Jahreszeiten: Der Herbst

26. Oktober 2012

Der goldene Herbst, wenn die Blätter sich färben, aber noch an den Bäumen hängen, ist die Jahreszeit, die dem Fotografen durch die Farbenvielfalt und die Lichtverhältnisse in der natur vielleicht die größten Möglichkeiten für eindrucksvolle Aufnahmen bietet.

Im Herbst zieht es die Fotografen unweigerlich nach draußen, um die goldene Jahreszeit festzuhalten. Ab Oktober bietet die Natur eine Unmenge an Möglichkeiten, ausdrucksstarke Fotos zu schießen. Egal, ob Sie Ihre Digitalkamera immer mit sich führen oder ein konkretes Foto-Shooting planen – die Natur bietet Ihnen in ihrer ganzen Pracht eine Fülle an unterschiedlichsten Motiven die sich in jedem Portfolio gut präsentieren lassen.

Motive

Für einige Fotografen besteht der Reiz im besonderen Licht, andere hingegen mögen die morgendlichen Nebel, die meisten Fotografen jedoch genießen den unheimlichen Farbreichtum der Blätter im Herbst. Um Ihren Fotografien einen eigenen Ausdruck zu verleihen, sehen Sie sich ganz in Ruhe nach passenden Alternativen um, mit denen Sie die Stimmung dieser Jahreszeit kombinieren können, das Dämmerlicht, die häufiger leeren Straßen und Parks mit Seen und kleinen Bächen – Reflexionen auf das sich dem Ende zuneigende Jahr.

Schöne Motive beinhaltet die Farbpalette der Bäume, die sich im Wasser spiegelt oder zeigen verlassene Fußwege in Parks, die von Bäumen gesäumt werden, die ihr Laub abwerfen. Die frühen Morgenstunden, die Zeit des Sonnenuntergangs oder ein stark bewölkter Himmel bieten meist das beste Licht, um die Reflexionseffekte darzustellen.

Auch Friedhöfe kommen in dieser Jahreszeit mit einer Fülle von Motiven daher. Besonders auf alten Friedhöfen mit großem Baumbestand lichten sich die Baumkronen und das Licht dringt auch wieder in die dunklen Ecken. Friedhöfe strahlen schon von alleine eine gewisse Stimmung aus und regen zu nachdenklichen und philosophischen Bildern an.

Zusammen mit einem einzelnen Lichtstrahl, der durch die Bäume auf ein altes Grab fällt, erreichen Sie ein mystisches Foto, das auch in einer monochromen Umsetzung ansprechend wirkt. Lassen Sie sich von dem Herbstlaub auf den alten Friedhofsalleen inspirieren und Sie werden eine Fülle von Motiven finden. Halten Sie sich bitte von frischen Gräbern fern und stören Sie die Ruhe der Trauernden durch Ihre Fotografie nicht.

Nebel übt von jeher eine besondere Faszination auf den Fotografen aus. Allerdings müssen Sie früh aufstehen, um das Naturschauspiel festzuhalten. Auch auf ein Stativ sollten Sie wegen der schlechten Lichtverhältnisse bei der Fotografie im Nebel nicht verzichten. Belichtungszeiten über 60 Sekunden sind bei diesen Lichtverhältnissen nicht ungewöhnlich und sollten nicht aus der Hand gehalten werden. Der Belichtungsmesser Ihrer Kamera spielt Ihnen bei Nebel auch gerne einen Streich. Die Kamera misst auf der Suche nach neutralem Grau die weiße Nebelwand an – dies führt dann zu Unterbelichtungen und lässt den Nebel als schmutziges Grau erscheinen. Machen Sie deswegen unbedingt Belichtungsreihen. So ersparen Sie sich bei der Bildbearbeitung später viel Zeit.

Die Digitalkameras der neuesten Generation lassen auch bei langen Belichtungszeiten dank Anti-Shake oder Bildstabilisatoren verwacklungsfreie Aufnahmen zu. Wenn Sie schon so eine Kamera besitzen, nehmen Sie sie einfach immer mit, vielleicht gelingt Ihnen auch morgens auf dem Weg zur Arbeit ein tolles Fotos.

Auch der Regen bietet Ihnen eine Fülle von Motiven, angefangen von grauen, melancholischen Regenbildern bis hin zu fröhlich bunten Schirmen, die sich vielleicht im Herbststurm biegen. Lassen Sie sich von Ihrer eigenen Stimmung leiten und achten Sie einfach auch mal auf die kleinen Dinge: Wassertropfen an den Fensterscheiben, Kreise, die der Regen in den Pfützen zieht oder ein einzelnes Blatt, das auf einer Pfütze schwimmt und nach dem Regen vom Herbstlicht reflektiert wird.

Oder versuchen Sie doch einmal, den Wind einzufangen. Mit langer Belichtungszeit lassen sich vom Herbstwind aufwirbelnde Blätter festhalten, die Bewegungsunschärfe der verwischten Blätter gibt Ihrem Foto eine ganz spezielle Note.

Locations

Botanische Gärten locken ihre Besucher mit japanischem Ahorn und anderen exotischen Laubbäumen, aber die schönsten Aufnahmen entstehen in den heimischen alten Wäldern. Reiche Bestände an Buche und Esche bilden eine gute Basis für schöne Aufnahmen.

Ende Oktober sind gelungene Fotos so gut wie garantiert, selbst bei Regen lassen sich hervorragende Ergebnisse erzielen. Bei hellem Sonnenlicht bilden Gold und Rostbraun schöne Kontraste mit dem strahlend blauen Himmel. Tiefer im Wald durchbrechen nur selten die hellen Sonnenstrahlen das Dunkel des Waldes. Zur Mittagszeit lassen sich massige Bäume im Gegenlicht sehr schön in Szene setzen, aber achten Sie bitte darauf, die Sonne nicht im Bild mit aufzunehmen, damit keine Blendflecken in Ihrer Aufnahme entstehen. Viele der schönsten Wälder Deutschlands sind eine Mischung aus offenem Wald und Heidestücken. Farne und Heide nehmen im Herbst einen besonders schönen Goldton an.

Halten Sie den Bildaufbau einfach. Bei der Farbenpracht im Herbst lässt man sich leicht verführen, das Bild mit Farben zu überladen – wie so oft ist aber weniger mehr. Schauen Sie sich die Szene vorher genau an und überlegen Sie, was sie fotografierenswert macht. Wenn Sie diesen Vorgang abgeschlossen haben, konzentrieren Sie sich auf das Elementare. Als bekanntestes Anzeichen für das nahende Jahresende sind die braun-gelb-roten Blätter mehr als einen Blick wert und gehören in jede Sammlung herbstlicher Fotos. Überlegen Sie sich Wege, Ihr Motiv in kreativer Form abzulichten. Das kann ein einzelnes fallendes Blatt sein, aber auch Kinder, die das Herbstlaub beim Spiel in die Luft werfen.

Gegenlicht ist besonders in Waldstücken ein sehr schönes Motiv. Achten Sie bitte auf die Blendeneinstellung und schirmen Sie das Objektiv vor Lichteinfall mit einer Gegenlichtblende oder der Hand ab.

Benutzen Sie einen Polfilter, um den Schimmer von nassem Laub nicht in dem Bild aufzunehmen und die Kraft der Farben zu verstärken. Zusätzlich sollten Sie ein Stativ verwenden, um auch bei schwachem Licht mit langen Belichtungszeiten vernünftig arbeiten zu können.

Auch Bilder in tristem Grau und in entsättigten Farben stehen für den Herbst, weisen auf das sich dem Ende zuneigende Jahr hin und spiegeln die Tristesse des Novembers wider.

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