Deutsche zeigen „Foto-Bewusstsein“

01. Oktober 2009
Torsten Kieslich Von Torsten Kieslich, Bildbearbeitung ...

Eine von Nikon veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass die Deutschen zunehmend ihr "persönliches Image" - also die Art und Weise, wie sie von anderen Personen wahrgenommen werden möchten - aktiv gestalten und beeinflussen, indem Sie Fotos machen und diese online stellen. Die Studie belegt, dass 40,9% der Deutschen  zwischen 25 und 100 Bilder pro Monat aufnehmen und diese nicht mehr ausschließlich im kleinen, vertrauten Kreis teilen, sondern sie schneller und auch einer größeren Öffentlichkeit zeigen möchten.

Nikons Marketing-Manager Wolfgang Göddertz schlägt auch gleich den Bogen zu Nikons neuer Technik, Projektoren in Kompaktkameras einzubauen und konstatiert, dass das Versammeln um ein Fotoalbum oder einen Kamerabildschirm den meisten Fotografen nicht mehr ausreicht. Stattdessen wollen die Menschen, so Göddertz, ihr „persönliches Image“ so schnell wie möglich in größerem Umfang präsentieren.

Dabei schreibt er dann Nikon auch die Erfindung einer schon länger existierenden Kunstform zu: der "Projektografie". Bei dieser, mitnichten von Nikon ins Leben gerufenen Kunstform geht es darum, Bilder und die Geschichten dahinter durch Projektion zu vermitteln.

Der britische Fotografie- und Kulturexperte Martin Lister kommentiert: "Der Kameramonitor ist wie eine verkleinerte Version der Seite eines Fotoalbums - er kann immer nur von kleinen Personengruppen betrachtet werden, die dicht beieinander sitzen oder stehen. Andererseits gibt es die traditionelle Projektion von Bildern, und tatsächlich sind projizierte Bilder durch ihre Leuchtkraft und Größe insgesamt spektakulärer und können von größeren Personengruppen betrachtet werden."

Nikons Studie zum „persönlichen Image“, die mit 12.259 Personen aus zwölf Ländern durchgeführt wurde, zeigt, dass die Entwicklung und der Schutz des  „persönlichen Images“ mittlerweile von wichtigster Bedeutung ist. Heute werden schon fast die Hälfte der Bilder (47%), die in Deutschland aufgenommen werden, auch online gestellt, allerdings wird auch selektiver darüber entschieden, ob und wo diese Bilder erscheinen.

Beispielsweise bittet ein Viertel (26.8%) der Deutschen die Freunde darum, Fotos die nicht gefallen, zu entfernen. Überraschenderweise bestehen sogar 5,5% darauf, jedes Bild von sich erst zu genehmigen, bevor es auch nur in die Nähe des Internets gelangt. Wobei die eigentliche Überraschung in meinen Augen darin liegt, dass es nur 5,5% sind, die sich so ausdrücklich Gedanken um ihr Recht am eigenen Bild machen.

Wenn es darum geht, wirkliche Kontrolle über das „persönliche Image“ zu haben, entscheidet sich ein Fünftel (20,1%) für die "Do-it-yourself-Lösung" und nehmen Selbstporträts auf. Bei der Kontrolle der eigenen Online-Darstellung sind sich die Befragten einig. Ein Drittel (33,4%) der Deutschen stellt bewusst nur eine Auswahl ihrer Bilder online.

Einfache Regeln

Nikon empfiehlt 5 einfache Regeln für das veröffentlichen von privaten Fotos:

  • Niemals unangenehme Bilder von anderen Personen ohne ihre Erlaubnis veröffentlichen.
  • Ein Individuum sollte mit den Bildern zur eigenen Person, die andere im Netz sehen können, selbst zufrieden sein.
  • Bilder im Netz können von Vorgesetzten, der Familie und Freunden gesehen werden. Deshalb sollten keine unpassenden Bilder eingestellt werden.
  • Nicht zu viele Bilder von der eigenen Person zeigen – das wirkt eher eingebildet als interessant.
  • Denke über die Wirkung deiner Bilder auf andere Leute nach, bevor du sie online stellst oder projizierst. (tok)

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