Die Makrofotographie

21. September 2012

Die Faszination der Makrofotografie liegt darin begründet, dass Sie Details für das menschliche Auge sichtbar machen können, die ihm normalerweise verborgen bleiben. Naturgemäß können wir als „Weitwinkelseher“ Details im Nahbereich nicht mit bloßem Auge erfassen. Die Scharfstellung der Augen versagt ab einem gewissen Abstand zum Objekt. Nehmen wir Alltagsgegenstände mit der Kamera unter die Lupe, erschließt sich für den Fotografen und den Betrachter eine neue Welt. Ein Badezimmerschwamm beispielsweise kann aussehen wie eine Mondlandschaft, ein Reißverschluss offenbart die Struktur seiner Zähne. Blumen und Pflanzendetails erscheinen im Nahbereich wie aus einer Traumwelt und Insekten sehen unter der „Makrolupe“ gruselig oder so interessant aus, dass man gar nicht mehr davon ablassen kann, sie zu fotografieren. Sie müssen allerdings nicht immer so nah heran, um Gegenstände in einer ungewöhnlichen Ansicht zu präsentieren. So können zum Beispiel auch Glühbirnen, Besteck oder andere Haushaltsgegenstände fotogene „Modelle“ sein, wenn man sie richtig in Szene setzt. Der Nahbereich, der sich heutzutage mit fast jeder Digitalkamera erschließen lässt, bietet ein sehr interessantes Betätigungsfeld für den Fotografen.

Makros mit jeder Digitalkamera

Die meisten aktuellen Digitalkamera-Modelle bieten einen Makromodus an, der es auch ohne den Einsatz von weiteren Hilfsmitteln wie Spezialobjektiven, Makrokonvertern oder Nahlinsen erlaubt, Aufnahmen im Bereich von nur wenigen Zentimetern zum Objekt zu machen. Grundsätzlich sind digitale Kompaktkameras für die Makrofotografie sogar besser geeignet als digitale Spiegelreflexkameras (DSLR). Hat man bei den DSLRs, bedingt durch die größeren Sensoren dieser Kameras, ständig mit der Schärfentiefe zu kämpfen, bieten die kleineren Sensoren der kompakten Modelle einen deutlichen Vorteil. Je höher die Vergrößerung eines Objektes wird, desto geringer wird die erzielbare Schärfentiefe. Da die Sensoren von kompakten Kameras in der Regel deutlich kleiner sind als die Sensoren der DSLR-Modelle, bieten diese Kameras von Haus aus den Vorteil einer höheren Schärfentiefe. Diese Tatsache, gekoppelt mit dem Makromodus, ermöglicht es, wesentlich einfacher und günstiger in den Bereich der Makrofotografie einzusteigen, als es noch zu Zeiten der analogen Fotografie möglich war beziehungsweise mit einer digitalen Spiegelreflexkamera möglich ist.

Es gibt allerdings auch einen Nachteil, der sich aus der geringen Sensorgröße ergibt: Sie müssen mit einer sehr kurzen Brennweite dafür sorgen, dass Sie ähnliche Abbildungsverhältnisse erreichen wie im analogen Bereich auf einem Kleinbildfilm oder mit dem größeren Sensor einer DSLR. Das Problem dabei ist, dass die Fertigung solcher Objektive in guter Qualität einen hohen Aufwand erfordert und somit einen hohen Kostenfaktor darstellt. Daher spielt die Objektivqualität auch bei digitalen Kompaktkameras eine wichtige Rolle. Hier kommt es nicht allein auf die Anzahl der Megapixel an. Bei hochwertigeren Kompaktkameras kommen in der Regel auch gute Optiken zum Einsatz. Damit steht der gelungenen Makroaufnahme nichts im Wege. Wenn Sie sich für die Makrofotografie interessieren und eine Kompaktkamera kaufen möchten, sollten Sie speziell auf die „Makrofähigkeit“ der Kamera achten.

Unzählige Motive im Makrobereich

Wenn Sie die Welt durch den Sucher oder das TFT-Display der Kamera betrachten, entdecken Sie im Nahbereich unzählige Motive. Das fängt an bei Gegenständen, die sich in jedem Haushalt finden, zum Beispiel Streichhölzer, Schrauben, Werkzeuge und Besteck, und reicht hin bis zu Lebensmitteln wie Obst und Gemüse oder auch Gewürzen, Brot und vielem mehr. Haben Sie diese faszinierende Motivwelt einmal ausgeschöpft und dabei Erfahrungen im Nahbereich gesammelt, finden Sie in der freien Natur weitere schier unerschöpfliche Möglichkeiten. Allein ein Spaziergang im Wald bietet Ihnen unzählige Motive. Hinzu kommen die Jahreszeiten, die sich in der Makrofotografie aus einem völlig neuen Blickwinkel darstellen lassen. So bietet sich Herbstlaub genauso für Aufnahmen an wie ein Eiszapfen im Winter. Einen besonderen Reiz, weil schon deutlich schwieriger zu realisieren, stellt die Fotografie von Insekten dar. Insbesondere flinke Vertreter dieser Gattung lassen sich nicht einfach in der gewünschten Position vor die Linse bekommen. Umso mehr sollten Sie sich daran versuchen, hier gelungene Aufnahmen zu bekommen.

Natürlich lassen sich auch im Bereich der Makrofotografie Stillleben arrangieren. Sie können zudem zwischen nahen und sehr nahen Aufnahmen variieren. So kann zum Beispiel die komplette Blüte einer Blume abgelichtet werden oder auch nur ein Teilbereich der Pflanze oder Blüte, was zu sehr surrealistischen Aufnahmen führt. Zudem kann es interessant sein, Dinge des alltäglichen Lebens so abzulichten, dass sie erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind. Setzen Sie das Licht richtig ein und experimentieren bei der Aufnahme mit den Einstellungen der Kamera, entstehen im Makrobereich faszinierende Bilder, die den Betrachter begeistern.

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