Bessere Urlaubsfotos - Unvergessliche Momente perfekt festhalten

04. Juni 2012

Eines der Ziele der Fotografie ist es, Momente und Erlebnisse festzuhalten und für die Zukunft zu bewahren. Ist ein Foto misslungen, lässt es sich häufig zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen. Nicht so im Urlaub, viele Momente, die Sie im Urlaub fotografisch festhalten wollen, werden einmalig sein, eine Wiederholung misslungener Aufnahmen ist mit viel Aufwand verbunden oder sogar gar nicht möglich.

Ebenso fatal im Urlaub ist das Fehlen wichtiger Ausrüstungsgegenstände. Eine genaue Planung der Ausrüstung ist dabei ebenso unabdingbar wie die sorgfältige Planung der Aufnahme. Gerade für den Urlaub können die Ansprüche unterschiedlicher nicht sein. Die Ausrüstung, die Sie beim Strandurlaub begleitet, zu dem Sie mit dem Auto anreisen, wird völlig anders aussehen, als die Ausrüstung, die Sie mitnehmen werden, wenn Sie mit Rucksack und Zelt 3 Wochen durch Norwegens Wälder streifen und weder Strom noch Einkaufsmöglichkeiten zur Verfügung haben.

Die Ausrüstungsplanung - Was gehört ins Gepäck?

Bevor Sie sich an die Zusammenstellung der Ausrüstung begeben, sollten Sie sich Gedanken über den Zoll machen. Denn in Deutschland ist die Rechtslage so, dass Sie dem Zoll nachweisen müssen, dass Sie die Fotoausrüstung bei der Fahrt in den Urlaub schon besessen und nicht erst im Urlaub gekauft haben. Sie können natürlich alle Rechnungen mitführen, was aber sehr unpraktisch wäre, zumal bei einem Verlust Ihres Gepäcks auch die Rechnungen fehlen würden. Sie können vor Antritt der Reise stattdessen beim Zoll eine sogenannte Nämlichkeitsbescheinigung ausfüllen, die anhand der Modellbezeichnungen und Seriennummern eine eindeutige Identifikation der Ausrüstung ermöglicht. Bei Reisen innerhalb der Europäischen Union ist dies nicht nötig, da in der EU die Zollschranken inzwischen zum Glück gefallen sind.

Auf einigen, nicht so häufig frequentierten Strecken werden kleine Maschinen eingesetzt, deren Gepäckfächer eine große Fototasche oder einen großen Rucksack nicht aufnehmen können. Auch passt beides nicht unter die Sitze dieser Maschinen. Wenn Sie kein Risiko eingehen wollen, checken Sie, mit welcher Maschine Sie fliegen, und wählen Sie gegebenenfalls eine kleinere Fototasche.

Ihr Stativ werden Sie in jedem Fall aufgeben müssen. Einige Gesellschaften betrachten es als Sperrgepäck, planen Sie also genügend Zeit ein, denn nach der normalen Gepäckaufgabe müssen Sie am Sperrgepäck oft noch einmal anstehen. Und denken Sie daran, dass das Gewicht des Stativs zu dem Ihres Koffers addiert wird. Die aktuellen Sicherheitsbestimmungen machen es notwendig, dass Sie noch etwas zusätzliche Zeit einplanen. Denn Sie müssen damit rechnen, dass jedes einzelne Teil Ihrer Ausrüstung gründlich inspiziert und eventuell sogar für einige Zeit mit ins Labor genommen wird.

Verschiedene Urlaubssituationen

Beispiel 1: (Ski-)Urlaub in den Bergen - Anreise mit dem Auto

Wenn Sie mit eigenem Fahrzeug anreisen, werden Sie vom Platz und vom Gewicht her den wenigsten Beschränkungen unterliegen. Die jeweils nicht benötigte Ausrüstung kann im Apartment oder Hotelzimmer bleiben, Sie nehmen auf die täglichen Ausflüge jeweils nur die individuell zusammengestellten Teile der Ausrüstung mit.

Sinnvoll ist es, wenn Sie neben der großen Fototasche über eine gut gepolsterte kleine Tasche verfügen, die die Kamera mit einem Objektiv (einem Universal-Zoom) und dem nötigen Zubehör wie Akkus und Ersatzkarten aufnehmen kann.

Bewahren Sie die Akkus im Skiurlaub wegen der Außentemperaturen am besten direkt am Körper auf.

Auch ein Ledertuch sollte Platz in der Tasche finden, um Feuchtigkeit durch Regen oder Schnee sofort entfernen zu können. Statt eines Ledertuchs eignet sich auch ein modernes Mikrofasertuch. Universal-Zooms mit einem Brennweitenbereich beginnend bei 18 bis 28 mm und endend bei 100 bis 150 mm werden in 95 Prozent aller Fälle ausreichen, um sowohl weitwinklige Landschaftsaufnahmen zu machen als auch mal etwas näher an das Motiv heranzurücken. Ein Skylight-Filter ist in diesen Fällen ausnahmsweise angebracht, da in Schneegebieten durch Reflexionen der Anteil an Cyan im Licht doch immens ist. Sie können den Effekt allerdings später auch digital entfernen.

Beispiel 2: Badeurlaub am Meer — Anreise per Flugzeug

Die Begrenzung des Fluggepäcks ist ein limitierender Faktor bei der Zusammenstellung Ihrer Ausrüstung: Große, schwere Brennweiten sollten daher nicht die erste Wahl darstellen. Zoomobjektive sind in den meisten Fällen die besseren Begleiter. Da im Urlaub und an der See meist mehr als ausreichend Licht vorhanden ist, werden auch kleinere kompakt gebaute Zoomobjektive mit weniger Lichtstärke einen ausgezeichneten Dienst tun.

Sie werden an der See und am Strand allerdings zwei Erzfeinden der Digitalkameras begegnen: Salzwasser und Sand. Sand kann schnell die Mechanik nachhaltig beschädigen, Salzwasser wiederum ist tödlich für die Elektronik. Fensterleder, Blasebalg oder Staubpinsel sollten daher unbedingt Ihre Begleiter sein. Zudem erhalten Sie für wenig Geld im Zubehörhandel spezielle Kamerabeutel für verschiedene Kameratypen, die Ihre Digitalkamera zuverlässig gegen Staub, Sand und Wasser schützen und mit denen Sie Ihre Kamera sogar mit ins Wasser nehmen können, um beim Schnorcheln schöne Aufnahmen zu machen. Einige Hersteller geben an, dass ihre Beutel sogar Tauchtiefen zwischen 3 und 10 Metern aushalten.

Fotografieren Sie am Wasser, dann sollten Sie unbedingt einen Polfilter zur Hand haben. Polfilter reduzieren Dunst und Streulicht, wodurch die Kontraste stärker und Farben wesentlich klarer und brillanter wirken.

Beispiel 3: Der Rucksackurlaub

Sind Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Motorrad unterwegs, dann werden Sie nur wenig Platz haben. Eine Spiegelreflexkamera plus Objektive ist daher nur zweite Wahl. Besser geeignet sind hochwertige Kompakt- oder Bridge-Kameras. Kompakt und mit viel integriertem Zubehör, nehmen sie wenig Platz und Gewicht weg. Sie sollten sogar überlegen, auf Akkus zu verzichten. Batterien der Größe AA bekommen Sie fast überall auf der Welt. Vor allem entladen sich Batterien nicht und halten oft länger. Auf das Ladegerät können Sie daher auch gut verzichten.

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