Vorsicht Falle(n) – Notebook versus Ultrabook

27. Februar 2013
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Wer sich derzeit einen neuen mobilen PC anschaffen möchte, sieht sich oft in einem Entscheidungs-Dilemma: Einerseits wäre ein Ultrabook eine tolle Anschaffung, andererseits ist für viele Anwendungen ein Notebook offenbar die richtige Maschine. Was ist für wen die richtige Entscheidung?

Von mobilen Computern werden heute Wunderdinge erwartet, die Werbung tut ihr Übriges, um diesen Eindruck zu verfestigen. Extrem lange mobile Laufzeit, Sofortstart nach Einschalten, Wiedergabe sämtlicher Medien, Verfügbarkeit aller Schnittstellen für das mobile Dasein, hohe Rechen- und Grafikleistung und natürlich Speicherkapazität bis zum Abwinken. Intel hat mit der eigenentwickelten Spezifikation für „Ultrabooks“ den mobilen Computern Mitte 2011 eine weitere Leistungsklasse hinzugefügt. Für viele Kaufinteressenten ist allerdings gar nicht so einfach zu beantworten, ob nun ein Ultrabook oder ein Notebook die bessere Lösung ist. Die folgenden Eckdaten unterscheiden Notebooks und Ultrabooks deutlich und machen so eine eindeutige Kaufentscheidung einfacher:

[x] Handling: Ultrabooks sind extrem flache und leichte tragbare Rechner. Sie sind in allen Eigenschaften auf den mobilen Einsatz hin optimiert. Ultrabooks wirken daher elegant und mit einem Gewicht von bis zu maximal 1,4 kg sind sie wirklich tragbar. Intel gibt als mobile Einsatzzeit ein Minimum von 5 Stunden vor.

[x] Laufwerke: Während Notebooks mit klassischen HDDs und den modernen SSDs ausgestattet sein können, finden Sie in Ultrabooks nur SSDs. Das ist ideal für Geschwindigkeit und Schnellstart-Fähigkeit, wer aber größere Datenmengen als rund 500 GB an die Hand nehmen möchte, muss doch zu einem Notebook greifen. Zudem sind Ultrabooks in aller Regel nicht mit einem optischen Laufwerk ausgestattet. Mal eben eine DVD oder gar Blu-ray schauen oder ein Programm von einer CD installieren, geht bei einem Ultrabook nicht.

[x] Schnittstellen: Für eine üppige Ausstattung mit Schnittstellen ist bei einem Ultrabook nicht wirklich Platz. Ein Ultrabook nutzt die Netzwerkanbindung per WLAN, aber nicht in jedem Fall ist ein nativer LAN-Port vorhanden. Alternativ kann ein Ultrabook über einen USB-Adapter ans Kabelnetzwerk angeschlossen werden. Auch für „Videofans“, die gerne HDMI und VGA einsetzen, schränken Ultrabooks die Anwendung ein. Oft sind nur die Mini-Varianten der Schnittstellen vorzufinden.

[x] Anschaffungskosten: Die Preisspanne von Notebooks beginnt bei rund 400 Euro, bei Ultrabooks sind es mindestens 800 Euro. Der Grund hierfür liegt in der Intel-Prozessorplattform, der SSD-Ausstattung und der Windows-8-Lizenz.

Fazit: Wer sich mit der Anschaffung eines mobilen Windows-Rechners beschäftigt, hat mit den Ultrabooks eine Alternative zu den klassischen Notebooks. Die gewünschten Ausstattungsdetails müssen allerdings sehr genau verglichen werden, um einen teuren Fehlkauf zu vermeiden.

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