So finden Sie den perfekten Prozessor für Ihr CPU-Tuning

18. März 2020
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, Komponenten, News & Trends, Windows Tuning & System, Linux Tuning & System, Android, Multimedia ...

Ihr lahmer PC nervt Sie? Zu den wirksamsten Hardware-Tuning-Maßnahmen gehört der Austausch der CPU gegen ein schnelleres Modell. Für die Auswahl der richtigen CPU sollten Sie die folgenden Punkte kennen, bevor Sie einen teuren CPU-Kauf erwägen.

Unter den Möglichkeiten des Hardware-Tunings ist der Tausch der CPU (Central Processing Unit, zentrale Prozessoreinheit) gegen ein schnelleres Modell eine der wirksamsten Methoden. Diese Maßnahme ist insbesondere immer dann ideal, wenn es an arithmetischer Leistung (Rechenleistung) fehlt. Zudem ist dieses Tuning prinzipiell einfach, denn es gibt nichts zu konfigurieren, PC-BIOS und Windows erkennen die neue CPU automatisch.

Doch bis es soweit ist, dass Sie sich über spürbar gesteigerte Rechenpower freuen können, muss die richtige CPU ausgewählt werden, und das ist eine kleine „Wissenschaft für sich“. Die folgenden Punkte sind dabei unbedingt zu beachten:

  • CPU-Hersteller: Es gibt zwei große Hersteller von CPUs für PCs: Intel und AMD. Grundregel: In einem PC-System, das mit einer Intel-CPU ausgestattet ist, kann auch nur eine andere Intel-CPU installiert werden, bei AMD ist es genauso.
  • CPU-Sockel: Welche CPU Sie auswählen können, wird zunächst einmal unveränderbar durch den CPU-Sockel (CPU socket, Steckplatz) auf der Hauptplatine festgelegt. Prüfen Sie daher im Handbuch zum Mainboard die genaue Bezeichnung des CPU-Sockels. Typische Sockel bei Intel haben Bezeichnungen wie „Sockel 1120“ oder „Sockel 1151“, bei AMD treffen Sie auf AM3/AM3+ und aktuell auf AM4.
  • Mainboard: Wenn der Sockel gecheckt ist, richtet sich der Blick auf die Hauptplatine, denn deren eingebautes Betriebsprogramm (BIOS) unterstützt nur bestimmte CPUs (die auf den betreffenden Sockel passen). Während das bei Mainboards für AMD-CPUs relativ einfach ist, da die Sockel eine große Zahl pinkompatibler CPUs unterstützen, ist diese Auswahl bei Intel recht eingeschränkt. Am besten kontrollieren Sie auf der Webseite des Mainboard-Herstellers (bzw. PC-Herstellers), welche CPUs nach Herstellerangaben unterstützt werden. Prüfen Sie auf der Webseite auch, ob für das Mainboard möglicherweise ein BIOS-Update angeboten wird, das die Unterstützung für neuere CPUs hinzufügt.
  • TDP: Damit haben Sie es fast geschafft, es gibt nur noch einen Punkt, der eine Rolle spielt: Der TDP (Thermal Design Power). Dabei handelt es sich um die maximal abgegebene Wärmeleistung einer CPU. Und davon hängt es ab, ob die vorhandene Kühler/Lüfter-Kombination ausreicht, um die Abwärme wegzuschaffen und der CPU eine behagliche Betriebstemperatur sicherzustellen. Typischerweise haben viele CPUs heute eine TDP von rund 60 Watt, CPU-Modelle mit hoher Taktung bringen es aber teils auch auf 100 Watt und mehr. Wenn also beim CPU-Kauf nicht schon ein Kühler/Lüfter mitgeliefert wird (boxed CPU, Retail Box), prüfen Sie, ob das vorhandene „Kühlaggregat“ Ihren neuen Leistungsanforderungen noch gerecht wird.

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