Spionage per Drucker - geheime Markierungen auf Ihren Ausdrucken?

15. Juni 2011
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Mit Phishing, Trojanern oder per Keylogger werden sensible Daten ausspioniert. Jedem fortgeschrittenen PC-Anwender sind diese Bedrohungen per Malware-Software bekannt. Wenig bekannt ist, dass aber sogar per Hardware spioniert wird, sogar per Hardware, die Sie sich möglicherweise ganz freiwillig in Ihr Büro gestellt haben.

Die Rede ist hierbei von der Spionage per Farb-Laserdrucker. Insidern seit längerem bekannt und inzwischen durch die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) veröffentlicht, ist eine spezielle Eigenschaft vieler Farb-Laserdrucker, auf den Ausdrucken zusätzliche, geheime Codes zu drucken.

Diese mit dem bloßen Auge kaum sichtbaren Laserdruckermarkierungen, bislang in Form von winzigen, gelben Punkten ausgeführt, codieren in den Ausdruck nicht nur Datum und Uhrzeit des Drucks, sondern auch die Seriennummer des Gerätes hinein. Als Argument für diese besondere Funktion, die in keiner Gerätedokumentation zu finden ist, wird die Unterbindung des Drucks von Falschgeld angeführt. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit, denn dann müssten ja auch hochwertige Farb-Tintenstrahldrucker oder Drucker mit Festtinten über dieses spezielle Feature verfügen. Tun sie aber nicht, weil diese Druckertypen auch gar nicht dazu geeignet sind, höhere Druckauflagen zu produzieren.

Es entspricht eher der Wahrheit, dass der amerikanische Secret Service mit dem Wunsch nach dieser Funktion an die Hersteller von Farb-Laserdruckern herangetreten ist. Denn mit den codierten Informationen kann der Weg eines Dokuments vom Hersteller über den Händler bis zum Kunden rückverfolgt werden. Nun mag man in Zeiten des internationalen Terrorismus für viele Maßnahmen Verständnis aufbringen. Das Rückverfolgen von Dokumenten zu Organisationen und Privatpersonen kann jedoch unkontrolliert missbraucht werden, zumal für uns Kunden nicht transparent ist, wer da welche Informationen über uns sammelt.

Zwar hat bislang nur Xerox die Verschlüsselung auf den Dokumenten bestätigt. Wie Sie dieser Liste der EFF entnehmen können, sind die meisten Farb-Laserdrucker heute nicht mehr verschlüsselungsfrei. Die Preise für Farb-Laserdrucker sind in den letzten Jahren drastisch gefallen, so dass diese Geräte immer mehr auch im privaten PC-Umfeld eingesetzt werden. Bevor Sie die Anschaffung eines bestimmten Farb-Laserdruckers erwägen, kann die Liste der EFF Sie vielleicht vor Paranoia beim Drucken schützen.

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