Klassiker runderneuert: Leica M9

10. September 2009
Torsten Kieslich Von Torsten Kieslich, Bildbearbeitung ...

Mit der Leica M9 stellt das Solmser Unternehmen eine weitere Messsucherkamera der M-Reihe vor. Die M9 lehnt sich wieder optisch an die bekannten Kamera-Klassiker von Leica an, bietet aber einen Vollformat-Sensor im Format 24 x 36 mm.

Sie gilt, so Leica, mit ihren Abmessungen von 139 x 37 x 80 mm als kleinste Vollformat-Systemkamera der Welt und bildet den technischen Anschluss an die M-Systemfamilie. Dank ihrer Größe eignet sich die Kamera für nahezu alle Einsatzbereiche von der Reportagefotografie über Available- Light-Aufnahmen bis hin zur künstlerisch-ästhetischen Bildgestaltung.

Anders als beim Spiegelreflexsystem, bei dem durch das Objektiv fokussiert wird und damit Brennweite und Lichtstärke die Genauigkeit der Messung bestimmen, bleibt die Messbasis im Entfernungsmesser der Leica M unabhängig vom Objektiv immer gleich groß. Deshalb soll ihre Genauigkeit bei kurzen Brennweiten um ein Vielfaches höher sein, sagt Leica.

Mit dem Bildfeldwähler kann der Fotograf die Bildwirkung einer anderen Brennweite simulieren und die richtige Brennweite vorab bestimmen, ohne das Objektiv zu wechseln. Sechs unterschiedliche Leuchtrahmen zeigen den Bildausschnitt an.

Die M9 verfügt über einen Metall-Lamellen-Schlitzverschluss, der Belichtungszeiten bis zu 1/4000 Sekunde ermöglicht. Die Blitz-Synchron-Zeit liegt bei 1/180 Sekunde. Die Empfindlichkeit reicht von ISO 80 bis ISO 2500.

Der speziell für die M9 entwickelte CCD-Bildsensor mit 18 Millionen Pixel und 14 Bit pro Kanal ermöglicht die Abbildung des vollen Kleinbildfilm-Formats. So lassen sich auch die Leica M- Objektive ohne Crop-Faktor mit dem gleichen Bildwinkel an der Kamera nutzen. Besonders gestaltete Mikrolinsen mit geringer Brechkraft sind an den Rändern des Sensors zur Bildmitte hin verschoben und sollen den Sensor so genau auf die Charakteristik der M-Objektive abstimmen und die Verringerung der Bildhelligkeit zum Rand hin verhindern.

Darüber hinaus können nahezu alle Objektive aus dem Leica M- Programm seit 1954 an der M9 verwendet werden. Die Kamera verfügt zudem über eine automatische Objektiverkennung per 6 Bit-Codierung. Die M9 kann so die systembedingte Vignettierung (Lichtabfall zum Bildrand) der Objektive kompensieren.

Der Sensor der M9 verfügt über ein neu entwickeltes Sensor-Deckglas zur Unterdrückung von infrarotem Licht. Die Verwendung zusätzlicher UV/IR Filter wird damit überflüssig. Auf einen Moiré-Filter, der feine Bilddetails optisch herausfiltert, wurde bewusst verzichtet, um die hohe Auflösung der Leica M-Objektive voll auszunutzen. Auftretende Moiré-Muster werden stattdessen in der digitalen Signalverarbeitung der Kamera eliminiert.

Die Menüführung der Kamera soll deutlich vereinfacht worden sein. So gibt Leica an, dass für die Einstellung der Empfindlichkeit lediglich die ISO-Taste gedrückt gehalten und gleichzeitig am Drehrad die passende Einstellung gewählt werden muss. Weitere wichtige Funktionen sind über die Set-Taste erreichbar.

Das Ganzmetallgehäuse besteht aus einer Magnesium-Legierung, Deckkappe und Bodendeckel werden aus massiven Messingblöcken gefräst. Die Montage und Justage der Kameras sowie die Kontrolle aller mechanischen und elektronischen Details erfolgt in Handarbeit im Leica-Werk Solms.

Mit Adobe Photoshop Lightroom gehört eine professionelle Workflow-Lösung für Apple Mac OS X und Microsoft Windows zum Lieferumfang der M9. Die Kamera kann die Bilddaten neben dem gängigen Jpeg-Format auch als Rohdaten im Adobe Digital Negative-Format (DNG) speichern und so sämtliche Bildinformationen erhalten.

Die Leica M9 ist in zwei Ausführungen erhältlich: Einer schwarz lackierten Standard-Ausführung und einer stahlgrau lackierten Version. Die unverbindliche Preisempfehlung in Deutschland beträgt für beide Modelle jeweils 5495 Euro. (tok)

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