GPS und Geotagging

09. August 2011
Martin Vieten Von Martin Vieten, News & Trends, Bildbearbeitung, Photoshop Tutorials, Photoshop Elements, Digital Fotografieren, Multimedia ...

In letzter Zeit kommen immer mehr Kameras auf den Markt, die einen GPS-Sensor eingebaut haben. Er verzeichnet zu jedem Foto den Aufnahmeort. Doch was sich zunächst sehr clever anhört, führt in der Praxis noch zu einigen Problemen.

Wo ist noch gleich dieses Foto entstanden? Wer seine Aufnahmen nicht penibel archiviert und dabei den Aufnahmeort in seiner Bilddatenbank einträgt, wird häufiger vor dieser Frage stehen. Eine Antwort darauf geben Kameras mit GPS-Empfänger (z. B. Casio EXILIM Hi-Zoom EX-H20G, Sony Alpha 55 oder Nikon Coolpix P6000). Anders als in einem Navigationsgerät weist hier das GPS nicht den rechten Weg, es zeichnet die Ortsdaten auf. Allerdings hat die Ortsdatenbestimmung bei der Digitalfotografie noch so seine Tücken.

GPS-Empfänger sind recht energiehungrig. Gerade bei Kompaktkameras, die einen recht kleinen Akku haben, reduziert ein aktiviertes GPS die Aufnahmekapazität deutlich – teilweise um mehr als 30 Prozent. Es hilft übrigens wenig, das GPS gezielt nur vor der Aufnahme zu aktivieren: Die Systeme benötigen bis zu zehn Minuten, um den aktuellen Standort zu ermitteln, wenn sie abgeschaltet waren.

Ein weiteres Problem: Damit eine GPS-Kamera den aktuellen Standort ermitteln kann, benötigt sie freie Sicht zu drei Satelliten – innerhalb von Gebäuden funktioniert das System nicht. Aber auch eine tiefe Straßenschlucht in der Innenstadt macht die Ortsbestimmung unmöglich, im Wald funktioniert sie ebenfalls nicht. Immerhin können die neuesten Geräte den aktuellen Standort anhand der letzten bekannten Position recht genau interpolieren.

Als größtes Hindernis erweist sich bis heute noch das sogenannte Georeferenzierung. Dabei werden die von der Kamera aufgezeichneten Daten für geographische Breite und Höhe in leicht verständliche Ortsdaten umgewandelt, etwa „Köln, Domplatte“. Oder noch anschaulicher im Bildverwaltungsprogramm gleich auf einer Landkarte dargestellt. Bedauerlicherweise gibt es noch nicht sehr viele Bildverwaltungen, die das mit Bravour und vor allem bequem erledigen.

Fazit: Die Ortsdatenbestimmung bei der Digitalfotografie steckt weiterhin in den Kinderschuhen. Sobald die GPS-Datenaufzeichnung aber zum Standard werden wird, werden künftige Versionen von Bildverwaltungsprogrammen wie Photoshop Elements oder Lightroom eine benutzerfreundliche Georeferenzierung ermöglichen. Wer also heute schon die Ortsdaten bei der Aufnahme mit aufzeichnet, kann diese später bequem zur Bestimmung des Aufnahmeorts heranziehen. (mv)

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