M-Mount-Objektive an Systemkamera einsetzen

14. Oktober 2011
Martin Vieten Von Martin Vieten, News & Trends, Bildbearbeitung, Photoshop Tutorials, Photoshop Elements, Digital Fotografieren, Multimedia ...

Systemkameras wie die PEN-Serie von Olympus oder das NEX-System von Sony erlauben es, Wechselobjektive nahezu aller wichtigen Hersteller anzuschließen. Besonders interessant wird diese Möglichkeit für Objektive mit Leica-M-Bajonett. Diese sind sehr klein und handlich, obendrein liefern sie meist eine hervorragende Abbildungsleistung.

Messsucherkameras sind heute völlig aus der Mode gekommen. Wer eine kleine und leichte Kamera will, greift zur digitalen Kompaktkamera. Für den alltäglichen Schnappschuss bieten sie alles, was man braucht – nur mit der Bildqualität hapert es oft. Eine bessere Bildqualität bei kompakten Kameramaßen versprechen spiegellose Systemkameras wie etwa die PEN- oder NEX-Serie von Sony oder das G-System von Panasonic. Allerdings sind auch hier die Objektive oft größer als gewünscht. Doch es gibt Abhilfe: Dank ihres geringen Auflagenmaßes lassen sich die meist sehr kompakten Objektive mit Leica-M-Bajonett problemlos an einer spiegellosen Systemkamera verwenden. Alles, was man dazu braucht, ist ein Adapterring, der zwischen Objektiv- und Kamera-Bajonett gesetzt wird. Passende Adapter gibt es zum Beispiel von Voigtländer oder Novoflex.

Gegenüber einer klassischen Messsucherkamera (wie etwa der Leica M9) bieten spiegellose Systemkameras auch mit manuellen M-Objektiven einige Vorteile: Das Sucherbild wird direkt mit dem Objektiv erzeugt (und nicht mit einem separaten Messsucher), Parallaxe-Fehler sind also ausgeschlossen. Zudem regeln die Kameras die Sucherhelligkeit automatisch nach, wenn abgeblendet wird, die Schärfentiefe lässt sich also sehr genau kontrollieren. Und elektronische Hilfsmittel wie eine Sucherbildvergrößerung ermöglichen auch unter schwierigen Bedingungen exakt zu fokussieren. Die neuesten NEX-Modelle von Sony haben zudem eine Funktion, mit der sich scharf gestellte Kanten im Sucher farbig markieren lassen.

Damit verliert der zunächst größte Nachteil der M-Objektive seinen Schrecken: Sie müssen manuell scharf gestellt werden, Autofokus gibt es nicht. Glücklicherweise sind die Objektive seit je her dafür optimiert, der Fokusring läuft meist sehr weich, ist griffig und lang übersetzt. Auch die Blende wird am Objektiv eingestellt, die Belichtungsteuerung funktioniert also nur im Modus ZEITAUTOMATIK oder wird manuelle vorgegeben. Wer damit leben kann, erhält mit M-Objektiven an einer Systemkamera ein sehr kompaktes Gespann, das zudem meist deutlich bessere Bildergebnisse liefert als die preisoptimierten Systemobjektive der jeweiligen Kamerahersteller.

M-Objektive werden heute von Voigtländer, Zeiss und Leica angeboten, für erste Versuche eignen sich auch gebrauchte Objektive, die durchaus ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel haben dürfen. (mv)

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