Mask Pro

25. November 2009
Torsten Kieslich Von Torsten Kieslich, Bildbearbeitung ...

Heute möchte ich mit Ihnen einen Blick auf das Freistellungswerkzeug Mask Pro 4.1 werfen. Damit Sie etwas besser verfolgen können, wovon ich hier spreche, finden Sie hier die bebilderte Version dieses Beitrages.

Mask Pro - der allererste Eindruck

Das Freistellungswerkzeug von onOne Software hat den charmanten Vorteil, sich als Anwendung komplett in Photoshop zu integrieren – Sie müssen also nicht mit einem weiteren Programm hantieren, sondern rufen das Werkzeug einfach aus der Menüleiste von Photoshop auf.

Da Mask Pro als so genanntes Plug-In konstruiert ist, arbeitet es nicht nur mit Photoshop zusammen – in unserem Test sowohl mit der CS3 als auch der CS4 – sondern auch mit Photoshop Elements.

Mask Pro erscheint nach dem Aufruf mit einem eigenen Werkzeugsatz – Sie arbeiten gewissermaßen in einem „Paralleluniversum“ zu Photoshop oder Photoshop Elements.

Um loszulegen, ändern Sie zunächst durch einen Doppelklick die Ebene Ihres Bildes von der Hintergrundebene in die Ebene 0. Dann rufen Sie Mask Pro aus der Menüleiste auf. Mask Pro öffnet sich mit seiner eigenen Arbeitsoberfläche, die stark an Photoshop angelehnt ist. Dieses Öffnen geht im übrigen rasend schnell.

Nun ist das Freistellen von Motiven immer eine haarige Aufgabe – in unserem Beispiel sogar im Wortsinn. Mask Pro verspricht uns, hier die Qual der richtigen Werkzeuge und der kniffligen Feinarbeit zu erleichtern. Schauen wir also, ob wir diesen schmucken Kater auf einen neuen Hintergrund transportieren können.

Die Auswahl von Haaren gehört ja zu den „Strafarbeiten“ des Photoshop- bzw. Photoshop Elements-Anwenders. Mask Pro verspricht hier, mit der ungewöhnlichen Technik der Farbanalyse – normalerweise würde man annehmen, dass Kanten berechnet und ausgeschnitten werden – unschlagbar gute Ergebnisse erzielen zu können.

Mask Pro - Die Werkzeuge

Mask Pro bietet verschiedene Werkzeuge an – Sie können sowohl Kanten markieren als auch mit Farben arbeiten. Das kantenbasierte Werkzeug ist hier der Magische Stift. Er ist dazu geeignet, sauber definierte Kanten zu verfolgen, beispielsweise entlang einer Hausfassade o.ä. 

Durch das Setzen einiger Kontrollpunkte findet er die Kanten automatisch. Allerdings muss sich dazu das Objekt klar von einem anderen Farbton abheben – ähnlich, wie Sie es auch vom magnetischen Lasso in Photoshop oder Photoshop Elements kennen.

In vielen Fällen effektiver ist wahrscheinlich der Magische Pinsel. Er ist darauf angelegt, wie ein Radiergummi zu arbeiten. Sie können die Farben definieren, die sie behalten möchten und der Magische Pinsel wählt automatisch die entsprechenden Farbbereiche aus. Der Magische Pinsel ist damit besonders für halbtransparente Bereiche, Haare und dergleichen geeignet.

Mask Pro - Los geht’s

Zuerst öffne ich dazu mein Bild in Photoshop bzw. Photoshop Elements und füge eine weitere Ebene hinzu, auf der sich der neue Hintergrund befindet. Um nun das Model vor den neuen Hintergrund zu bringen, ist es wichtig, den Hintergrund vollständig zu entfernen und die Details in den Haaren nicht zu verlieren.

Ich wähle also die Ebene mit dem Motiv aus und gehe auf das onOne-Menü. Dort wähle ich Mask Pro 4.1. Im ersten Schritt definiere ich die Farben, die ich behalten möchte und diejenigen, die gelöscht werden sollen.

Mit der Lupe zoome ich zunächst etwas in mein Motiv hinein. Nun kommt die grüne Halten-Pipette zum Einsatz. Mit ihr lege ich die Farben fest, die ich behalten möchte. Die Farben erscheinen in der Halten-Palette von Mask Pro.

Danach kommt die rote Löschen-Pipette dran. Mit ihr werden die Farben festgelegt, die verschwinden sollen. Auch diese Farben erscheinen in einer eigenen Palette.

Jetzt geht’s endlich ans Eingemachte – ich rufe den Magischen Pinsel auf und markiere in den Werkzeugoptionen die Option Farbdekontaminierung entfernen. Mit ihr werden Farbstiche auch aus den zu schützenden Farben entfernt.

Mask Pro - Ratzfatz freigemalt

Mit dem Magischen Pinsel fahre ich nun über die Flächen, die entfernt werden sollen. Er ersetzt automatisch die Farben, die gelöscht werden sollen, durch den neuen Hintergrund.

Berücksichtigen muss man hier, dass das Bild durchaus schwierig ist, da es im Hintergrund etliche Strukturen gibt, die die Haare überlagern. Auch die Rottöne der Zapfsäule, die erhalten bleiben soll, sind denjenigen des Hintergrundes sehr ähnlich. Von Hand würde diese Freistellungsaufgabe eine langwierige Arbeit mit Masken und Pinsel erfordern – und vor allem auch eine sehr ruhige Hand an der Maus oder dem Stifttablett.

Hier ist es in wenigen Minuten gelungen, eine Basismaskierung zu erstellen, die schon fast völlig ausreichend ist – mit nur wenigen Farbauswahlen und einigen Strichen mit dem Magischen Pinsel. Das Freistellen hat alles in allem bisher keine zehn Minuten gedauert.

Mask Pro - Feinarbeit

Über die Schaltfläche Maskenansicht geht es nun noch an etwas Feinschliff in Mask Pro. Mit schwarzem Pinsel übermale ich zunächst großflächig die Bereiche, die später durch den Hintergrund ersetzt werden sollen. Danach zoome ich etwas weiter in die Maske, um leichte Fehlstellen zu beseitigen.

Wenn hier das Gröbste ausgebessert ist, kann man noch in der Ebenenansicht, in der man das freigestellte Motiv vor transparentem Hintergrund sieht, übriggebliebene Schlieren entfernen. Mask Pro bietet hier, ähnlich wie Photoshop oder Photoshop Elements, ein Pinselwerkzeug, das man zwischen Entfernen und Hinzufügen von Bildteilen umschalten kann.

Ohne viel Feinarbeit kann man so mit Mask Pro in weniger als einer knappen halben Stunde einen ansprechenden Freisteller hinbekommen. (tok)

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