Telekom-Hacker sagt aus: Wollte meine Hochzeitskasse aufbessern

27. Juli 2017

der vermeintliche Hacker hinter dem Angriff auf Telekom-Router Ende vergangenen Jahres hat gestanden. Die Geschichte des Briten klingt allerdings äußerst bizarr und macht deutlich, dass nicht einmal ein Profi notwendig war, um 1,25 Millionen DSL-Router der Telekom in Deutschland lahmzulegen.

Im November 2016 erfolgte der bis dahin größte Hackerangriff auf Router aller Zeiten. 1,25 Millionen Telekom-Kunden kamen nicht mehr ins Internet, ihr Router schaltete sich einfach ab und ging nicht wieder an. Die Telekom beziffert den daraus entstandenen Schaden heute auf mehr als 2 Millionen Euro und brauchte einige Tage, um ein Firmware-Update auszuliefern, das die Router wieder zum Laufen brachte.

Hinter dem Ausfall, das wurde schnell klar, steckte ein Hackerangriff. Der Täter wollte Schwachstellen der Speedport-Router nutzen, um die Geräte einem bestehenden Botnetz hinzuzufügen. Vermutet wurde ein Angriff von Spezialisten gefürchteter Hackergruppierungen aus Russland oder Nordkorea.

Mittlerweile steht jedoch fest: es war ein Hacker-Laie, der diesen gewaltigen Schaden anrichtete. Der Täter steht in diesen Tagen in Köln vor Gericht, im Februar war er gefasst worden. Der 29 Jahre alte Brite brachte sich das notwendige IT-Wissen eigenen Angaben zufolge autodidaktisch bei, er hat und nie studiert oder eine fachspezifische Ausbildung absolviert.

Der Täter gesteht die Tat und berichtet von einer äußerst skurrilen Story
So habe er im Auftrag eines Telekommunikationsunternehmens in Liberia (eines der ärmsten Länder weltweit) gehandelt. Der Konzern habe das Botnetzwerk aus verbundenen Computern und Elektronikgeräten einsetzen wollen, um die Konkurrenten auf dem Heimatmarkt anzugreifen und zu schwächen.

Ganze 10.000 US-Dollar (ca. 9.000 Euro) zahlten die Liberianer dem Täter. Der wollte mit dem Geld seine Hochzeitskasse aufbessern…

Der Fall ist ein mahnender Fingerzeig dafür, wie kinderleicht es ist, Router zu hacken oder zumindest außer Gefecht zu setzen. Diese sind weiterhin der größte Unsicherheitsfaktor in Ihrem Wohn- oder Arbeitszimmer. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie regelmäßig überprüfen, ob Updates für Ihren Router zur Verfügung stehen. Viele Anbieter patchen Sicherheitslücken in ihren Geräten mittlerweile immerhin regelmäßig.

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