Gefahr im Anzug – was USB-Sticks alles über Sie verraten

28. Dezember 2011
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

USB-Sticks sind millionenfach zum Transport von Daten im Einsatz. Doch der Einsatz der mobilen Flash-Speicher birgt Gefahren. Wie Sie sich schützen, entnehmen Sie diesem Artikel.

Die Mobilität von Daten ist an sich ein praktischer und teilweise sogar unverzichtbarer Nutzen. Diese Mobilität birgt allerdings auch Gefahren, wie Sophos, einer der führenden Hersteller von Antiviren-Software, in einem Test belegte. Die Sicherheitsexperten von Sophos wollten wissen, welche Daten PC-Anwender auf USB-Sticks speichern und wie diese Daten gesichert sind. Um diese Recherche ganz praxisnah zu machen, wurde keine Umfrage in Auftrag gegeben, sondern das Unternehmen kaufte auf einer Fundsachenversteigerung der australischen Metropole Sydney 57 USB-Sticks, die 2011 in der dortigen U-Bahn verloren wurden. Das Ergebnis der Recherchen hat Sophos im unternehmenseigenen Blog veröffentlicht.

Sieben Sticks waren defekt, sodass für die Untersuchung des Inhalts 50 USB-Sticks zur Verfügung standen. Verblüffendes Ergebnis: Von den Sticks, die Speichervolumen von 256 Megabyte bis zu aktuellen 8 Gigabyte boten, war kein einziger verschlüsselt. Keine Datei war passwortgeschützt, kein Ordner und keine Datei waren verschlüsselt. Und so boten die USB-Fundstücke Einblicke in teils sehr persönliche Daten über den Besitzer des Sticks, seine Familie, seine Kollegen oder seinen Arbeitgeber. Gefunden wurden ganze Fotoalben, sensible Dokumente wie Steuerbescheide, Programmiercodes, Audio- und Video-Dateien, sogar Konstruktionszeichnungen aus einer Produktentwicklung. Auf 33 Sticks fanden sich zudem Viren, Trojaner und anderer Schadcode. Aus diesen Ergebnissen ergeben sich für ein empfehlenswertes Handling von USB-Stick die folgenden Tipps:

  • Wenn Sie den USB-Stick zum Transportieren von Daten einsetzen, sollten Sie die Daten nach dem Transportvorgang von dem Stick wieder entfernen.
  • Da beim Schnellformatieren von USB-Sticks nur das Inhaltsverzeichnis neu geschrieben wird, die Daten aber erhalten bleiben, sollten Sie den Stick nach dem Transport sensibler Daten formatieren, ohne die Schnellformatierungs-Option zu nutzen. Das kann zugegeben bei neuen Sticks mit hoher Kapazität ein Weilchen dauern.
  • Persönliche, unternehmens- oder sicherheitsrelevante Daten sollten Sie immer verschlüsseln. Ein praktisches, kostenloses, deutsches Tool hierzu ist beispielsweise „Challenger“, das Dateien, Ordner oder ganze Laufwerke verschlüsselt. Praktisch: Challenger ist nun auch in einer portablen Version verfügbar.
  • Nutzen Sie die interne Möglichkeit vieler Anwendungen, Ihre Daten mit einem Passwort zu schützen. Dieser Schutz ist beispielsweise in Word einfach unter DATEI/SPEICHERN UNTER/TOOLS/ALLGEMEINE OPTIONEN/ einzurichten.
  • Ein portabler Anti-Virenschutz sollte sich auf dem USB-Stick befinden. Eine bewährte, kostenlose Lösung hierfür bietet Ihnen beispielsweise „ClamWin Portable“. 

Wenn Sie häufig sensible Daten auf einem USB-Stick transportieren, ist die Anschaffung eines Sticks mit integrierter Verschlüsselung eine Lösung. Solche Sticks wie beispielsweise der Kingston Data Traveler verschlüsseln Ihre Daten auf Hardwareebene mit einem 256-Bit-AES-Schlüssel. Zudem verfügt der Kingston Data Traveler  über einen hochwertigen Kennwortschutz. Besonders pfiffig: Wenn das vom Anwender definierte Kennwort zehnmal falsch eingegeben wurde, wird der Speicher formatiert. 

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