Werkstatt-Tipp: Diese Tipps zum Löten können teure Werkstattbesuche einsparen

11. Juli 2011
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Die PC-Technik ist zwar zeitgeschichtlich betrachtet nagelneu, die Möglichkeiten des Lötens nutzten allerdings schon um etwa 2.000 v. Chr. ägyptische Handwerker beim Herstellen von Schmuck. Dabei wurden Gold und Silber mit Kupferlot verlötet. Auch Bronzeteile lassen sich mit Lötzinn bei etwa 250°C verlöten. Im PC- und Elektrobereich spielt nur das Weichlöten eine Rolle, bei dem im Gegensatz zum Hartlöten nur Arbeitstemperaturen bis maximal 450°C verwendet werden.

Das Löten am und im PC ist zwar eher für PC-Tuner und Hardware-Freaks interessant, um Kabel, Schalter und Stecker zu verlöten oder spezielle Lötbrücken auf Platinen zu schließen. Aber durch gezielten Einsatz des Lötkolbens können Sie auch ganz konkret Geld sparen. Wenn Sie beispielsweise einen abgerissenen Kondensator oder ein Kabel wieder anlöten, sparen Sie die Werkstattkosten und haben die Anschaffungskosten einer kleinen Lötstation schnell wieder „drin“.

Manchmal kann mit einer solchen kleinen Reparatur sogar ein teures Mainboard gerettet werden, da nur noch die wenigsten PC-Werkstätten überhaupt löten. Der Grund dafür liegt im Rechtssystem verankert: Wenn gelötet wird, muss der Betrieb von einem Meister geleitet werden. Denn auch für das Löten gilt: Übung macht den Meister. Beachten Sie diese vier wichtigen Punkte:

  1. Große Kontaktfläche ermöglicht schnellen Lötvorgang: Versuchen Sie, eine angemessen große Berührungsfläche einzusetzen und berühren Sie die Lötstelle nicht nur mit einer Ecke der Lötspitze, denn ansonsten dann wird zu wenig Wärme übertragen und der Vorgang dauert zu lange. Bringen Sie dann zügig etwas Lötzinn als Wärmeleiter zwischen Lötspitze und Bauteil auf.
  2. Kein Lötzinn schieben oder schaufeln: Der Anfänger kommt schnell in Versuchung, das Lötzinn mit dem Lötkolben bewegen zu wollen. Das ist jedoch nicht der Sinn der Sache. Wenn Lötstelle und Lötzinn korrekt erhitzt sind, fließt durch das Flussmittel das Lötzinn von alleine um den Bauteileanschluss.
  3. Lötkolben und Lötzinn gleichzeitig einsetzen: Es ist optimal, wenn Sie die Lötstelle zuerst mit dem Lötkolben berühren, um sie zu erhitzen, und dann das Lötzinn zuführen. Vermeiden Sie, das Lötzinn erst zu schmelzen, um es danach zur Lötstelle zu bringen. Denn dann ist das Flussmittel schon verdampft, das Lötzinn liegt frei und bildet möglicherweise eine störende Oxidschicht.
  4. Löten in einem Arbeitsgang durchführen: Zu Anfang ist man oft unsicher, ob nicht zu viel Wärme zugeführt wird. In der Praxis halten die Bauteile jedoch meist erheblich mehr Wärme aus, als Sie vermuten. Es ist von Nachteil, den Lötkolben zu schnell wegzuziehen, um dann mehrmals nachzulöten. So entsteht möglicherweise eine graue, ungleichmäßige Lötstelle mit schlechten elektrischen Eigenschaften. Ideal ist es, die Lötstelle schnell und kräftig aufzuheizen und den Lötvorgang in einem Zug endgültig zu beenden.

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