RAM - Speicherlatenzzeiten

21. Juni 2008
Reiner Backer Von Reiner Backer, Windows, Hardware, Linux ...

Worauf Sie beim Aufrüsten achten sollten

Dieses System nutzt den „Dual-Channel“-Betrieb

In den meisten PCs stecken zwei baugleiche Speichermodule. Das ist sinnvoll, da moderne Rechner immer auf zwei Speicherkanäle gleichzeitig zugreifen (Zweikanal- oder „Dual-Channel“-Betrieb). Durch den nahezu parallelen Zugriff wird die Bandbreite deutlich erhöht, was je nach Anwendung zwischen ein und fünf Prozent mehr Leistung bringt.

Grundsätzlich arbeiten alle PCs auf Basis des Sockels AM2, 939 und 775 im „Dual-Channel“-Betrieb. Lediglich ältere PCs mit Sockel 754 und einige Sockel-478-Motherboards unterstützen diesen Modus nicht. Ob Ihr Speicher im Zweikanalbetrieb läuft, erkennen Sie entweder auf dem Startbildschirm beim Hochfahren des Rechners oder mit einem Tool wie CPU-Z.

CPU-Z – Freeware für Windows Vista, XP, 2000 – Sprache: Deutsch.

Wenn Sie also Speicher aufrüsten wollen, sollten Sie grundsätzlich zwei Module nachkaufen und diese auf die beiden Kanäle verteilen. Ein Beispiel: In Ihrem PC stecken zwei 512-MByte-Module und Sie wollen Ihrem PC ein weiteres GByte RAM spendieren. Wenn Sie in diesem Fall ein einzelnes GByte-Modul nachkaufen, kann der PC nicht mehr im Zweikanal-Betrieb arbeiten und läuft somit langsamer, als er könnte. Mit zwei weiteren, möglichst ähnlichen 512-MByte-Modulen bleibt der „Dual-Channel“-Betrieb dagegen aktiv.

Achten Sie darauf, dass die neuen Module zu den alten passen. Einige Platinen haben zwar verschiedene Steckplätze für DDR1- und DDR2-Speicher, der gleichzeitige Einsatz beider Speichertypen ist jedoch nicht möglich.

Die Module müssen nicht von einem Hersteller stammen. Solange die wesentlichen Eckdaten identisch sind, haben Sie in der Regel keine Probleme zu erwarten. Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

Parameter

Beschreibung

Gängiger Wert für DDR400-Module

Gängiger Wert für DDR2-800-Module

CAS-Latenz

Zeit in Taktzyklen, welche maßgeblichen Anteil an der Zugriffsgeschwindigkeit hat.

3

4

RAS to CAS delay

Zeitspanne zwischen Spalten- und Zeilenadressierung, geringer Anteil an der Zugriffsgeschwindigkeit.

3

4

RAS Precharge Time

Spalten-Vorladedauer, ebenfalls geringer Anteil an der Zugriffsgeschwindigkeit.

3

4

Cycle Time / tRAS

Dauer, in der eine Speicherzeile offen bleibt und erneut gelesen werden kann.

8

12

Die vier wichtigsten Speicherlatenzzeiten können im BIOS-Setup der meisten Motherboards manuell angepasst werden

Die Werte für die in der Tabelle beschriebenen Parameter („Speicherlatenzzeiten“) sollten bei allen Modulen im PC identisch sein. Die Leistung richtet sich immer nach dem langsamsten Modul. Dabei gilt: Je niedriger die Zahl, desto schneller der Zugriff. Händler kennzeichnen Speichermodule meist mit einem Kürzel wie „4-5-5-12“. Die einzelnen Werte stehen dabei normalerweise in dieser Reihenfolge: CAS, RAS to CAS-delay, RAS Precharge time, tRAS.

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