Die 8 größten Sicherheitsrisiken für 2012

29. Dezember 2011
Reiner Backer Von Reiner Backer, Windows, Hardware, Linux ...

Ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende zu: Cyber-Spionage bedroht zunehmend die politische und wirtschaftliche Sicherheit, die permanente Verfügbarkeit von Daten und die wachsende Anzahl von mobilen Geräten öffnen Hackern neue Möglichkeiten für kriminelle Machenschaften und die Masse an neuen digitalen Bedrohungen nimmt kontinuierlich zu.

Die Experten in den Panda Security Sicherheitslaboren haben einen Blick in die Zukunft gewagt und eine Prognose bezüglich der größten Sicherheitsrisiken 2012 in der IT-Welt abgegeben.

Die PandaLabs Security Trends 2012 im Überblick

  1. Cyber-Spionage werden Verletzungen des Datenschutzes sowie Datendiebstahl zu den größten Bedrohungen im Jahr 2012 gehören. 2011 war das bis dato schlimmste Jahr in Bezug auf Sabotage und Spionage militärischer, industrieller und ziviler Ziele durch Hackerangriffe. Waren noch vor wenigen Jahren nahezu alle Angriffe aus dem Internet kriminellen Ursprungs, häufen sich jetzt Attacken mit politisch-strategischem Hintergrund. Ob Neuseeland oder Kanada, Japan oder das Europäischen Parlament – es gab unzählige Angriffe mit dem Ziel unter Verschluss gehaltene Informationen zu beschaffen.
  2. Angriffe auf mobile Geräte nehmen immer weiter zu und das wird auch 2012 der Fall sein, jedoch ist noch nicht mit einer massiven Angriffswelle zu rechnen. Android rückt immer weiter in den Fokus der Internet-Betrüger und neue Zahlungsmethoden über Smartphones, wie NFC, schaffen neue Betrugsmöglichkeiten.
  3. Das nächste große Ziel für Online-Kriminelle sind neben Smartphone auch Tablets. Nicht nur, dass dort immer mehr wichtige Daten und Dokumente gespeichert werden, sie bieten auch Zugang zu Firmennetzwerken, wenn sie in Unternehmen genutzt werden. Immer häufiger werden sie in die IT-Infrastruktur integriert und für geschäftskritische Anwendungen eingesetzt, was sehr praktisch ist, aber bei der Vielfalt an Geräten und Betriebssystemen ein enormes Sicherheitsrisiko darstellt.
  4. Die Angreifbarkeit von Mac-Systemen wurde von den Benutzern selber lange Zeit unterschätzt. Auch wenn ihre Sicherheit aufgrund der niedrigeren Verbreitung von Hackern nicht so oft auf die Probe gestellt wird wie die Verwundbarkeit von PCs, steigt mit den Mac-Nutzern auch das Interesse der Cyber-Kriminellen an diesem Betriebssystem.
  5. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der neuen Schadprogramme exponentiell angestiegen und es gibt auch keinen Grund zur Annahme, dass sich das im kommenden Jahr ändern könnte.
  6. Gefahren für kleine und mittelständische Unternehmen: Es gibt einen einfachen Grund, weshalb Cyber-Kriminelle Kunden von Online-Banking-Diensten und nicht die Geldinstitute direkt angreifen. Banken sind gewöhnlich sehr gut geschützt und daher ist es sehr schwierig einen Beutezug übers Internet erfolgreich durchzuführen. Viel einfacher ist es hingegen ihre Kunden zu attackieren und deren Identitäten zu übernehmen. Ähnlich verhält es sich mit kleinen und mittelständischen Unternehmen. Sie verfügen im Gegensatz zu großen Firmen oftmals nicht über die nötigen personellen und finanziellen Ressourcen, um einen reibungslosen Betrieb der benötigten IT-Infrastruktur zu gewährleisten und ihre Netzwerke zuverlässig gegen Eindringlinge abzuschirmen.
  7. Datenschutz in sozialen Netzwerken ist ein weiteres Thema, das im kommenden Jahr die IT-Security beschäftigen wird. Soziale Netze geben fälschlicherweise ein trügerisches Gefühl der Sicherheit und verleiten zu Angaben, die besser nicht veröffentlicht werden sollten. Mitglieder kommunizieren hier mit Freunden, Geschäftspartnern und Familien und geben viel aus ihrem Privatleben preis. Dieses falsche Gefühl der Sicherheit wird von Online-Kriminellen ausgenutzt, um User auszutricksen und an ihre Daten zu gelangen.
  8. Die neue Version von Microsofts populärem Betriebssystem wird voraussichtlich im November 2012 auf den Markt kommen und sich zu einem neuen Angriffsziel entwickeln.

Quelle: Panda Security

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