchsichtigem Metalloxid beschichtet, an die eine Spannung angelegt ist. Wird der Touchscreen berührt, entsteht an dieser Stelle ein geringer Ladungstransport, dessen genaue Position über einen Controller ermittelt wird.

Es gibt noch weitere Funktionsprinzipien für Touchscreens wie beispielsweise die induktiven Touchscreens, die mit speziellen Eingabestiften bei Grafiktabletts eingesetzt werden. Die Verbreitung ist allerdings gegenüber den resitiven und kapazitiven Touchscreens gering, die Sie bei Smartphones, Tablet-PCs, PDAs, Medienplayern und All-in-one-Computern finden.

Für die Bedienung spielt hierbei die zentrale Rolle, dass Sie resistive Touchscreens mit bloßen Fingern genauso wie mit Handschuhen bedienen können, weil es ja auf den Druckpunkt ankommt. Insbesondere im Winter also ein Komfortplus. Kapazitive Touchscreens hingegen benötigen unbedingt „Körperkontakt“, mit Stift oder Handschuh funktioniert die Bedienung nicht. Für die Benutzer von Smartphones und Tablets mit kapazitiven Screens wie insbesondere den Apple iPhone, iPad und iPod bietet der rege Zubehörhandel daher spezielle „kapazitative Handschuhe“ an. Billiger ist die Insider-Methode, die angeblich ein iPhone-Besitzer in Korea als erster entdeckt hat: Er benutzt ein Würstchen zur Bedienung. Wer hätte das gedacht: Smartphone-Zubehör gibt es neuerdings auch an der Wursttheke.

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