RAM versus SSD – mit dieser Aufrüstung holen Sie das Maximum raus

04. März 2020
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, Komponenten, News & Trends, Windows Tuning & System, Linux Tuning & System, Android, Multimedia ...

Der PC braucht ewig zum Booten und wirkt bei der Arbeit langsam. Zeit für ein Hardware-Upgrade! Doch wenn der Etat nur eine Arbeitsspeicher-Aufrüstung oder einen neuen SSD-Massenspeicher hergibt, dann ist der Showdown programmiert: RAM oder SSD? Hier sind die Antworten.

Mangelt es dem PC an Leistung, gibt es eine Reihe von Stellschrauben, an denen gedreht werden kann. Nur was bringt es wirklich, wenn Arbeitsspeicher oder Massenspeicher aufgerüstet oder ausgetauscht werden? Bei der Aufrüstung der Grafikkarte ist die Sache klar, das ist was für Gamer und für Office-Anwender nahezu nutzlos. Aber wie stellt sich der zu erwartende Leistungsgewinn bei RAM versus SSD dar? 

Vorteile RAM-Aufrüstung

  • Die Erweiterung des Arbeitsspeichers (RAM) ist eine ausgesprochen einfache Angelegenheit. Am besten das Mainboard-Handbüchlein mit zum Händler nehmen und die passenden Speichermodule erwerben. Mit mindestens 8 GB, besser noch 16 GB RAM, fühlt sich Windows 10 (64 Bit) so richtig wohl und liefert maximale Leistung ab. Einfach die Speichermodule auf dem Mainboard in die Steckplätze stecken – fertig. Es gibt nichts zu konfigurieren, BIOS und Windows erkennen den Speicher automatisch.
  • Generell gilt: Eine RAM-Aufrüstung kommt praktisch jeder Betriebssituation zugute. Während ein schnellerer Massenspeicher Vorteile bei Schreib- und Lesezugriffen bietet, ist viel RAM für Windows und große Anwendungen eine generelle Wohlfühl-Oase.
  • Weiterer Vorteil: Windows benötigt bei angemessener RAM-Ausstattung kaum noch die Auslagerungsdatei (Ein- und Auslagern von Speicherabschnitten), die auf dem Massenspeicher bei zu wenig RAM Arbeitsspeicher-Ersatz auf dem Massenspeicher zur Verfügung stellt.
  • Wer richtig viele Daten auf dem PC vorhält und auch absehbar eine Festplatte mit 4 Terabyte füllen kann, der ist mit einer SSD schlecht bedient, denn SSDs mit hohen Kapazitäten haben auch hohe Preise. Eine RAM-Aufrüstung ist in dem Fall also wirtschaftlicher. 

Vorteile SSD-Aufrüstung

  • Der Austausch der klassischen HDD gegen eine SSD (Solid State Drive) ist zunächst einmal umständlicher. Denn die Boot-Partition muss auf die SSD kopiert bzw. geklont werden. Insgesamt ist der Einbau bzw. die Hinzurüstung eines Laufwerks aufwändiger als eine RAM-Installation. Ist dies aber erledigt, bietet die SSD Ihnen im Vergleich zur RAM-Aufrüstung folgende Vorteile:
  • Das langsame Booten des Systems nervt viele Anwender, und daran kann eine RAM-Aufrüstung nichts ändern. Anders ist dies bei einer SSD als Boot-Laufwerk, der Systemstart und auch das Herunterfahren werden um ein Vielfaches schneller.
  • Windows ist ein Betriebssystem, das extrem oft lesend und schreibend auf den Massenspeicher mit der Systempartition zugreift. Schließlich steht es in der Tradition von DOS, was für Disc Operation System steht. Klarer Zusammenhang: Ist der Zugriff auf den Massenspeicher schnell, ist Windows schnell, beispielsweise was das dauernde Laden von Laufzeitbibliotheken (DLLs) angeht. 

Fazit: In den meisten Fällen bietet die SSD-Aufrüstung deutlich spürbar mehr Leistungszuwachs als eine RAM-Aufrüstung. Nur, wer extrem wenig RAM (weniger als 4 GB) hat oder auf eine HDD-Festplatte mit 2 Terabyte-Kapazität oder mehr angewiesen ist, der sollte zur RAM-Aufrüstung greifen.

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