Die Panoramafotografie

28. September 2012

Sicherlich werden Sie als passionierter Fotograf schon mal ein Panorama gesehen haben, wie es inzwischen vielfach im Netz oder in manchen Magazinen gezeigt wird. Ein Panorama zeichnet sich dadurch aus, dass es von den klassischen Bildformaten abweicht. Statt zum Beispiel ein Verhältnis der Breite zur Höhe von 3:2 oder 5:4 zu haben, ist das Verhältnis bei horizontalen Panoramen 6:2 oder gar mehr.

Es gibt besondere Panoramakameras, die in der Lage sind, solche Panoramen direkt aufzunehmen. Es handelt sich dabei aber um Spezialkameras, die einen nur sehr eingeschränkten Einsatzbereich haben und sicher nicht zu Standardausrüstung eines Digitalfotografen gehören.

Die Digitalfotografie ermöglicht nun aber Panoramen mit einer normalen Digitalkamera aufzunehmen. Sie machen Einzelaufnahmen im Hoch oder Querformat, diese Aufnahmen werden dann noch in der Kamera oder am PC zu einem Panorama zusammengesetzt. Die prinzipielle Arbeitsweise aller Programme ist dabei gleich: das Programm wertet überlappende Bildanteile aus und legt die Bilder übereinander. Dann werden die Bilder solange verzerrt und angepasst, bis sie ein möglichst fehlerfreies Panorama ergeben.

Die Qualität des Ergebnisses hängt dabei wesentlich von der Qualität der Aufnahme ab. In diesem Kapitel werden wir Ihnen die unterschiedlichen Arbeitsweisen von Kameras mit Panoramafunktion vorstellen und Ihnen zeigen, wie Sie solche Aufnahmen auch ohne Panoramafunktion der Kamera machen können.

Die Grundlagen der Panoramafotografie

Ein Panorama besteht immer aus mehreren überlappenden Aufnahmen. Bei einem Horizontalpanorama wird die Kamera von links nach rechts oder umgekehrt bewegt, bei einem Vertikalpanorama von oben nach unten oder unten nach oben. Es ist sogar möglich mehrere Reihen übereinander zu setzen um so ein Vertikal- und ein Horizontalpanorama zusammenzusetzen.

Warum macht man überhaupt ein Panorama? Die Gründe dafür können vielfältig sein. Das klassische Panorama einer Stadt oder einer Landschaft entsteht, weil der Fotograf die Aussicht über einen großen Bildwinkel einfangen möchte (180 Grad oder mehr), die Objektive und die Kamera aber diesen Blickwinkel nicht zulassen. Ein anderer Grund kann sein, dass Sie einfach einen Detaillierungsgrad haben möchten, der sich mit einer Einzelaufnahme nicht realisieren lässt. Nicht zuletzt kann es sein, dass Sie einfach zu nah an einem Motiv stehen, um es komplett fotografieren zu können und daher Einzelaufnahmen machen, die Sie später zusammenfügen wollen.

Da ein Panorama aus Einzelaufnahmen besteht und die Qualität des späteren Ergebnisses von der sorgfältigen Ausrichtung und Überlappung der Bilder abhängt, sollten Sie, wo immer möglich vom Stativ aus arbeiten. Wenn Sie die Kamera aufs Stativ setzen und drehen, werden Sie die Kamera meistens um die Sensorebene drehen. Bei Panoramen die nur aus weit entfernten Objekten bestehen ist dies kein Problem. Sind die Objekte allerdings unterschiedlich weit entfernt, verschieben sich bei der Drehung um die Sensorebene die optischen Bezugspunkte in den unterschiedlichen Entfernungen zueinander.

Der Nodalpunkt

Um dies zu vermeiden, benötigen Sie spezielle Stativaufsätze, sogenannte Panoramaköpfe oder Nodalpunktadapter. Diese Aufsätze erlauben es Ihnen, die Kamera relativ zum Drehpunkt zu verschieben und zwar möglichst so, dass der Drehpunkt genau in Deckung mit dem Nodalpunkt der Kamera (mit dem jeweiligen Objektiv) liegt. Der Nodalpunkt oder auch Knotenpunkt ist der Punkt auf der optischen Achse auf dem in einem bestimmten Winkel eintreffende Lichtstrahlen diesen im selben Winkel wieder verlassen. Drehen Sie die Kamera um den Nodalpunkt, dann werden bei der Drehung nahe und entfernte Motivteile optisch zueinander nicht mehr verschoben, die Bilder lassen sich schöner und sauberer zusammenfügen. Verschiedene Webseiten beschäftigen sich mit dem Nodalpunkt, hier finden Sie auch Tabellen, aus denen Sie den Knotenpunkt für Ihre Kamera ermitteln können wie zum Beispiel unter http://de.wikipedia.org/wiki/Knotenpunkt_(Fotografie) in den Weblinks.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den Sie bei der Aufnahme beachten sollten ist, dass sie Aufnahmen nacheinander machen. Das heißt, es sollte so wenig Bewegung wie möglich im Bild sein. Eine im Wind wehende Fahne kann durchaus mit in ein Panorama integriert werden, allerdings sollten sie sich nicht ausgerechnet in einem der überlappenden Bildteile befinden. Auch fahrende Autos oder Züge oder große schnell gehende Menschenmengen sind in einem Panorama nicht beherrschbar.

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