So werden Ihre Passwörter wirklich sicher

08. Januar 2019
Achim Wagenknecht Von Achim Wagenknecht, Freeware & Open Source, News & Trends, Linux, OpenOffice, Picasa, GIMP, Multimedia ...

Passwörter sind eine Pest. Und viele Regeln, die Sie zum Thema Passwortsicherheit gelernt haben, sind leider völlig für die Katz. Der Erfinder dieser Regeln bereut inzwischen selbst, dass er sie aufgestellt hat.

Windows+Linux / Deutsch / Open Source. Passwörter sollen 12 Zeichen lang sein, Sonderzeichen enthalten, man soll sie nirgends aufschreiben und alle 90 Tage wechseln. So steht es geschrieben, seit Bill Burr diese Regeln für die amerikanische Normungsbehörde NIST 2003 formulierte. Das bereut er inzwischen, wie er dem Wall Street Journal sagte.

Als seine Kollegen zuletzt die Regeln überprüften, stellten sie fest, dass es nur ein Kriterium gibt, das Passwörter wirklich sicher macht: Länge. Ein gutes Passwort muss einfach nur lang sein. Am besten setzen Sie es aus vier Wörtern zusammen, zum Beispiel "Dachziegel Schneewittchen aber Zinssatz". Damit Sie sich Ihr Passwort gut merken können, lassen Sie vor Ihrem inneren Auge ein Bild mit diesen vier Wörtern entstehen. (Nicht DIESE vier Wörter! Sie müssen sich eigene ausdenken!)

Und zur Sicherheit schreiben Sie sich das Passwort auf. Denn das ist noch so eine Regel, die Sie getrost vergessen können: Dass man Passwörter nicht aufschreiben soll. Das ist kompletter Humbug! Wenn Sie Ihr Passwort vergessen, kommen Sie schlimmstenfalls überhaupt nicht mehr an Ihre Daten. OK, bei Online-Diensten kann man in der Regel das Passwort zurücksetzen lassen. (Das funktioniert dann übrigens per E-Mail. Daher sollten Sie Ihr E-Mail-Konto besonders gut schützen!)

Aber bei Verschlüsselungsverfahren, die Sie auf Ihrem eigenen Gerät anwenden, gibt es niemanden, der Ihnen ein neues Passwort geben könnte. In diesen Fällen sind Sie ganz auf sich gestellt. Wenn Sie Ihre Festplatte oder einzelne Dateien verschlüsselt haben, gilt: Sie kommen nie mehr an die Daten, wenn Sie das Passwort vergessen haben. Zudem sind die Verschlüsselungsverfahren inzwischen so gut, dass selbst Computer mindestens hundert Jahre brauchen, um so ein Passwort zu knacken. Sie sehen: Es ist durchaus sinnvoll, Passwörter zu notieren. Allerdings sollte man den Zettel mit den Passwörtern dann auch hüten wie den eigenen Augapfel. Nicht rumliegen lassen!

Und da man für jeden Dienst und jedes Programm wieder ein eigenes Passwort benutzen soll, folgt als nächste Empfehlung: Nehmen Sie einen Passwortmanager. Zum Beispiel KeePass.

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