Aus der Redaktionssprechstunde: Neuer PC und altes Windows – geht das?

01. August 2012
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Wer lange Jahre an ein "altes" Windows gewöhnt ist, möchte oft gar nicht umsteigen. Doch die technischen Veränderungen machen das praktisch unmöglich. Einen Ausweg gibt es trotzdem.

Wer sich nicht gerade einen PC aus einzelnen Komponenten zusammenbaut oder einen „Barebone“ kauft, also einen Rechner ohne Laufwerke und Software, der hat im Lieferumfang in aller Regel auch die aktuelle Windows-Version. Die jedoch macht nicht jeden glücklich, wie erst vor wenigen Tagen ein langes Gespräch in der Redaktionssprechstunde des PC-Pannenhelfer wieder einmal zutage förderte. Denn der Anrufer, Herr Liekhaus, hatte sich zwar einen neuen PC gekauft, auf dem Windows 7 / 64 Bit installiert war, doch sein zugegeben recht betagtes Fakturierungsprogramm läuft auf dieser Windows-Version nicht. Zudem macht Herr Liekhaus auch deutlich, dass er eigentlich mit der Bedienung von Windows 7 auch nicht begeistert war, er sei eben langjährig an Windows XP gewöhnt.

Die Lösung für diese Sachlage schien einfach: „Kann ich nicht das Windows XP auf den neuen Rechner installierten, und alles ist wieder in Ordnung?“, war die berechtigte Frage. So naheliegend diese Lösung klingt, ist sie doch keineswegs trivial, wie die folgenden Aspekte deutlich machen:

  • Für Windows XP wird Microsoft im Jahr 2014 die letzten Aktualisierungen liefern. Danach werden keine Sicherheitslücken mehr gestopft, eine Nutzung des Rechners mit Anschluss an das Internet ist dann also nicht mehr ratsam.
  • Hersteller von Peripheriegeräten statten ihre Geräte und Komponenten nicht mehr mit Treibern für Windows XP aus.
  • Nicht alle Komponenten eines modernen Rechners werden von Windows XP unterstützt. Das betrifft beispielsweise die Schnittstellen eSATA und USB 3.0. Teilweise kann hier die Funktionalität mit zusätzlichen Treibern hergestellt werden, teilweise kann sie gar nicht eingerichtet werden. Auch die immer beliebter werdenden SSD-Laufwerke lassen sich unter Windows XP nicht optimal betreiben.

Zusammengefasst: Ein altes Windows ist auf einem neuen PC nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar. Um ein altes Programm weiterzunutzen, sollte das Windows XP besser als „Zweit-Betriebssystem“ installiert werden. Dazu bietet der „Windows Virtual PC“ eine gute Lösung, Infos dazu bietet Microsoft hier: http://www.microsoft.com/windows/virtual-pc/. Abschließend sei noch angemerkt, dass mit Windows 8 die Fälle „unglücklicher“ Windows-Anwender ganz sicher nicht abnehmen, sondern im Gegenteil ist anzunehmen, dass diese Fälle zunehmen werden.

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