Der Crop-Faktor

14. Februar 2012

„Schon wieder so ein denglischer Begriff“, werden Sie jetzt denken. Leider beschreibt dieser Begriff aber weitaus zutreffender den Faktor, der im Deutschen oft falsch auch als „Brennweitenverlängerung“ bezeichnet wird.

Denn die Brennweite verändert sich nicht: Wird ein Objektiv statt an einer Kleinbildkamera an einer Digitalkamera mit kleinerem Sensor verwendet, verkleinert sich das Aufnahmeformat, also der Bildwinkel, die Brennweite bleibt konstant.

Bei den Objektiven, die Sie an einer Spiegelreflexkamera, egal ob analog oder digital, verwenden, sind die Brennweiten für das Kleinbildformat berechnet, also für eine Größe von 36 x 24 mm des Kleinbildfilms.

Der Kleinbildfilm, egal ob Dia- oder Negativfilm kann das Bild, das durch das Objektiv eintritt, auf seine Gesamtfläche verteilt, aufnehmen. Bei fast allen Digitalkameras, mit Ausnahme einiger Profimodelle mit so genannten Vollformatchips (hier ist der Sensor genau so groß wie das Kleinbildformat), ist der Sensor, der den Film ersetzt, unabhängig von seiner Bauart (CCD oder CMOS), kleiner als das Kleinbildformat.

Wie wir wissen, hat ein Kleinbildfilm die Abmessungen 36 x 24 mm, ein APS-Sensor hat dagegen 22,7 x 15,1 mm. Die Kanten des Kleinbildfilms sind also um den Faktor 1,6 größer - eben um den Crop-Faktor.

Eine weitere Bezeichnung für den Crop-Faktor ist auch der Formatfaktor, er gibt das Verhältnis zwischen zwei Aufnahmeformaten an. Da das Aufnahmeformat und die Brennweite voneinander abhängig sind, kann der Formatfaktor dazu genutzt werden, zu berechnen, welche Brennweite ein Objektiv haben müsste, um auf einem anderen Aufnahmeformat bei gleicher Entfernung zum Motiv den gleichen Bildausschnitt zu zeigen. Oder anders herum gibt der Formatfaktor den Wert an, mit dem man die Brennweite eines Objektives multiplizieren muss, um zu bestimmen, welche Brennweite ein Objektiv an einer Kleinbildkamera hätte, das den gleichen Bildausschnitt bei gleicher Entfernung zum Motiv zeigen würde.

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