Akustik-Tuning zum Nulltarif – drei Schritte zum leiseren Windows-PC

18. März 2020
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, Komponenten, News & Trends, Windows Tuning & System, Linux Tuning & System, Android, Multimedia ...

Es summt, rauscht und brummt – beim heftigen Betriebsgeräusch mancher PCs kann sich kein Mensch mehr gescheit konzentrieren. Dabei gibt es wirksame Tricks, mit denen Sie die unerwünschte Sound-Orgie eines Standard-PC mit wenig Aufwand hörbar halbieren können – und das zum Nulltarif.

Die Elektronik eines PC-Systems braucht eine angepasste Kühlung, dabei gilt grundsätzlich: Je leistungsfähiger, desto lauter. Die Betriebsgeräusche von Lüftern und Spindelmotoren können sich zu einem akustischen Störfaktor summieren und manche Anwendungen, beispielsweise die Filmwiedergabe, ganz erheblich stören. Doch mit diesen drei Tricks können Sie die Betriebsgeräusche in der Summe hörbar reduzieren, ohne Geld in die Hand zu nehmen oder Hardware-Maßnahmen zu ergreifen:

  1. Moderne BIOS-Versionen bieten Ihnen die Auswahl unter mehreren Leistungs- und damit auch Kühlprofilen. Prüfen Sie, ob Sie im BIOS ein Profil „Silent“ einstellen können. Sie erkennen diese BIOS-Versionen daran, dass sie Ihnen die aktuellen Lüfter-Drehzahlen melden und Temperaturprofile einstellbar sind. Näheres hierzu finden Sie im Manual zu Ihrem PC bzw. dem Mainboard (Hauptplatine).
  2. Windows selbst bietet in der Systemsteuerung bei der Energieverwaltung mehrere Eingriffsmöglichkeiten, die auch das Betriebsgeräusch beeinflussen. Für Ihre perfekte Einstellung öffnen Sie START > EINSTELLUNGEN NETZBETRIEB UND ENERGIESPAREN und folgen dem Link ZUSÄTZLICHE ENERGIEEINSTELLUNGEN. Setzen Sie die Optionspunkt auf AUSBALANCIERT und benutzen ENERGIESPARPLANEINSTELLUNGEN ÄNDERN. Bei ERWEITERTE ENERGIEEINSTELLUNGEN ÄNDERN können Sie festlegen, nach welcher Zeit der Nichtbenutzung die Festplatte anhält. Das reduziert die Lautstärke bei den meisten Systemen hörbar und bietet sich besonders an, wenn das System auf einer SSD läuft und eine HDD als Daten-Massenspeicher eingesetzt wird.
  3. Mit dem Freeware-Programm „SpeedFan“ zünden Sie dann die dritte Maßnahme für einen nervenschonenderen PC-Betrieb. SpeedFan ist ein kostenloses Steuerungsprogramm für PC-Temperatursensoren und -Lüfter und läuft auf allen gängigen Windows-Versionen inklusive Windows 10. Laden Sie an diesem Link die aktuelle Version von SpeedFan herunter und installieren das Programm. Nach dem Start zeigt SpeedFan die aktuellen Drehzahlen der gefundenen Lüfter als Umdrehungen pro Minute (RPM) an. Wenn Sie Einstellungen ändern, halten Sie dabei die Temperaturanzeige immer im Blick. Damit die Systemstabilität keinen Schaden nimmt, sollten Sie Temperaturen bis maximal 45 Grad einstellen.

 

 

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