Tethering - der Lackmustest für Mobilfunk-Provider

07. Juni 2011
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Wenn Sie ein neueres Handy, Smartphone oder Tablet-PC Ihr Eigen nennen, sind Sie in der Dokumentation zu dem Gerät möglicherweise schon einmal über "Tethering" gestolpert. Die relativ neue Geräteeigenschaft Tethering (dt. = anbinden) bezeichnet des Anbinden eines Rechners ohne eigene Internet-Verbindung an ein Kommunikationsgerät, das die Internet-Verbindung zur Verfügung stellt.

Mittels Tethering kann also zum Beispiel ein Notebook ohne eigene Internet-Fähigkeit über ein verbundenes Smartphone dessen Internet-Verbindung nutzen.

Dabei übernimmt dann das Empfangsgerät (meist ein Mobiltelefon/Smartphone) die Funktion eines Modems, was bei Geräten mit Windows-Betriebssystem als "Internetfreigabe" bezeichnet wird. Tethering ist also eine praktische Sache, zumal die Verbindung zwischen dem "Smartphone-Modem" und dem angebundenen PC ganz flexibel per USB-Kabel oder kabellos per Bluetooth-Kurzstreckenfunk hergestellt werden kann. Moderne Mobiltelefone mit Android-Betriebssystem sind sogar in der Lage, einen vollwertigen WLAN-Hotspot zu etablieren, an den sich gleich mehrere Rechner "dranhängen" hönnen.

Grundsätzlich ist Tethering mit jedem GSM- oder UMTS-Tarif eines Mobilfunkanbieters möglich. So sinnvoll und praktisch diese Anwendung auch ist, in der (Hardware-) Praxis hat das Ganze einen großen Haken. Denn die Nutzung eines Mobiltelefons als Internet-Verbindung für einen anderen Computer ins Internet wird von vielen Netzbetreibern per Mobilfunkvertrag ausgeschlossen und ist daher in vielen Netzen nicht nutzbar. Hintergrund: Die Netzbetreiber wollen verhindern, dass über Tethering-Anbindungen z. B. Sprachdienste (VoIP = Voice over IP) benutzt werden, die sehr wenig kosten oder sogar kostenlos sind. Das bekannte Skype ist hierfür ein gutes Beispiel. Zudem kann man ja besser mehrere Verträge verkaufen, als ein Gerät für eine mögliche Nutzung mit mehreren Endgeräten zuzulassen. Weiterhin könnten solche Datendienste erhebliche Belastungen der verfügbaren Netzbandbreite bedeuten, und in Zeiten der rasant steigenden Netzbelastungen haben manche Anbieter damit schon Probleme genug.

Wenn Sie also Angebote von Pre-Paid-Karten oder gar von Mobilfunkverträgen vergleichen, sollten Sie ein Augenmerk darauf haben, wie in den Verträgen mit Tethering und VoIP-Diensten verfahren wird - sozusagen Ihr "Lackmustest für Mobilfunk-Provider".

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