Gruselige Geister-Mauszeiger: Mit diesen Maßnahmen beheben Sie das Maus-Malheur

23. Oktober 2019
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, Komponenten, News & Trends, Windows Tuning & System, Linux Tuning & System, Android, Multimedia ...

Auch in Zeiten der berührungsempfindlichen Bildschirme bleibt insbesondere bei Desktop-PCs die Bedienung des Systems per Maus zentraler Bestandteil einer effizienten und ergonomischen Betriebssystemnutzung. Umso irritierender ist es daher, wenn der Mauszeiger sich ohne Benutzereingriff selbständig macht. Was steckt hinter den Geister-Mauszeigern? Halloween-Geister, der sprichwörtliche „ghost in the machine“ oder gar die dunkle Seite der Macht?

Vielen langjährigen PC-Anwendern ist dieses Phänomen schon begegnet: Ohne einen Benutzereingriff vorzunehmen, bewegt sich der Mauszeiger. Meist wandert er ein Stück und bleibt dann stehen, er kann aber auch von einer Position zu einer anderen springen. Das sieht etwas gruselig aus, wirklich gefährlich ist dies in den meisten Fällen aber nicht. Trotzdem kann in den schlechtesten Fällen ein Desktop-Element versehentlich markiert und gelöscht werden. Mit den folgenden Checks unterbinden Sie dieses irritierende Verhalten Ihres wichtigsten Eingabegeräts: 

1. Funkmaus-Störungen

Wenn Sie eine Funkmaus verwenden, ist möglicherweise der verwendete Übertragungskanal oder die Verbindung gestört. Sehen Sie in der Dokumentation zu Ihrem Gerät nach, wie Sie den Übertragungskanal wechseln. Koppeln Sie die Maus dann gemäß Anleitung erneut mit dem Empfänger. Bleiben die Störungen unverändert, kann auch eine starke Funkquelle in der Nähe (Mikrowelle, Babyphone, Hobbyelektronik, Funktelefon) der Auslöser der Störungen sein, denn alle genannten Geräte nutzen das 2,4 GHz-Funkband. Checken Sie daher, ob ein verdächtiges Gerät in der Nähe arbeitet und wechseln den Übertragungskanal.

2. Infrarot-Störungen

An vielen älteren PCs tun noch Mäuse ihren Dienst, die die Bewegungsabtastung per Infrarot-Licht (IR) vornehmen. Dazu ist deutlich sichtbar an der Mausunterseite eine IR-Leuchtdiode zu sehen. IR-Licht wird allerdings von diversen Geräten eingesetzt, sodass IR-Streulicht eine IR-Maus durchaus irritieren und ganz unabhängig von der Bewegung der Maus mit der Hand dazu veranlassen kann, dass der Mauszeiger „auf Wanderschaft“ geht. Da IR-Mäuse heute mehr oder weniger veraltet sind, lösen Sie das Problem, indem Sie für wenige Euro eine aktuelle Laser-Maus für die USB-Schnittstelle anschaffen.

3. Akku- oder Batteriepanne

Ist der Mauszeiger garnicht mehr zu sehen, „materialisiert“ dann aber wieder an einer ganz anderen Stelle, kann bei einer Funkmaus eine entladene Batterie bzw. ein entladener Akku der Auslöser dieses Effekts sein. Tauschen Sie einfach die Batterien gegen neue aus. Hält ein fest verbauter Akku die Betriebsspannung nicht mehr für eine akzeptable Betriebsdauer, führt kein Weg am Austausch der zickigen Maus vorbei.

4. Treiberprobleme

Ein „Geister-Mauszeiger“ kann auch durch einen Treiberfehler ausgelöst werden. Beispielsweise kann ein gerätespezifischer Treiber durch ein Betriebssystem-Update ausgetauscht werden, ohne dass dies dem Anwender mitgeteilt wird. Insbesondere durch interne Fehler des Treibers bei der Verwaltung der Maus-Ressourcen (IRQ-Interrupts, DMA-Austauschadressen) kann der Mauszeiger ganz ohne Benutzereingriff bewegt werden. Laden Sie daher zur Lösung von der Support-Seite des Herstellers die neueste Version des betreffenden Gerätetreibers und möglicherweise weitergehende Anwendungs-Software herunter und installieren sie.

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