Das sollten Sie über Ihren Bildstabilisator wissen

08. November 2011
Martin Vieten Von Martin Vieten, News & Trends, Bildbearbeitung, Photoshop Tutorials, Photoshop Elements, Digital Fotografieren, Multimedia ...

Praktisch keine Digitalkamera kommt heute noch ohne eine Funktion zum Schutz vor verwackelten Aufnahmen aus. Doch die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Systeme ist sehr unterschiedlich. Im schlimmsten Fall sorgt ein Verwacklungsschutz für eine schlechtere Bildqualität und nicht für eine bessere.

Wenn sich Ihr Motiv oder die Kamera während der Aufnahmen bewegen, kommt es zur Unschärfe im Bild. Schon leichtes Zittern der Hand reicht aus, dass ein Foto verwischt wirkt – je länger die Brennweite, desto eher. Daher galt zu guten alten Analog-Zeiten die Faustregel: Die Belichtungszeit sollte nicht kürzer sein als 1/Brennweite. Also bei einem Tele mit 200 Millimeter Brennweite längstens 1/200 Sekunde betragen.

In der Digitalfotografie gilt das so nicht mehr, praktisch alle Kameras sind heute mit einem Bildstabilisator ausgestattet. Doch einige System versprechen mehr, als sie halten können. Besonders wirksam ist ein optischer Bildstabilisator, bei dem eine Linsengruppe im Objektiv entgegengesetzt zur Kamerabewegung verschoben wird. Allerdings bedeutet dies bei Kameras mit Wechselobjektiven: Das verwendete Objektiv muss mit einem Bildstabilisator ausgestattet sein, ansonsten gibt es keinen Verwacklungsschutz.

Einen separaten Bildstabilisator in jedem Objektiv spart ein System, bei dem der Aufnahmesensor stabilisiert ist, also der Kamerabewegung entgegen wirkt. Dieser „Sensor-Shift“ ist ebenfalls sehr wirksam, allerdings stabilisiert bei das Sucherbild einer DSLR-Kamera. Kostengünstige Kameras verzichten auf aufwändige mechanische Lösungen und bieten stattdessen einen „elektronischen Bildstabilisator“. Dabei regelt die Kamera einfach die ISO-Empfindlichkeit hoch, sobald eine kritische Verschlusszeit überschritten würde. Auf diese Weise lassen zwar auch verwacklungsfreie Aufnahmen erzielen, meist aber sind sie stark verrauscht. Daher besser abschalten und stattdessen die Kamera fest aufstützen.

Mechanische und optische Stabilisatoren lassen sich oftmals abschalten, etwa wenn die Kamera bei der Aufnahme mit dem Motiv mitgezogen werden soll. Meist ist dies gar nicht nötig, denn diese Systeme reagieren nur auf eine Änderung der Bewegungsrichtung, jedoch nicht auf eine gleichförmige Bewegung. Einige Hersteller empfehlen zudem, den Bildstabilisator bei Stativeinsatz abzuschalten. Dieser Empfehlung sollten Sie nur folgen, wenn Ihr Stativ wirklich bombenfest steht. (mv)

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