Mailboxen werden legal ausspioniert

22. November 2012
Reiner Backer Von Reiner Backer, Windows, Hardware, Linux ...

Die Affäre um den Ex-CIA-Chef David Petraeus hat gezeigt: Vor der Datenspionage durch staatliche Stellen ist niemand gefeit. Auch Tricks wie das Teilen von ungesendeten Nachrichten via Inbox, bieten keinen wirksamen Schutz. Provider und Regierung dürfen nach Herzenslust in unseren privaten Daten wühlen, ganz legal.

CIA-Ikone David Petraeus hat sich redlich Mühe gegeben, die E-Mails an seine Geliebte Paula Broadwell scheinbar sicher zu übermitteln. So schickte er seine Nachrichten nicht direkt von seinem Gmail-Account über das nicht abhörsichere Internet, sondern nutzte einen simplen Trick, den auch terroristische Organisationen gerne verwenden: Er speicherte alle E-Mails einfach nur als Entwurf in der Inbox ab. Paula Broadwell musste jetzt also nichts weiter tun, als sich in den Gmail-Account einzuloggen und kam so an die für sie bestimmten Nachrichten.

Behörden und Provider haben jederzeit Zugriff

Da die E-Mails komplett unverschlüsselt in der Inbox schlummerten, war es für staatliche Behörden ein Leichtes, sich Zugang zu den Nachrichten zu verschaffen. Staatlichen Behörden ist es bei einem dringenden Tatverdacht erlaubt, Einsicht in persönlichen Informationen bei Service-Providern wie Google und Facebook zu bekommen.

Der amerikanische Journalist Richard Lardner von der Nachrichtenagentur Associated Press hat nachgewiesen, dass alleine Google im Jahr 2011 12.300 Anfragen von staatlichen Behörden bekommen hat, bei denen es um die Herausgabe von persönlichen Daten ging.

Dabei handelte es sich speziell um Daten wie IP-Adressen und Inhalte von E-Mail-Nachrichten. In über 90% aller Fälle wurden dabei persönliche Daten von Google herausgegeben. Auch wenn für Deutschland keine bestätigten Zahlen vorliegen: Die Ziffer dürfte ähnlich hoch sein.

Mitte Oktober hat der Oberste Gerichtshof von North Carolina übrigens ein Urteil gefällt, dass es Internetkonzernen wie Google und Yahoo erlaubt, ganz legal die Nachrichten ihrer Nutzer zu lesen. Als einer der letzten großen Internet-Dienstleister hat am 19. Oktober nun auch Microsoft seine Nutzungsbedingungen an die neue Gesetzeslage angepasst.

Eine Übersicht über die 7 größten Datenschleudern im Internet finden Sie hier.

Quelle: Steganos

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