Immer die passende Verschlusszeit wählen

03. Juni 2011
Martin Vieten Von Martin Vieten, News & Trends, Bildbearbeitung, Photoshop Tutorials, Photoshop Elements, Digital Fotografieren, Multimedia ...

Die Verschlusszeit gibt vor, wie lange der Sensor bei einer Aufnahme belichtet wird. Das hat Auswirkungen auf die Bildgestaltung und erfordert teilweise besondere Vorsichtsmaßnahmen. Lesen Sie, worauf Sie bei der Wahl der Verschlusszeit achten müssen.

Die vollautomatische Belichtungssteuerung einer modernen Digitalkamera wählt die Verschlusszeit meist getreu dem Motto: „So kurz wie möglich, so lang wie nötig“. Eine kurze Verschlusszeit ist nämlich das beste Mittel gegen verwackelte Bilder. Zudem hilft sie, Bewegungsunschärfe zu vermeiden, die durch sie schnell bewegende Motive entstehen kann.

Allerdings hat eine kurze Verschlusszeit auch Nachteile: Sie bedingt, dass die Blende weit geöffnet wird und/oder die ISO-Empfindlichkeit erhöht wird. Letzteres ist besonders bei Kompaktkameras problematisch, weil das Bildrauschen sichtbar zunimmt. Eine weit geöffnete Blende führt bei DSLRs (also Kameras mit großem Sensor) dazu, dass die Schärfentiefe über Gebühr abnimmt – auch das kann ein Nachteil sein.

Wenn Sie die Verschlusszeit Ihrer Kameras selbst bestimmen möchten, halten Sie sich zunächst an die Regel 1 Sekunde/Brennweite – das garantiert (gerade so noch) verwacklungsfreie Aufnahmen. Bei 28 Millimeter Brennweite darf die Verschlusszeit also 1/30 Sekunde betragen, bei 200 Millimeter nur noch 1/200 Sekunde. Wenn Ihre Kamera oder das Objektiv mit einem Bildstabilisator ausgestattet ist, können Sie eine Stufe länger belichten.
Denken Sie bei der Wahl der Verschlusszeit auch an mögliche Bewegungsunschärfe. Bereits bei 1/60 Sekunde können schnelle Bewegungen eines Menschen (etwa das Heben eines Armes) verwischt aufs Foto gelangen. Sie können diese Bewegungsunschärfe natürlich auch gezielt als Gestaltungsmittel einsetzen. Für scharf eingefangene Schnappschüsse, sollten Sie besser nicht länger als 1/125 Sekunde belichten.

Ganz wichtig auch: Wenn die Kamera oder Sie den Blitz aktivieren, sind in der Regel keine kürzeren Zeiten als 1/200 Sekunde möglich, manchmal ist es sogar nur 1/60 Sekunde. Besonders in heller Umgebung (dunkler Vordergrund, heller Hintergrund) kann das zu lang sein, Ihr Bild wird also teilweise überbelichtet. Schließen Sie dann die Blende weiter und/oder reduzieren Sie die ISO-Zahl. Falls das nicht möglich ist oder ausreicht, schrauben Sie einen Neutralgrau-Filter vor Ihr Objektiv. (mv)

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