BIOS – Einstellungen für den Arbeitsspeicher

30. Juni 2009
Reiner Backer Von Reiner Backer, Windows, Hardware, Linux ...

In diesem Menü legen Sie unter anderem fest, wie schnell Ihr PC auf den Arbeitsspeicher zugreifen soll.

Hier finden Sie die chipsatzspezifischen Einstellungen

Hinweis: Vom Speicher-Tuning wird dringend abgeraten. Behalten Sie vielmehr die Standardeinstellungen bei. Denn sonst kann es zu Systemabstürzen kommen, deren Ursachen sich nicht klar feststellen lassen. Zudem bringt RAM-Tuning bei modernen CPUs kaum mehr einen Vorteil. Alle modernen Prozessoren besitzen nämlich eine ausgeklügelte Cache-Technik, die die meisten Speicherzugriffe im schnellen Cache-Speicher der CPU hält. Auf den Arbeitsspeicher greift die CPU dann nur zu, wenn sie nicht ausgelastet ist.

  • Active to Precharge Delay: Gibt die Zeit an, die eine ausgewählte Speicherzeile mindestens aktiv bleiben muss, bevor sie wieder deaktiviert werden kann. Standardmäßig erfolgt die Einstellung per SPD. Der optimale Wert ergibt sich aus der Summe von „CAS-Delay“, „Command Rate Delay“ plus zwei Zusatzzyklen (tCAS+tRCD+2) . Zu kurze Zeiten können zu Abbrüchen von Blockübertragungen (Burst-Transfers) führen. Dadurch verschlechtern sich die Zugriffszeiten oder es treten Zugriffsfehler auf. Einstellmöglichkeiten: 5, 6, 7, 8.
  • AGP Aperture Size: Hier können Sie die Größe des AGP-Speicherfensters (Aperture) einstellen, das Sie für Ihre AGP-Grafikkarte verwenden möchten. Der Wert reicht von 4, 8, 16, 32, 64, 128 bis 256 MB. Der Standardwert beträgt 64 MByte.
  • CAS Latency Time: Hier können Sie die CAS-Latenzzeit für den Speicherzugriff einstellen. Sie beschreibt die Verzögerung, die nach Erhalt einer Adresse benötigt wird, bis das erste Datenwort korrekt auf dem Daten-Bus ausgelesen werden kann. Die Adresse eines Datenwortes des in einer Matrix organisierten Speichers wird durch das RAS-Signal (Row Address Strobe) für eine Zeile (Row) und das CAS-Signal (Column Address Strobe) für eine Spalte signalisiert. Mögliche Einstellungen sind „1,5“, „2“, „2,5“ oder „3“. „1,5“ ist die derzeit schnellste Einstellung. Stellen Sie den zu Ihrem Speicher passenden Wert ein. Besitzen Ihre Speichermodule unterschiedliche Timings, so verwenden Sie den höheren, d. h. langsameren Wert.
  • DRAM RAS# Precharge: Diese Einstellung bestimmt, wie oft ein Auffrischen der Speicherinhalte erfolgt, um ein Entladen der Speicherzellen zu verhindern. Während dieser Zeit ist der Speicher nicht ansprechbar. Je größer der Zeitabstand zwischen den Refreshs ist, desto schneller wird der Speicher. Allerdings steigt auch die Gefahr, dass Speicherinhalte ungewollt verändert werden. Werden „CAS Latency“ oder „RAS to CAS Delay“ verringert, muss auch dieser Wert von „3“ auf „2“ verkleinert werden, um die Speicherzellen zur Ladungserhaltung häufiger zu aktualisieren.
  • DRAM RAS# to CAS# Delay: Verzögerungszeit, die nach Erzeugung eines RAS-Signals gewartet werden muss, bis das CAS-Signal generiert werden kann. Normal sind hier zwei oder drei Taktzyklen. Haben Sie Probleme beim Speicherzugriff, stellen Sie den Wert auf 3 ein. Mit dem Wert 2 arbeitet der Speicher schneller.
  • DRAM Timing Selectable: Hier legen Sie die Geschwindigkeit fest, mit der auf Ihren Arbeitsspeicher zugegriffen werden soll. Mit SPD wird das Arbeitstempo des Chips automatisch bestimmt.
  • System Bios Cachable: Wenn das System-BIOS „shadowed“ ist, es also beim Booten als Kopie in das schnellere RAM geladen und anstelle des BIOS-ROM unter der Adresse 0xF0000 - 0xFFFFF verwendet wird, wäre hier die Einstellung „Enabled“ möglich. Damit würden Sie zulassen, dass dieser Bereich auch in den L2-Cache geladen werden darf. Dann greift das System beim Booten schneller auf das BIOS zu. Da aktuelle Betriebssysteme jedoch so gut wie keinen Gebrauch mehr von den BIOS-Routinen machen, wird hier lediglich L2-Cache-Speicher verschwendet. Schalten Sie diese Option daher immer auf „Disabled“.

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