Windows 8 und der Desktop-PC – stoßen zwei Welten aufeinander?

31. Oktober 2012
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Windows 8 ändert die Bedienung eines PCs radikal. Das jedoch wird von klassischen Desktop-PCs her nicht unterstützt, denn ihnen fehlt der Touchscreen.

In diesen Tagen kommt kaum jemand am Thema „Windows 8“ vorbei. Windows 8 auf tollen neuen Notebooks, Ultrabooks, Convertibles, auf Tablet-PCs und natürlich auf der Microsoft-eigenen Entwicklung „Surface“, die es mit Windows 8 Pro und auch mit Windows 8 RT. Und nicht zu vergessen: Mit Windows Phone 8 versucht Microsoft sogar in Zusammenarbeit mit Nokia, die Bastionen von Apple iOS und Android anzugreifen.

Mir fällt auf: Recht wenig ist zu Windows 8 zu lesen auf dem technischen Biotop, auf dem Windows die absolute Vorherrschaft am Markt hat: der „gute alte“ Desktop PC. Zunächst einmal scheint Windows 8 ja auch tatsächlich problemlos auch auf dem Gros der vorhandenen Desktops zu laufen, wenn man sich die notwendigen Hardware-Voraussetzungen anschaut: Als praxistaugliche Betriebsplattform für Windows 8 sollte es ein Rechner mit mindestens einer Dual-Core-CPU mit ca. 2,5-GHz-Taktung und einem Arbeitsspeicher-Ausbau von 4 GB sein. Wie immer: Mehr ist besser.

Wer allerdings auf einem herkömmlichen Desktop-System Windows 8 betreiben möchte, der ist in den meisten Fällen schon kurz nach der Installation „verwirrt“, um es mal freundlich auszudrücken. Dass es standardmäßig kein Start-Menü gibt und die Oberfläche nun ein Kachelkabinett präsentiert, macht eine längere Einarbeitung nötig. Noch mehr Verwirrung stiftet das Handling von „klassischen“ Windows-Anwendungen und den Apps, die nun Einzug ins System halten – ob man will oder nicht. Sehr schnell bemerkt auch der willigste Windows-8-Anwender: Dieses Betriebssystem ist nicht mehr das Windows, das den Desktop-Rechner dominiert hat. Keine Frage: Dieses Windows arbeitet am besten auf einem Rechner mit berührungsempfindlichen Bildschirm, was man neudeutsch als „Touchscreen“ bezeichnet. Ein Aufrüsten eines Windows-7-Rechners zu einem Windows-8-System ist daher nur dann sinnvoll, wenn tatsächlich auch ein Touchscreen am Desktop-Rechner verwendet wird und der Anwender bereit ist, sich auf eine völlig neue Art der PC-Bedienung einzulassen. Ist das nicht der Fall, kann von einer Windows-8-Nachrüstung auf einem vorhandenen Desktop-PC nur abgeraten werden.

Die derzeit vielen neuen Windows-7-Desktop-Rechnern noch beiliegenden Upgrade-Gutscheine sind unter dem Aspekt auch eher kritisch zu sehen, denn dieses Upgrade will gut überlegt sein, selbst wenn es „nur 14,99 Euro“ kostet. Immerhin: Die Windows-8-Bedienung ist weiterhin auch mit Computermaus und Tastatur möglich. Wirklich zufrieden stellende Bedienerlebnisse stellen sich dabei allerdings nicht ein. Das erreichen Sie erst, wenn Sie Windows 8 mit einem Touch-Bildschirm betreiben, der wie ein gewohntes Display an einem Desktop-PC angeschlossen werden kann. Dann schieben Sie Kartenmaterial über den Bildschirm, zoomen Ausschnitte, verschieben Desktop-Kacheln und können selbstverständlich wie bei jedem Touch-Gerät die Bildschirmtastatur nutzen – auch wenn das speziell beim Vorhandensein einer echten Tastatur nicht wirklich die ergonomische Alternative ist.

Es steht zu erwarten, dass die Hardware-Hersteller diesen Umständen jetzt massiv nachgeben und es eine Vielzahl neuer Monitore mit Touch-Unterstützung geben wird. Erste Modelle von Dell, Samsung, Acer und Iiyama sind bereits erhältlich, wie zum Beispiel der Iiyama ProLite T2250MTS 55,9cm (22 Zoll) Multi Touchscreen Monitor. Aber bis es soweit ist, dass sich die PC-Maus am Desktop-PC langweilt, wird es ganz sicher trotzdem noch eine ganze Weile dauern. 

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