Hybrid-Festplatte - Flaschenhals im System entfernen

27. Juli 2008
Reiner Backer Von Reiner Backer, Windows, Hardware, Linux ...

Nicht CPU, RAM oder Grafikkarte bremsen Ihren PC aus. Der Engpass im System ist erfahrungsgemäß die Festplatte. 

Aktuelle Festplatten mit SATA-II-Schnittstelle erreichen zwar beim sequenziellen Lesen Übertragungsraten von bis zu 100 MByte/s. Dazu müssen allerdings die Daten alle hintereinander auf der Festplatte gespeichert sein, denn nur dann können sie schnell genug in den Track-Buffer eingelesen werden.

Normalerweise sind die Daten aber auf der Festplatte verteilt abgelegt. Dann müssen mehrere Zugriffe vorgenommen und unterschiedliche Tracks eingelesen werden. Die Festplatte verliert in diesen Fällen aufgrund der Positionierung der Schreib-/Lese-Köpfe erheblich Zeit und der Rest des Systems muss auf die Festplatte warten.  

Genau diesen Falschenhals soll der Flash-Speicher beseitigen. Er hat dabei gleich mehrere Funktionen: Er bietet Speicherplatz für Daten, die durch die SuperFetch-Funktion von Vista vorgehalten werden. So können Informationen, die in der frühen Phase des Startprozesses benötigt werden, vor dem Abschalten des Betriebssystems in den Flash-Speicher geschrieben werden. Zusätzlich werden die am häufigsten benutzen Programme in den Flash-Speicher geladen.

Beim Hochfahren des Systems können diese dann blitzschnell in den Arbeitsspeicher geladen oder direkt vom BIOS verarbeitet werden. Da die nötigen Daten direkt aus dem Flash-Speicher geliefert werden, kann der Prozessor sofort nach dem Einschalten des Systems arbeiten und Sie müsen nicht mehr warten, bis die Festplatte angelaufen ist.

So liest beispielsweise das Notebook mit einer Hybrid-Festplatte die Daten aus dem Flash-Speicher, um so die Zeit zu überbrücken, bis die Festplatte auf Touren kommt. Dies macht mobile Rechner schneller einsatzbereit.

Dank des Flash-Speichers kann das System auch ganz schnell aus dem Ruhezustand aktiviert werden. Das Anlaufen der Festplatte ist dazu nicht notwendig. Besonders Notebooks mit Windows Vista begeben sich beim Herunterfahren voreingestellt in den Standby-Modus, bei dem zunächst noch alle Daten im Arbeitsspeicher gehalten werden. Erst nach einer gewissen Zeit wechselt Vista dann in den sparsameren Ruhezustand, wobei der Inhalt des Arbeitsspeichers dann in den Flash-Speicher geschrieben wird.

Systeme mit einer Hybrid-Festplatte können daher doppelt so schnell booten bzw. aus dem Schlafzustand erwachen wie Systeme mit normalen Festplatten.

Weiterhin dient der Flash-Speicher als Schreibpuffer für die Festplatte: Die Daten werden zunächst auf dem schnelleren Flash-Speicher gesammelt. Erst wenn dieser der Puffer voll ist, werden sie dann auf die Festplatte übertragen.

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