Wie gut ist die Schutzwirkung eines kostenlosen Virenscanners wirklich?

26. August 2018

Da einige Anbieter sowohl kostenlose als auch Bezahlversionen anbieten, stellt sich die Frage, wie gut ein Gratis-Antivirenprogramm im Vergleich zu einem kostenpflichtigen Programm wirklich ist. Reicht der Schutz eines kostenlosen Virenscanners aus oder braucht man ein Kaufprogramm?

Schutz vor FalschmeldungenDie Schutzwirkung eines kostenlosen Virenschutzprogramms ist in vielen Fällen durchaus vergleichbar mit der eines Bezahl-Programms. Bei Anbietern wie AVG oder Avira kommt in den kostenpflichtigen und den kostenlosen Antivirenprogrammen dieselbe Technik zum Einsatz – die Erkennungsleistung für Schadprogramme ist nahe zu identisch. Dennoch lässt sich dieses Urteil nicht verallgemeinern.

Andere Gratis-Virenschutzprogramme fallen gegenüber kostenpflichtigen Produkten ab. Insbesondere die Schutzwirkung des mit Windows 10 mitgelieferten Microsoft „Windows Defender“ schwankt: Schauen Sie sich die Testergebnisse der unabhängigen Virenschutzexperten bei AVTest (www.av-test.org) an, kommen Sie zu einem uneinheitlichen Ergebnis. Es gibt Monate, in denen der Windows Defender mit den großen und kostenpflichtigen Produkten der Branche mithalten kann, in anderen Testmonaten fällt Microsofts Schutzschirm dagegen deutlich zurück.

Erkennungsraten von durchgehend nahezu 100 Prozent erreichen fast nur kostenpflichtige Virenwächter: Bei AV-Test schneiden „Bitdefender Antivirus Plus“, „Avira Antivirus Pro“ sowie die Programme der bekannten Hersteller Kaspersky, Norton und McAfee konstant gut ab.

Weiteres Plus: Funktionsumfang und Leistung gehen bei Kaufprogrammen über die des Windows Defender hinaus. So bewahrt Sie zum Beispiel der Rundum-Schutz von Bitdefender zusätzlich vor Manipulationen bei Online-Bankgeschäften.

Nicht zuletzt muss der Anwender bei Gratisprogrammen häufig Abstriche im Bedienkomfort in Kauf nehmen.

Ein erhebliches Plus hat der Windows Defender allerdings für sich zu verbuchen: Unsere Erfahrungen aus der Redaktion zeigen, dass Sicherheitsprogramme von Drittanbietern schwerwiegende Windows-Probleme verursachen können.

Der Grund: Sind die Schutzfunktionen vom Hersteller zu streng vorgegeben, kann Windows manche Daten nicht mehr ordnungsgemäß auf die Festplatte schreiben. Eine mögliche Folge: Entscheidende Systemupdates werden nicht installiert und hinterlassen offene Sicherheitslücken. Das kann mit dem Windows Defender nicht passieren, der von Microsoft perfekt auf Windows abgestimmt wurde.

Unsere Empfehlung: Die kostenlosen Virenschutzprogram me von AVG und Avira sowie mit Einschränkungen auch der Windows Defender gewährleisten einen BasisSchutz vor gefährlichen Download-Dateien oder E-MailAnhängen. Sie bieten aber wenig Komfort und keine Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel die Überwachung Ihrer Online-Bankgeschäfte.

Wenn Ihr Antivirenprogramm Sie noch lückenloser vor Schadprogrammen schützen und Sie mit wichtigen Zusatzfunktionen unterstützen soll, sind Sie mit einem Bezahl-Programm auf der sicheren Seite. Doch auch hier gilt: Der beste Schutz gegen Internet-Gefahren bleiben Hintergrundwissen und der gesunde Menschenverstand.

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