Neuer Schädling für Android-Geräte im Umlauf

10. Oktober 2011
Reiner Backer Von Reiner Backer, Windows, Hardware, Linux ...

Kommunikationsplattformen als Befehlsstand bei Cyberkriminellen immer beliebter. Schadsoftware verbreitet sich als E-Book-Reader.

Die Methoden der Cyberkriminellen, Schadsoftware zu verbreiten, gleichen sich bei Rechnern und mobilen Endgeräten immer mehr an. Missbrauchte zum ersten Mal Anfang dieses Jahres ein Botnetz den beliebten Kurznachrichtendienst Twitter für die Ausgabe von Befehlen an die befallenen PCs, beobachtet Trend Micro seit kurzem einen neuen Schädling, der von einer Blog-Site aus infizierte Android-Geräte steuert und ausspioniert. Das Untergrundgeschäft mit mobiler Schadsoftware wird immer raffinierter.

Aufgepasst: Wenn der E-Book-Reader zu viel können will

Der neue Schädling, ein so genanntes Backdoor-Programm, das die Systeme über eine Sicherheitslücke auf den Android-Geräten infiziert, ist auf Android-App-Stores erhältlich und wegen seiner Tarnung als E-Book-Reader für den Anwender nur schwer als Schadprogramm zu erkennen.

Einmal installiert, nimmt die Schadsoftware Kontakt mit der Blog-Seite auf, die verschlüsselte Blogeinträge enthält. Die Mehrzahl davon sind ausführbare Dateien, die unter anderem Sicherheitsanwendungen beenden können.

Trotz der guten Tarnung können die Anwender die Infektion vermeiden. Besitzer von Android-Geräten sollten generell misstrauisch werden, wenn eine App die Freigabe sehr vieler Berechtigungen fordert. So verlangt der neue Android-Schädling nach dem Zugriff auf Netzwerkeinstellungen und das Internet sowie der Kontrolle über den Vibrationsalarm und möchte die Tastensperre ausschalten, Anrufe tätigen, Protokolldateien lesen, Kontaktdaten lesen und schreiben, das Gerät aktivieren, Anwendungen neu starten sowie SMS-Nachrichten schreiben, lesen, erhalten und senden können.

Weitere Informationen zum neuen Android-Schädling sind im deutschen Trend Micro-Blog erhältlich.

Quelle: Trend Micro

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