Lichtfeldkamera – das Ende aller Schärfeprobleme?

28. Oktober 2011
Martin Vieten Von Martin Vieten, News & Trends, Bildbearbeitung, Photoshop Tutorials, Photoshop Elements, Digital Fotografieren, Multimedia ...

Damit eine Kamera das Motiv scharf erfassen kann, muss sie seit je her darauf scharf gestellt werden. Sollte das misslingen, lässt sich ein unscharfes Bild nachträglich kaum mehr retten. Nicht so bei der neuartigen Lichtfeldkamera: Hier legt man erst nach der Aufnahme am PC-Bildschirm fest, welche Bildbereiche scharf sein sollen und welche gegebenenfalls nicht. Das amerikanische Unternehmen Lytro hat nun für das kommende Jahr erste bezahlbare Lichtfeldkameras angekündigt.

Der hat Mensch hat wie alle Wirbeltiere zwei Augen, Insekten viele Tausend. Heutige Kameras sind dem menschlichen Auge nachempfunden, das Objektiv muss auf die Entfernung zum Motiv eingestellt werden, damit das Bild scharf wird. Ganz anders die Lichtfeldkamera: Sie funktioniert ähnlich einem Insektenauge und nimmt ein Bild ohne Scharfstellen auf. Dazu werden auf dem Aufnahmesensor die Lichtstrahlen auf Sensorelemente mit unterschiedlichen Mikrolinsen verteilt. Ein Teil des Bildsensors nimmt also immer ein scharfes Bild auf, der andere nicht.

In der industriellen Anwendung funktionieren Lichtfeldkameras bereits seit ein paar Jahren wie gewünscht. Nun schickt sich das amerikanische Start-Up-Unternehmen an, ab Anfang nächsten Jahres Lichtfeldkameras für den Privat-Anwender herauszubringen. Der große Vorteil dieser neuartigen Kameras: Sie legen erst im Nachhinein am PC-Bildschirm fest, ob der Vordergrund oder doch besser der Bildhintergrund scharf sein soll.

Was sich zunächst anhört wie das Ende aller Autofokusprobleme, hat indes einen großen Nachteil: Wie auch das Insektenauge kann eine Lichtfeldkamera nur eine sehr begrenzte Auflösung liefern. Lytro macht derzeit keine Angaben zu Sensorauflösung seiner Kameras, die bisher gezeigten Aufnahmen hatten jedoch maximal eine Auflösung von 960 x 960 Pixel. Das mag für eine Veröffentlichung im Internet ausreichen, für den Ausdruck – selbst auf kleinem Format – ist das viel zu wenig. (mv)

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