RAM – 4 GByte-Barriere

21. Juni 2008
Reiner Backer Von Reiner Backer, Windows, Hardware, Linux ...

Umgehen Sie die Vier-GByte-Barriere

Als Besitzer eines 32-Bit-Vista-Systems mit zwei GByte Speicher haben Sie unter Umständen wenig davon, wenn Sie die Speichermenge einfach verdoppeln. Denn 32-Bit-Betriebssysteme können maximal 232 Speicherzellen adressieren. Das sind 4.294.967.296 verschiedene Adressen. Da Speicher bei x86-PCs immer byteweise adressiert wird, ergibt das eine maximale Speichermenge von 4.194.304 Kilobyte. Das sind 4.096 Megabyte oder vier GByte. 

Von den vier GByte belegt aber schon Windows einen gehörigen Teil: In den Bereich unter vier GByte werden das BIOS, die Speicherbereiche sämtlicher Karten, Bus-Brücken und einer Reihe weiterer Speicherbereiche eingeblendet. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Einbinden (engl.: mapping) oder im Fall des BIOS-ROMs vom Spiegeln (engl.: shadowing) des Speichers. Zusätzlich reserviert das Betriebssystem eine bestimmte Menge RAM.

Je nach Systemkonfiguration bleiben dann nach dem Aufrüsten auf vier GByte Speicher nur noch 2,5 bis 3,5 GByte für die tatsächliche Nutzung übrig. Bei einer geringeren Speicherausstattung, z. B. mit einem oder zwei GByte, fällt das nicht auf: Windows verlegt die entsprechenden Speicherbereiche einfach in „virtuelle“ Bereiche oberhalb der Zwei-GByte-Marke und für Sie bleiben die vollen zwei GByte erhalten. Bei vier GByte gibt es allerdings keinen Raum mehr (es kann ja nicht mehr adressiert werden) und der Adressraum geht verloren.

Besonders gravierend wirkt sich dieser Sachverhalt bei neueren Grafikkarten aus. Aktuelle Oberklasse-Modelle besitzen 768 MByte RAM, das über den Hauptspeicher abgebildet werden muss. Es ist dabei übrigens egal, ob es sich um eine AGP- oder PCI-Express-Karte handelt.

Aktuelle Motherboards können das Vier-GByte-Manko über eine Umadressierungsfunktion („Memory Remapping“) zumindest teilweise beheben: Die entsprechende Einstellung im BIOS-Setup heißt „Remap Memory over 4GB“ oder schlicht „Memory Remapping“ und sollte von Ihnen, falls verfügbar, auf „Enabled“ gesetzt werden. Sie bleibt bei Windows XP Home und Professional allerdings wirkungslos, nur die Server-Versionen profitieren davon.

Wirklich Abhilfe schafft erst die 64-Bit-Technolgie. Damit sind theoretisch bis zu 17.179.869.184 GByte (264 Bytes) adressierbar, aktuell werden aber deutlich weniger Adressbits benutzt. Da sowohl Intels Core 2 Duo als auch AMDs Athlon 64 in allen Ausführungen 64-Bit-fähig sind, können Sie schon heute umsteigen und in den Genuss des schier unendlich anmutenden Adressraumes kommen. Als Betriebssystem müssen Sie dann allerdings 64-Bit-Vista-System, die seltene 64-Bit-Edition von Windows XP oder eine aktuelle Linux-Distribution einsetzen.

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